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Im Land des Hasses: Undercover durch Simbabwe
 
 
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Im Land des Hasses: Undercover durch Simbabwe [Gebundene Ausgabe]

Hans-Joachim Löwer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 234 Seiten
  • Verlag: Herbig; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 377662552X
  • ISBN-13: 978-3776625523
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 316.902 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hans-Joachim Löwer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Unter der Regierung des autokratischen Präsidenten Robert Mugabe haben fast alle weißen Farmer in Simbabwe ihr Land verloren. Viele wurden gewaltsam enteignet, ihre Felder verwüstet, ihr Besitz zerstört. Die Regierung behauptet, sie wolle damit den Landraub durch die britischen Kolonialisten vor einem Jahrhundert korrigieren. In Wahrheit aber geht es darum, Besitzgier zu befriedigen und politische Macht zu zementieren. Robert Mugabe, der einst die Versöhnung zwischen Schwarzen und Weißen versprach, zeigt nun sein wahres Gesicht.

Als Rucksacktourist getarnt, traf der Journalist Hans-Joachim Löwer in Simbabwe weiße Farmer und Regierungskritiker und recherchierte die Hintergründe der Kampagne gegen die Weißen. Ein packender Bericht über die ehemalige Kornkammer Afrikas, die heute in Armut und politischen Wirren versinkt.

Über den Autor

Hans-Joachim Löwer, geboren 1948, war 16 Jahre Auslandsreporter des "Stern". In den neunziger Jahren leitete er zahlreiche Selbsthilfe-Projekte in Mexiko, Guatemala, Peru, Kolumbien, Brasilien und Südafrika, schrieb Bücher und Reiseführer. Seit 1999 arbeitet er für "National Geographic".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wir hätten einen Dialog gebraucht, um innerlich Abschied vom Krieg zu nehmen So etwa wie die Kommission für Wahrheit und Versöhnung, die in Südafrika.. eingesetzt wurde, sagt die Dominikanerschwester Pelagia Siziba in einem Gespräch mit dem Journalisten Hans-Joachim Löwer in Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe. In ihrem Land habe aber niemand seine Schuld bekennen müssen, als es sich aus dem rassistischen Kolonialismus befreit habe. Es habe eine pauschale Amnestie gegeben. Darin sehe sie eine Ursache für die Entwicklung Zimbabwes, das heute unter der Knute des Diktators Robert Mugabe leiden muss.
Löwer hat sich als Tourist getarnt im Frühjahr 2007 kurze Zeit vor allem bei den weißen Farmern umgesehen, die enteignet wurden. Sein Buch, das er darüber geschrieben hat, verstoße gegen die political correctness, wie er im Vorwort schreibt, und sei nicht ausgewogen. Weil Journalisten in Zimbabwe verfolgt werden, habe er keine Möglichkeit gehabt, dem Berufsethos entsprechend fair und möglichst objektiv zu arbeiten.
So ist den unterdrückten und verfolgten weißen Farmern in Zimbabwe ein Sprachrohr geschaffen worden, das die Verhältnisse dieses Landes aus ihrer Sicht beschreibt  ein bedrückendes und wichtiges zeitgeschichtliches Dokument, das die ebenfalls undercover durchgeführten Reportagen der Journalisten Bartholomäus Grill (Die Zeit) und Christian Putsch (Die Welt) ergänzt.
Leider hat sich der Autor von seiner berechtigten Erregung über das barbarische und menschenverachtende Regime Mugabes dazu verleiten lassen, einige Klischees zu bedienen, die in Europa auch Jahrzehnte nach dem Ende der Kolonialzeit immer noch über den gesamten afrikanischen Kontinent verbreitet werden. Er meint, leider in Kitsch verfallend, einer der von der regierungskriminellen Verfolgung betroffenen weißen Farmer habe Zimbabwe vor der afrikanischen Krankheit beschützen wollen mit seinen Muskeln. Das seien Tribalismus, Korruption und Ineffizienz. An einer anderen Stelle räumt Löwer dagegen ein, dass die Weißen in Zimbabwe ebenfalls Tribalismus praktizieren, indem sie sich in ihren Clubs einmauerten, um so wenigstens ihren Lebensstil zu retten. Etwa 4500 weiße Großgrundbesitzer besaßen 39 Prozent des Bodens, und zwar den besten, 8000 schwarze Kleinfarmer vier Prozent, beschreibt der Autor die ungerechte und unsoziale Situation, welche zunächst zur Unterstützung von Mugabes Politik bei der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung in Zimbabwe geführt hatte und er verschweigt auch nicht, dass viele Weiße ihren Profit nicht in Zimbabwe versteuerten, sondern außer Landes geschafft haben. Diese Besitzgier wird jetzt von schwarzen Machthabern imitiert, die Mugabe als Vasallen dienen.
Zimbabwische Verhältnisse ist inzwischen zu einer drohenden Floskel geworden, die weiße Farmer in anderen afrikanischen Staaten für das Ziel einsetzen, ihre rechtswidrig angeeigneten Großgrundbesitze behalten zu können, auch wenn es dort keinerlei gesetzwidrige Enteignungen gibt. Immerhin stehen auch weißen Farmern aus Zimbabwe heute internationale Gerichtshöfe wie das Tribunal der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) in Namibia und der Afrikanische Gerichtshof für Menschen- und Völkerrechte in Gambia zur Verfügung. Den Rechtsweg kann allerdings nur der beschreiten, der nicht ermordet wurde.
Löwer ist für seinen Mut zu beglückwünschen, illegal in ferne Länder zu reisen, um von dort zu berichten. Er reiste er auch schon gesetzwidrig mit Latinos durch Mexiko (Bahnhof der Träumer, Herbig-Verlag 2006). Man ist gespannt auf seine nächste notgedrungen parteiische Reportage und dankt Günther Wallraff für seinen auch juristischen Einsatz, der zu einem höchstrichterlichen Urteil in Deutschland führte, welches derartige Gesetzesverstöße durch Autoren erlaubt, wenn sie durch ihre Arbeit Verhältnisse enthüllen, die anders nicht zu erfahren wären.

ULF G. STUBERGER
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erschreckend 22. Juni 2009
Von C. Dratwa
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist ein Muss für jeden, der sich für die Situation in Zimbabwe interessiert. Es ist fesselnd geschrieben, allerdings zutiefst deprimierend. Man liest es wie einen Roman, wenn man dann realisiert, dass es bitterste Realität ist, ist es erschreckend. Auch scheint wenig Hoffnung für die Menschen dort zu bestehen, die zutiefst zu bedauern sind. Aber wie helfen? Das Buch ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert!
PS. Habe viele Bücher von Wilbur Smith gelesen, jetzt weiß ich, wie nahe diese an der Realität sind (v.a. "The leopard hunts in darkness"). Kann ich auch nur wärmstens empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Volkmar Weiss TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Als Mugabe an die Macht kam, sprach er von Versöhnung, ließ einige weiße Minister im Amt und achtete die ausgehandelte Verfassung. Alles begann beispielhaft, und der Zusammenbruch der Wirtschaft, wie ihn Angola und Mocambique am Ende der Kolonialzeit erlebten, das wollte Mugabe in Rhodesien, das nun Simbabwe hieß, offensichtlich vermeiden.

Aber dann geriet Mugabe unter Druck: Millionen landlosen Schwarzen standen 4500 weiße Großgrundbesitzer auf den fruchtbarsten Böden des Landes gegenüber. Wenn Mugabe an der Macht bleiben wollte, mußte er den Schwarzen und seinen früheren Buschkriegern, siehe Dornenernte. Roman, etwas bieten, und das einzige was er ihnen bieten konnte, war die Enteignung der weißen Farmer. 2007 waren noch 400 auf ihren Farmen verblieben, die anderen enteignet, vertrieben, geflohen oder ermordet.

Wie das Land schrittweise in Mißwirtschaft und im Elend zu versinken beginnt, läßt sich schon bei Doris Lessing in Rückkehr nach Afrika. nachlesen. Löwers eindrucksvolle und mutige Reportage handelt von einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium, das aber inzwischen von Monat zu Monat noch weiter überboten wird.

Die Bedeutung dieses Buches liegt in seiner drohenden Verallgemeinerung für das gesamte südliche Afrika, dessen Gesamtproblematik durchaus ähnlich ist. Von den Weißen der Südafrikanischen Union haben in den letzten 15 Jahren bereits etwa ein Viertel das Land freiwillig verlassen, vorwiegend mit Ziel Australien, Neuseeland und Kanada. Eine ähnliche Abwanderungsrate hatte auch Simbabwe im ersten Jahrzehnt von Mugabes Herrschaft, und das war der Anfang.
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