Dieses Buch entsprach mit seinem Titel eigentlich genau meinem Lesevorhaben, ein schöner Schmöker mit wissenschaftlichem Hintergrund. Anfangs ging es mir wie den Vorrednern und ich mochte es kaum noch zur Seite legen. Dann kam ich mir aber von Seite zu Seite dämlicher vor, was einfach an der Tatsache lag, daß sich der Autor ständig wiederholt und nicht müde wird, ein und dieselbe Feststellung oder These, die er bereits in einem 2-3-zeiligen Satz deutlich gemacht hat, über weitere 1-2 Seiten (!) auszubreiten. Dabei kam ich mir wirklich vor wie ein Schulkind. Ich bin weder begriffsstutzig, noch leide ich unter einem schlechten Kurzzeitgedächnis.
Abgesehen davon, sind die Paradoxe irgendwie auch nicht wirklich verblüffend und ähneln eher den den Lebenssinn hinterfragenden Gedanken, die man als Teenager so mit sich herum trug. ...und irgendwie beschleicht einen doch des Öfteren das Gefühl, die Paradoxe könnten einfach nicht verblüffen, weil völlig unterdefiniert.
Beispiel Sandhaufen, eines Vorredners: Wenn man ein Korn von einem Sandhaufen wegnimmt, ist es natürlich noch ein Sandhaufen ...aber eben ein Anderer! Da nirgends die Definition für einen Sandhaufen auftaucht, kann man damit garnichts odr eben alles Mögliche tun, und es wird weiterhin ein Sandhaufen sein, wenn man sich über so etwas sein Köpfchen zerbrechen möchte... bitteschön, dann sei ihm dieses Buch an's Herz gelegt.
Warum trotzdem zwei Sterne? ...weil sicher nicht alles in diesem Buch doof ist und ich mal wieder dramatisiere. Allerdings empfehle ich lieber andere Bücher, den jüngeren unter uns vielleicht Sofies Welt und den älteren etwas von Stephen Hawking, gerne auch umgekehrt.
Beste Grüße...