"Hier wurde ich geboren", sagte er. "Am Ende der Welt."
Armenien, Tschetschenien, Georgien - seit Jahren reist Philip Marsden in Osteuropa und berichtet von einer Welt im Umbruch. Seine letzte Reise führt ihn zu den Skythen und den Kosaken des Kaukasus, in das Land, das Herodot wegen des schneereichen Klimas das "Land der Federn" nennt. Philip Marsden sucht nach den versprengten Gemeinden der Altgläubigen. Philip Marsden findet Völker, die nun zwar von der Knute der Fremdherrschaft befreit sind, aber vom Chaos des auseinanderfallenden Sowjetreichs in einen Strudel von Krieg, Armut und Anarchie gerissen werden. Er findet Menschen, die sich unter schlimmsten Existenzbedingungen dennoch eine Überlebenskraft, einen Glauben an die Zukunft, ja sogar ihre Heiterkeit erhalten haben. Und wir beginnen allmählich zu ahnen, dass sie, die Lichtjahre fern unserer eigenen Lebenserfahrungen als Minoritäten kaum wahrgenommen werden, uns etwas voraus haben, das uns nützlich sein könnte: eben jenen starken Überlebenswillen.

