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Das ist ein Krimi, den Altmeister Hitchcock nicht besser hätte inszenieren können: Wie aus dem Alltag gegriffen beginnt der Lauf der Dinge, Caseys Leben, die Treffen mit ihren Freundinnen Gail und Janine, ihre Pläne, bald ein Baby zu bekommen. Eine Zukunft, von der sie immer geträumt hat. Das Schicksal scheint es gut mit ihr zu meinen, nachdem sie einige Tiefs einstecken musste. Ihr Vater war ein „berüchtigter Schürzenjäger“, ihre Mutter eine „egozentrische Alkoholikerin“ und ihre kleine Schwester Drew ein „Drogen konsumierendes Partygirl auf dem Weg zum echten Problemfall.“ Die Familie ist „beinahe obszön reich“ und Casey verwaltet nach einem Flugzeugabsturz, der die Eltern das Leben kostet, das Familienvermögen.
Joy Fielding lässt Casey Geschehen und Roman aus ihrer isolierten Sicht erzählen; „Niemand wusste, dass sie da war. Sie war unsichtbar. Und es war kein Spaß... Es war die Hölle.“ Für Verwandte, Familie und Ärzte liegt sie im Koma, dennoch erwachen langsam ihre Sinne und sie nimmt Umgebung und Gespräche wahr und hört sehr bald eine Stimme an ihrem Bett, die ihr alles andere als unbekannt ist: „Warum konntest du nicht einfach sterben als du es solltest?“
Schauplatz des Psychothrillers, der es schnell schafft, den Leser die Schlinge um den Hals spüren zu lassen, ist Caseys Krankenzimmer und ihr Zuhause. Überschaubar also, ebenso wie die Mitwirkenden des Höllentrips. Es scheint, als würde Joy Fielding alles weglassen, überall abspecken, so weit es geht reduzieren, um eiskalter Spannung freien Lauf zu lassen. Zwar hat das Buch über 400 Seiten, aber es ist souffleeartig geschrieben, leicht, lebendig, viele Dialoge. Dieses Buch legt man garantiert nicht mehr aus der Hand, wenn ein „kaltblütiger Psychopath“ einem ins Ohr flüstert: „Bald ist es vorbei.“
Bleibt höchstens die für den Roman wenig relevante medizinische Frage, ob eine Komakranke derart viel Aufregung und Bedrohung er- und vertragen kann... das aber ist eben das Schöne an Fiktion! -- Barbara Wegmann
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hammerhart und durchaus nicht realitätsfern,
Von Daniela Fröbel "Dana" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Im Koma (Taschenbuch)
Bin erst seit kurzem Amazon-Kunde und wollte eigentlich keine Rezensionen schreiben.Bei diesem Roman kann ich nicht anders.Ein Psycho-Thriller, der nach meinem Empfinden alles toppt, was abgründig ist und mir beim Lesen die Gänsehaut den Rücken hoch treibt. Man versetzt sich unwillkürlich in die Situation, wie es einem selbst erginge, wenn man an der Stelle des "Opfers" wäre... Schrecklich schon die Vorstellung, daß man bewegungs-und mitteilungsunfähig in völliger Dunkelheit alles mitbekommt, was um einen herum geschieht, während die anderen denken, man läge im Tiefkoma. Und dann erkennt man, daß der vermeintliche Unfall ein grausamer Mordversuch war, daß der Mörder hier in der Klinik ist und um einen herumschleicht,offenbar auf eine Gelegenheit wartend, sein gräßliches Werk zu vollenden. Reglos ans Bett gefesselt,kann man nur hören und qualvoll abwarten,was nun passiert... Grausam, gruselig,kalter Angstschweiß sogar beim (nur) Lesen - wohl gerade auch deshalb, weil die Autorin es meisterhaft versteht,den Leser psychologisch geschickt in die totale Identifikation mit der Romanfigur zu ziehen. Man hat nur die Wahl, bewußt "abzuspringen" und den Roman mit emotionsloser "Distanz" weiterzulesen - dann verliert er aber fast völlig seinen Reiz (und man würde wie manche Rezensenten die Schilderungen sogar als langatmig empfinden). Oder man läßt es geschehen und kostetden emotionalen Strudel,der einen gnadenlos erfaßt und mitreißt,voll aus - nur dann entwickelt dieses psychologische Meisterwerk seine unglaublich beeindruckende Magie! In dieser Art schafften das bei mir jedenfalls bisher nur der nun schon in 3. Auflage erscheinende Schicksalsroman von L. Moriarty Vergiss ihn nicht: Roman und die authentische Schicksalsgeschichte Vier minus drei: Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand. Eigentlich bin ich auch begeisterte Leserin guter Belletristk und Bücher, aus denen man positive Impulse für das eigene Leben erhält. Aber oft lasse ich mich eben auch mit ganzer Seele auf solche gut gemachten Psycho-Thriller ein, die zwar hammerhart, aber besonders in der heutigen Zeit keineswegs realitätsfern sind. Irgendwie empfinde ich solche Romane wie diesen auch als heilsam, denn man sieht tatsächlich seine eigenen Alltagssorgen und Wehwehchen mal wieder aus einer anderen Perspektive, empfindet wieder Dankbarkeit für das eigene Leben und so etwas wie Demut vor dem Schicksal, wie ich es ähnlich sehr schön in einer Rezension zu einem der o.g. Bücher gelesen habe. Für mich ist "Im Koma" ein Werk der Spitzenklasse für all diejenigen,die bereit sind, sich auf diese emotionalen Tiefen einzulassen. Dana Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Habe mit mehr gerechnet ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Koma: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vorab muss ich sagen, dass ich alle Bücher von Joy Fielding gelesen habe und man mich somit durchaus als Fan bezeichnen könnte. Dementsprechend sind meine Erwartungen wenn ein neues Buch von ihr erscheint. Und dementsprechend enttäuscht war ich, als ich "Im Koma" las ...Nachdem Casey nach dem gemeinsamen Mittagessen mit ihren beiden besten Freundinnen zurück ins Parkhaus zu ihrem Auto geht, wird sie von einem Unbekannten angefahren und einfach liegengelassen. Durch ihre schweren Verletzungen und den Aufprall fällt sie ins Koma. Die Polizei ermittelt und alle denken an einen schrecklichen Unfall mit Fahrerflucht. Doch nach einigen Wochen kann Casey zumindest hören was um sie herum passiert, sich allerdings nicht mitteilen. Ihr Körper ist gelähmt, sie ist blind, hört aber, wie derjenige, der sie angefahren hat, sie im Krankenhaus besucht und ihr erzählt, dass sie zwar diesmal davongekommen ist, aber er es wieder versuchen wird. Und dieser jemand hält sich immer wieder in ihrer Nähe auf ... Die erste Hälfte des Buches plätschert mehr oder weniger dahin. Casey liegt wochenlang im Krankenhaus und schweift gedanklich immer wieder in ihre Vergangenheit, erlebt Situation mit ihren Eltern und ihrer Schwester, die teilweise für die Handlung jedoch wenig sinnvoll und von Bedeutung sind. In der zweiten Hälfte, nachdem Casey weiß, dass es kein Unfall war der ihr da wiederfahren ist, kommt Schwung in die Handlung. Allerdings hätte Frau Fielding aus dem gesamten Plot viel mehr machen können, denn die Idee des Buches ist super. Ich stelle es mir furchtbar vor, regungslos und blind an ein Bett gefesselt zu sein, während mein Mörder um mich herumschleicht und ich nicht weiß, was als nächstes passiert. Vor allem, wenn man sich nicht mitteilen kann. Zum Ende hin ist Joy Fielding zu ihrer gewohnten Höchstform aufgelaufen und hat nochmal eine ordentliche Schüppe Spannung, Nervenkitzel und Überraschung obendrauf gelegt. Alles in allem ein gutes Buch, nicht eines ihrer besten (das Beste kann sie ja eh nicht mehr toppen: Schlaf nicht, wenn es dunkel wird) aber auch keineswegs eins der schlechteren. Die Erwartungen an sie wachsen von Buch zu Buch und leider hat sie diese Erwartungen in der Vergangenheit nicht vollständig erfüllt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Massenware,
Rezension bezieht sich auf: Im Koma (Taschenbuch)
Joy Fileding beschreibt in ihren Romanen mehr oder weniger immer denselben Typus Frau.Natürlich unter 40 (alle ab 40 sind eher schon Neutren und verhalten sich wie Greise, gilt natürlich nur für Frauen) und wunderschön und auch reich. Diese hier, die leider dann im Koma landet, ist sogar superreich, denn sie hat ein Riesenvermgen geerbt. Erst zwei Jahre vor ihrem Unfall hat sie geheiratet, einen total attraktiven und erfolgreichen Anwalt. Na, alles klar? Welche Überraschung, dass der vermeintlich Unfall sich als versuchter Auftragsmord heraussellt, was übrigens schon der Klappentext verrät. Und der Täter ist dann natrülich auch schnell gefunden, eine Überraschung ist das nicht. Wie meist bei Mrs Fielding sind alle Protagonisten ziemlich unsympathisch, da ist keiner, von dem man eigentlich mehr wissen möchte. Auffällig finde ich auch, wie ständig mit Markennamen um sich geworfen wird, da tragen die Damen natürlich Manolos und Valentino usw. usf. Trägt das was zur Handlung bei, oder warum erfolgt dieses Name-Dropping? Sehr unrealistisch ist meiner Aufassung nach die Darstellung des Komas. Und noch unrealistischer, dass alle - auch wenn sie allein mit der Komapatientin im Raum sind- ständig laut und auch viel erklärend vor sich hin reden. Diesen nervenden "Kniff" hätte sich die Autorin erspart, wenn sie eine andere Perspektive gewählt hätte und nicht ständig nur aus der Sicht der Hauptperson schreiben würde. Insgesamt handelt es sich bei "Im Koma" um ein nichtssagenden, überraschungsarmes Buch, das man nicht gelesen haben muss. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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