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Im Keller Taschenbuch – 1. Oktober 1998


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 6 (1. Oktober 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499222213
  • ISBN-13: 978-3499222214
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 1,7 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 164.941 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Es ist mittlerweile einige Zeit her, daß Jan Philipp Reemtsma entführt und erpreßt wurde. Bis zur Geldübergabe von DM 30 Millionen befand er sich 33 Tage in den Händen seiner Entführer -- gefangen in einem Kellerloch.

Nun hat er ein Buch über diese Zeit geschrieben. Als Vorgeschmack sind Auszüge aus diesem Bericht in einer dreiteiligen Spiegel-Serie erschienen und diese Passagen waren beeindruckend. Der jetzt erschienene schmale Band beschreibt auf eine so noch nicht gelesene Art und Weise sein Leben im und nach dem Keller. Zunächst schildert Reemtsma den äußeren Ablauf der Entführung. Wie er brutal vor seinem Haus in Hamburg, Blankenese, niedergeschlagen und in einem Auto verschleppt wurde. Die Rolle seiner Frau, als sie die Polizei hinzuzog und das schwierige Verhandeln mit den Entführern selbst. Es ist die Perspektive von außen, wie sie später in den Medien nachgelesen werden konnte.

Der zweite Teil des Buches berichtet über Reemtsmas Aufenthalt im Keller. Um die notwendige Distanz zu wahren, schreibt er von sich in der dritten Person. "Er" im Keller hat mit der Person, die er vorher war und nachher ist, nicht das geringste zu tun.

Reemstma schildert seinen erzwungenen Aufenthalt, der eine absolute Extremsituation war, mit einer gedanklichen und sprachlichen Präzision, wie man sie in Büchern selten findet.

Mit aller Kraft versucht er die immer wieder aufsteigende Panik in Schach zu halten. In seinem Leben als Wissenschaftler hat er sich theoretisch mit Traumen und den Folgen von Folter beschäftigt. Die erlebte Todesangst im Keller, das hilflose Ausgeliefertsein an Entführer, die er nicht einschätzen kann, ist etwas völlig anderes und mit nichts zu vergleichen. Sein Leben wird von anderen Menschen auf sein Geld reduziert: "It's just a business" -- nichts weiter.

Es geht ihm nicht um Mitleid oder Lamentieren. Es geht darum, daß durch diesen Eingriff von außen der innerste Kern der Persönlichkeit eines Menschen angetastet wurde, und auf irreparable Weise verletzt bleibt. Auch als er viel später der Polizei dabei behilflich ist, den Keller, in dem er gefangengehalten wurde, zu identifizieren, stellt sich das erhoffte Erleichtertsein nicht ein. Der Keller ist aus seinem Leben nicht mehr wegzudenken -- nicht einmal mit der größtmöglichen Anstrengung. Reemtsma zieht ein niederschmetterndes Resümee:

Das Gefühl, um das ich mich hier bemüht habe, ist kaum anders auf den Punkt zu bringen: Alles ist, wie es war, nur paßt es mit mir nicht mehr zusammen. Als trüge ich eine Brille, die alles einen halben Zentimeter nach links oder rechts verschiebt.

Am Ende seiner Aufzeichnungen steht die verzweifelte Erkenntnis, daß alles was wichtig ist, in der Welt ist, "und ich bin eben nicht darin". --Manuela Haselberger

Pressestimmen

Was er erlebte und erlitt, ist in der Tat ein geballter Filmstoff. Wann hat es das je gegeben, daß das Opfer einer Entführung derart reflexionsfähig gewesen wäre wie Jan Philipp Reemtsma? (Der Spiegel)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Sagittarius am 2. August 2011
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
2012, darf man der Recherche im Internet glauben, wird der Haupttäter der Entführung freikommen."Eine Verkürzung der Haft auf zwei Drittel der Zeit war im Sommer abgelehnt worden. Drach wird nun voraussichtlich erst 2012 entlassen."

Die Recherche ergibt weiter, dass dieser erbittert über die lange Haft sei."Aus Ermittlerkreisen verlautete, dass Drach Helfern oder Mithäftlingen offenbar aus der Haft heraus signalisiert hat, dass er Zugriff auf das Lösegeld habe. Von den 15,3 Millionen Euro Beute sind nach der Entführung lediglich 700 000 Euro wieder aufgetaucht."

Was wird bei dem Entführungsopfer Reemtsma solche Nachrichten auslösen?

Ungeschminkt hatte R. seine Zeit im Keller reflektiert, nicht nur geschildert, sondern mit seinen Erkenntnisse als Nach-denker abgeglichen. In diesem Buch wird kein Image bewahrt oder ein neues aufgebaut.

Vielmehr wird die eigene Gefühlslage, die eigene Ohnmacht, der eigene Hass ohne Schonung analysiert, teilweise durch stilistische Distanzierung, eine Verlagerung in die dritte Person,aber deswegen nicht weniger scharf hinschauend.

Wann je wurde eine Angst, eine Regression, die mehr oder weniger gelingenden Strategien der Bewältigung so präzise beschrieben ?

Über Trauma nachdenken und dies dann selbst erleben, ist eine neue Dimension.

Die Lektüre ist anspruchsvoll und zugleich packend.

Hilft der Intellekt ? In jedem Fall erlaubt er eine Einordnung,und, soweit hier fast im Sinne eines Ockhamschen Rasiermessers alle Stilisierungen und damit Verfälschungen weggelassen werdeen, ist dies ein hilfreicher Einblick in ein Leben in der Ausnahmesituation des Ausgeliefertseins.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Cat of Ulthar am 9. Juni 2012
Format: Taschenbuch
Reemtsma wird, von langer Hand vorbereitet, entführt. Abends vor dem eigenen Haus, alles geht ganz schnell. Ein Lösegeld in bis dahin für die Bundesrepublik einmaliger Höhe wird gefordert. Eine Nummer zu groß für die Ehefrau, welche sich Hilfe bei der Polizei holt, ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Erpresser beginnt. Handys waren noch die Ausnahme, ein nervenaufreibender Informationsaustausch per Brief und verschlüsselten Anzeigen in der Hamburger Morgenpost folgt.

Der Erpresser, intelligent aber hochnervös, sorgt dafür, dass sich die Polizei aus den Geldübergabeversuchen heraushält, ein Rechtsanwalt begleitet sie, zwei Geldübergaben scheitern, die Übergabe soll nun mit zwei Vertrauten Reemtsmas erfolgen. Nach 33 Tagen geht der Krimi gottseidank glimpflich aus, die Geldübergabe funktioniert, Reemtsma kommt frei.

Die parallel zu dieser Außenwelt verlaufende Erlebniswelt "Im Keller" steht der Rahmenhandlung spannungsmäßig in nichts nach. Wie genau der Betroffene in der Lage ist, seine Umgebung objektiv zu erfassen ist außerordentlich. Er sondiert die räumliche Lage, wertet Zeichen aus, zieht Schlüsse des mit ihm kommunizierenden Hilfspersonals. Welche Details können einen Vorteil, welche einen Nachteil bedeuten, offenbar hat er es mit einigermaßen intelligenten, selbstbewussten Entführern zu tun, was die Überlebenschancen für ihn erhöhen könnte.

Das Packenste: seine Kommunikation. Die Briefe nach draußen, er lässt Erlebtes anklingen (Wittgenstein, Rocky-Film), tröstet seine Familie. Er bringt richtige und falsche Zitate, welche Informationen über die Entführer und seine Lage geben sollen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 10. September 1999
Format: Taschenbuch
Die Geschichte der Entführung Reemtsmas dürfte den meisten noch aus den Medien in Erinnerung sein. Doch sind solche Meldungen, wenn erst mal eine Weile verstrichen ist, schnell wieder vergessen. Niemand macht sich noch lange Gedanken, wie sich ein Entführungsopfer wohl fühlen mag, was in den Bekannten und Verwandten vorgeht und wie das Opfer in seinem weiteren Leben mit der Last der Erinnerung umgehen kann.
Diese Gedanken werden in einem erst bei der Lektüre dieses Buches wach gerufen, denn Reemtsma versteht es hervorragend, die Masse an Eindrücken, Überlegungen, Ängsten und Plänen des Opfers dem Leser nahe zu bringen. Zunehmend stellt sich der Leser vor, er würde selbst in einem Keller gefesselt sitzen, und überlegt, wie er wohl mit dieser Situation umgehen würde. Reemtsma gelingt es dabei, durch seine exakten Beschreibungen, die auch lange Zeit nach der Entführung noch erstaunlich ins Detail gehen, ein so weit möglich authentisches Bild zu vermitteln. Das macht dieses Buch nicht nur spannend, sondern auch bedrückend, denn man wird sich bei dessen Lektüre erst richtig des Ernstes einer Entführungssituatuion bewusst.
Letztenendes ist es ein großes Glück für die Leser, dass Reemtsma zur Verarbeitung seiner eigenen Erinnerungen dieses Buch schrieb, weil es ein Mann tat, der hervorragend mit der Sprache umzugehen weiß. Das erleichtert das Lesen und verdeutlicht den Umstand, dass hier nicht eine fiktive Story erzählt wird, sondern jegliches Element leider bitterste Realität ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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