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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreissende Auswanderersaga im Chile des 19. Jhdts., herrlich sperrige Charaktere ins. bei Nebenfiguren,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Feuerblume (Taschenbuch)
"Im Land der Feuerblume" von Carla Federico ist eine von vielen historischen Auswanderersagas, die ich gelesen habe, gehört aber zweifellos zu den wenigen, die mich wirklich gefesselt haben. Carla Federico erzählt in ihrem Roman über das Schicksal deutscher Auswanderer nach Chile, ein Thema, das auch in anderen historischen Romanen bereits beleuchtet wurde. Was macht Carla Federicos Roman dennoch zu etwas Besonderem? Carla Federico erzählt das Schicksal deutscher Auswandererfamilien, das von Arbeit, Not und Tod geprägt ist, realistisch, ohne ihre Lebensleistung über oder unter zu bewerten. Sie erzählt von Menschen, die so gerne das Richtige tun wollen, aber manchmal das Falsche tun müssen, entweder für sich oder für andere, die aber vor allem ihr Leben leben.Der Klappentext lässt vermuten, dass die Liebesgeschichte von Elisa und Cornelius im Vordergrund steht. Diese Liebesgeschichte nimmt zwar einigen Raum ein, ist aber ohne zu dominieren in die Lebensgeschichte mehrerer Auswandererfamilien eingebettet, insofern geht der Roman weit über die Aussage der Autorin Sarah Lark gemäß Klappentext "ein ergreifendes Frauenschicksal in einem fernen Land. ..." hinaus. Was den Auswanderern auf ihrer Reise und in Chile widerfährt, erzählt Carla Federico überaus mitreißend, temporeich und plastisch, so dass die 780 Seiten des Buches eher zu wenig erscheinen. Die Verbindungen der Familien in der kleinen Auswandererkolonie gelingen ihr so, dass die Verwicklungen auch für ausgeprägte Vielleser spannend zu lesen sind. Fast beiläufig vermittelt die Autorin wissenswertes zur Geschichte von Land und Leuten in Chile. Mich haben vor allem Carla Federicos Nebenfiguren beeindruckt, die mit ihrer Sperrigkeit zum Teil Konflikte in der kleinen Ausländerkolonie auslösen, aber dennoch ein Teil dieser Gemeinschaft sind und ihren Beitrag zum Zusammenleben leisten. Der im Knaur Taschenbuch erschienene Roman wird durch zwei Karten, einem Personenverzeichnis und historischen Anmerkungen der Autorin abgerundet. Mit ihrer historischen Auswanderersaga "Im Land der Feuerblume" bringt Carla Federico ihren Lesern das von harter Arbeit, Sorgen und Nöten geprägte Leben deutscher Auswanderer nach Chile so nahe, dass ich ihr Buch beinahe in einem Zuge verschlungen hätte. Die gute Nachricht, die ich ganz zum Ende ihrer historischen Anmerkungen gefunden habe, will ich Ihnen nicht vorenthalten: es wird einen Folgeband geben. In der Zeit bis dahin werde ich mir sicher die Romane von Carla Federicos alter ego Julia Kröhn genauer anschauen, in der Hoffnung noch ein paar weitere sperrige Charaktere zu entdecken. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Auswanderungssaga mit einigen Schwächen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Feuerblume (Taschenbuch)
Wer eine entspannte Sommerlektüre ohne großen literarischen Anspruch sucht, der ist hier bestens bedient.Die Autorin schildert die Auswanderung einiger Familien nach Chile, die auch nach ihrer Ankunft immer zusammenbleiben und sich nach einigen Irrungen und Wirrungen an einem See niederlassen. Erzählt wird dann die Geschichte dieser Familien. Ihre Bindungen untereinander, ihre unglücklichen Lieben, die Entbehrungen denen sie sich stellen müssen und die Rückschläge, die sie zu verkraften haben. Die Autorin läßt nichts aus. Weder Geschwisterliebe, noch prügelnde Väter oder Ehemänner, noch die Intrigen um zwei Liebende auseinanderzubringen. Krankheit, Unfälle, Brände usw. Für meinen Geschmack von allem etwas zuviel und an manchen Stellen zu langatmig. Manch Seite hätte man sich sparen können auch wenn der Stil sehr einfach zu lesen ist und mit Sicherheit ein breite Leserschaft anziehen wird. Ich selbst werde die weiteren Bände dieser Familiensaga die in Vorbereitung sind nicht mehr lesen, da mir die Sprache und der Stil etwas zu einfach gehalten waren und die Grenze zum Kitsch zu nahe liegt. Aber alles in allem ein Roman zum Lesen, wenn man gerade nichts anderes zur Hand hat, daher 3 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auswanderersaga, mal anders,
Rezension bezieht sich auf: Im Land der Feuerblume (Taschenbuch)
Carla Federico hat in ihrem Roman "Im Land der Feuerblume" die Auswanderungswelle vieler Deutscher nach Chile im 19. Jahrhundert zum Thema gemacht. Basierend auf diesem historischen Hintergrund begleitet der Leser nahezu mittellose Menschen mit großen Erwartungen und Wünschen auf ihrem Weg in ein fremdes Land und nimmt teil an ihren Bemühungen und Anstrengungen, dort Fuß zu fassen. Voller Hoffnung auf eigenes Land, Selbstständigkeit und ein besseres Leben treten die Auswanderer die Reise von Deutschland nach Chile an und müssen recht schnell erkennen, dass Versprechungen nicht eingehalten werden und die Realität erheblich von ihren Vorstellungen und Träumen abweicht. Trotzdem entwickeln sie sich zu einer Gemeinschaft mit Stärken und Schwächen, machen Schritte nach vorne, müssen zwar immer wieder Rückschläge in Kauf nehmen, verlieren aber nie den Mut, weiter für ihr Ziel zu kämpfen.Carla Federico schildert eindrucksvoll den Fortgang der Siedler über drei Jahrzehnte lang. Ihre Sorgen, Nöte, Ängste, ihre Freude und ihr Leid werden auf besondere Art und Weise dargestellt, so daß man mitfühlt und mitempfindet. Auf dem Klappentext des Buches heißt es, es gehe in diesem Roman um ein Frauenschicksal, nämlich um das von Elisa, die sich in Cornelius verliebt, in meinen Augen jedoch ist diese Liebesgeschichte nur eingebettet in nicht weniger dramatische Schicksale mehrerer interessanter Personen. Durch einen bildhaften und einprägsamen Erzählstil versteht es die Autorin zu fesseln und jede Art von Langatmigkeit zu unterbinden. Der Roman umfasst 779 Seiten, was auf mich zunächst abschreckend wirkte. Hat man aber erst angefangen, fliegt man nahezu durch das Buch, denn die Geschichte liest sich einfach und flüssig, ständig passiert etwas, zum Teil überschlagen sich die Ereignisse und sind stellenweise fast des Guten zu viel. Im Verlauf der Erzählung haben mir besonders die perfekt herausgearbeiteten Charakteren der einzelnen Protagonisten gefallen. Sie haben Ecken und Kanten, man kann sie ins Herz schließen oder ablehnen. Ihre Verhaltensweisen mögen für manchen verständlich, für manchen weniger verständlich erscheinen und doch leidet man mit ihnen. Auch die Beschreibung Chile's wohl einzigartiger Natur und Landschaft ist der Autorin in dem Maße gelungen, dass der Vorstellungskraft des Lesers keine Grenzen gesetzt sind. Zur besseren Orientierung befinden sich im Buch zwei Landkarten und ein Personenverzeichnis. Am Schluß äußert sich die Autorin in einer historischen Anmerkung. Fazit: Wer in die Geschichte und die Schicksale deutscher Auswanderer im 19.Jahrhundert eintauchen und dabei Chile aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen will, liegt mit diesem Buch genau richtig. Obwohl ich kein Freund von Fortsetzungsromanen bin, freue ich mich in diesem Fall auf den bereits verfassten Folgeband, der nächstes Jahr veröffentlicht wird. Außerdem sind weitere Bände geplant, auf die ich sehr gespannt bin. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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