Die Geschichte von drei Menschen wird in diesem Roman erzählt:
Einmal ist da die Biologin und Waldforscherin Deanne. Nach einer Scheidung lebt sie als staatsangestellte „Waldhüterin" im Wald von North Carolina, beinahe ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen. Dort hofft sie, dass sich Kojoten anstelle der ausgestorbenen Rotfüchse im Wald ansiedeln. Eines Tages trifft sie im Wald auf den jungen Eddie, und obwohl ihr bald klar ist, dass er vor allen Dingen in ihren Wald kam, um Jagd auf ihre geliebten Kojoten zu nehmen, verliebt sie sich in ihn.
Die zweite Person ist Lusa, eine junge Insektenforscherin, die ihre Karriere für die Ehe mit dem Farmer Cole aufgegeben hat. Doch geraten die beiden immer aneinander, weil sie sich in vielen Dingen über Landwirtschaft nicht einig sind, und von Coles Großfamilie fühlt Lusa sich nicht im geringsten akzeptiert. Alles ändert sich jedoch, als Cole tödlich verunglückt. Lusa muß sich nun entscheiden, ob sie die Farm alleine weiterführen möchte und kann.
Die letzte Hauptperson in diesem Buch ist der wenig sympathische Garnett, der sich nach seiner Pensionierung und dem Tod seiner Frau vollkommen dem (nicht ganz gelingen wollenden) Versuch widmet, die ausgestorbene amerikanische Kastanie wieder in die Landschaft North Carolinas zurück zu züchten. Allerdings gerät er sich immer wieder mit seiner Nachbarin Nannie Rawley in die Haare, die glaubt, dass Landwirtschaft auch ohne Chemikalien und Pestizide funktionieren könnte und mit solchen oder ähnlich verrückten Ideen Garnett in den Wahnsinn treiben möchte, wie er glaubt.
Im Verlauf des Romans verweben sich die Geschichten der drei zaghaft miteinander.
In Im Land der Schmetterlinge geht es weniger darum, eine spannende oder rührende Geschichte zu erzählen. Vielmehr verpackt Barabara Kingsolver sehr viel Informationen über die Umwelt und Natur von North Carolina und Amerika in eine lyrische Form. Hier erfährt man viel über Insekten, Nachtfalter, Bäume und Landwirtschaft, und über das Aussterben von einzelnen Lebensformen, und das auf eine durchaus interessante Weise., denn hier werden nicht wie in einem Biologiebuch sachliche Formeln und Theorien zusammengefasst, sondern die Natur wird in die Gefühle, Meinungen und Geschichten der drei Personen, aus deren Sicht erzählt wird, eingebunden. So macht der Biologieunterricht gleich mehr Spaß und hilft dem Leser, sich selbst eine Meinung zu bilden.