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Im Irrgarten der Intelligenz: Ein Idiotenführer (edition suhrkamp)
 
 
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Im Irrgarten der Intelligenz: Ein Idiotenführer (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Hans Magnus Enzensberger
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 59 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (27. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351812532X
  • ISBN-13: 978-3518125328
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,6 x 0,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 134.110 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Magnus Enzensberger
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein Prosit auf den Idiotenführer! Kurzweilig ist er allemal ... Schön, hier im Einzelnen nachlesen zu können, warum der Intelligenztest nicht hinhaut, nicht hinhauen kann. Enzensberger erinnert an das schreiend Weltfremde des Testzugriffs auf die Welt. ... Die Welt der Intelligenztests lässt die Intelligenz, diese verjüngende, belebende Kraft, alt aussehen.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Kurzbeschreibung

Intuitiv heftet man Freunden oder Kollegen schnell den semantischen Orden »hochintelligent« ans Revers, Intelligenz gilt neben Flexibilität und Teamfähigkeit als Kardinaltugend der Gegenwart. Wenn der subjektiv plausible Befund jedoch objektiviert werden soll, stößt man auf seltsame geometrische Figuren, Zahlenreihen und Listen mit Tieren, von denen eines angeblich nicht zu den anderen paßt. In seinem Essay setzt sich Hans Magnus Enzensberger mit der Geschichte und den Tücken der Verfahren auseinander, mit denen Psychologen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an der Vermessung der Intelligenz arbeiten. Er kommt zu dem Ergebnis: »Wir sind eben nicht intelligent genug, um zu wissen, was intelligent ist.«

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nicht Treue, Tapferkeit, Weisheit, Demut, Ritterlichkeit, sondern: Flexibilität, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und - vor allem - Intelligenz seien die Kardinaltugenden unserer Zeit. Diese berechtigte Feststellung wird Enzensberger zum Ausgangspunkt einer kurzweiligen Führung durch den "Irrgarten der Intelligenz" für lesende Idioten, will heißen: für die Laien der Intelligenzforschung. (Oder doch für die, denen es an Intelligenz fehlt?)
Enzensberger präsentiert die Abgründe und Absurditäten des Begriffs und der Erforschung der Intelligenz. Demjenigen Laien-Idioten, der ein gesundes Maß an Skepsis den Segnungen der empirischen Wissenschaften gegenüber in sich trägt, vermag dies zwar nichts grundlegend Neues zu vermitteln - denn dass Intelligenz nichts anderes ist als das, was Intelligenztests messen (so zitiert Enzensberger Edwin Boring), dürfte jedem halbwegs raisonablen Menschen aufgehen. Immerhin aber bereitet das Büchlein einem solchen Leser ein bizarr-unterhaltsames Stündchen.
Allen anderen dürfte dieses Stündchen zwar weniger unterhaltsam sein, dafür aber vielleicht wenigstens lehrreich. Und selbst wenn die Intelligenzforschung in Zeiten der Hirnforschung nicht mehr recht en vogue ist, worauf Enzensberger hinweist, so könnte man doch immerhin aus deren Blüten lernen und könnte aufhören selbst welche treiben zu lassen.

Das Buch zu lesen schadet jedenfalls nichts, bestenfalls wird es sogar zum angenehmen Zeitvertreib. Allerdings konnte ich mich, Zeit vertreibend, nicht des Eindrucks erwehren, dass Enzensbergers Werk nicht sonderlich originell ist. Vielmehr wirkt es so, als ob er weite Passagen des Buches zumindest sinngemäß abgeschrieben hätte (z.B. bei dem von ihm zitierten Stephen Jay Gould: The Mismeasure of Man) - auch wenn ich diesen Verdacht mangels Kenntnis nicht belegen kann. Außerdem bemüht sich Enzensberger einigermaßen erfolglos um Ironie.
Denn dass es sich in der Causa 'Intelligenz' um eine ernstzunehmende Angelegenheit nicht handelt, davon kann Enzensberger seinen wohlgesonnenen Leser zwar überzeugen. Trotzdem oszilliert der Text eigenartig zwischen einer zu kurz geratenen Auseinandersetzung und einer unironischen Abrechnung. Es bleibt somit offen, was von Enzensbergers "Essay" zu halten ist: ein "Versuch" ist es wohl, der sich dem Regress und der logischen Stringenz zu entziehen versucht, wie sein Autor zum Ende schreibt. Woran aber sollte man festmachen, ob dieser Versuch gelungen ist?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
nicht wirklich erhellend 18. Juli 2011
Von M.T.C.
Format:Taschenbuch
"Man weiß nicht genau, was Intelligenz ist" und "Intelligenz ist das, was der Intelligenztest misst". Auf diese beiden Aussagen lässt sich das Werk, welches an sich schon sehr kurz gehalten ist, zusammenfassen. Das wusste ich schon vorher.
Allerdings habe ich aufgrund des Titel eine sprachlich ansprechende, z.B. leicht ironische bzw. sarkastische, Aufarbeitung des Themas erhofft.
Dagegen bearbeitet Enzensberger das Thema so reizlos auf, indem er schlicht die Ergebnisse von Wissenschaftlern rezitiert, dass es einfach langweilig ist. Dass man auf Basis gesicherte wissenschaftlicher Erkenntnisse argumentieren soll, ist richtig, allerdings frage ich mich, wieso es einer Zusammenfassung dieser durch Enzensberger bedarf. Das ist schlichtweg uninspirierend.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Serenus Zeitblom TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
"Wir sind aber nicht intelligent genug, um zu wissen, was Intelligenz ist"

Wahr, wahr ... und das gilt so auch für manche anderen Themen, derer sich Enzensberger in seiner langen großbürgerlich-intellektuellen Karriere annahm. Was ihn offenbar nicht hindert, wieder einmal knapp 50 Seiten bei suhrkamp niederzuschreiben.

Hans Magnus Enzensbergers Ansatz ist, etwas Begriffsgeschichte aus seinen Lexika zusammenzustellen. Weiter kreist er sprachlich den Begriff ein und drischt en passant auf die aus seiner Sicht Möchtegern-Intelligenten ein (man hat das Gefühl: alle außer ihm?).

Abheben als gut gelungen möchte ich die Teile, in denen er die ideologische Ausrichtung der anfänglichen "Intelligenz-Forschung" seziert. Warum, von wem und wie wurden solche Konzepte propagiert? Eigenartig ist, dass er hier halt macht. Da hätte er nämlich aus dem "Versuch", dem "Essay", etwas Gelingendes reifen lassen können.
Bourgeoisiefreie Informatiker wie Gunter Dueck, aber auch Intelligenz-Spezialisten wie etwa der unkonventionelle Martin Gardner sind ansonsten zu diesem Thema der Intelligenz, der -messung oder -wichtigkeit wohl deutlich weitergekommen.

Interessantes Thema, es ist jedoch leider von Enzensberger verschenkt worden. Bei jemand wie ihm sollte man sich eigentlich nicht am Ende fragen müssen, ob dieser so genannte "Idiotenführer" nun _für Idioten war oder doch ... ;-)
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