Alaa al-Aswani hat über Jahre in Zeitungsartikeln leidenschaftlich für Pluralismus, Menschenrechte und Demokratie gekämpft. Unter den Gefahren einen brutalen Miliitärdiktatur hat er er mutig für mehr Menschlichkeit, für soziale Gerechtikeit, gegen Unterdrückung und Despotie, für Frauenrechte, gegen sexuelle Gewalt (und,und und...)gekämpft. Er hat diese Zeitungsartikel als Ägypter für Ägypter geschrieben, weil er sein Land und seine Mitmenschen liebt. Dennoch hat dieser leidenschaftliche Appell und Mut zur Wahrheit mich gerade auch als Europäer tief bewegt und ich wünschte mir einige unserer Journalisten und Politiker hätten auch nur einen Funken diser Leidenschaft in sich.
Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der die Vorgänge in in der arabischen Welt zu verstehen versucht. Aber Vorsicht: Sämtliche gängigen Vorurteile werden über den Haufen geworfen oder zumindest angekratzt. Sie werden den zum Teil sehr fahrlässigen und selbstgerechten (Vor-)Urteilen der Nahost- und Religionsexperten in Zukunft mit einer gesunden Skepsis begegnen. Wer aber lieber den Kampf der Kulturen weiterkämpfen will: Finger weg !