Kurzbeschreibung
Erstickend im Stumpfsinn des kolonialen Südafrika zur Zeit der Apartheid, gefangen mit seinen schwarzen Leibeigenen in einem Netz gegenseitiger Unterdrückungen, Bespitzelung und Verdächtigung, sucht ein verwitweter, weißer Schafzüchter private Erlösung in den Armen einer Geliebten. Sie ist schwarz, und sie ist die blutjunge Frau seines Vorarbeiters. Diese Verletzung der Rassenschranken markiert das Ende des unsicheren feudalen Friedens. Seine verbitterte, ledig gebliebene Tochter sinnt auf blutige Rache und führt sie auch aus. Oder spielt sie alles nur in Gedanken durch? Ist diese schmerzhafte Geschichte nur die Ausgeburt einer rachsüchtigen Phantasie? Die Deutung dieser 266 tagebuchartigen Aufschreibungen bleibt dem Leser überlassen.
Der Verlag über das Buch
Erstickend im Stumpfsinn des kolonialen Südafrika, sucht ein verwitweter weißer Schafzüchter Trost in den Armen einer jungen Schwarzen. Die tagebuchähnlichen Aufzeichnungen seiner verbitterten ledigen Tochter zeigen, wie schwerwiegend diese Verletzung der Rassenschranke in ihren Augen ist, sie offenbaren aber zugleich auch ihre Haßliebe zu Südafrika, seiner unerbittlichen Landschaft und seinen gesellschaftlichen Strukturen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
J. M. Coetzee, 1940 in Kapstadt geboren und Literaturprofessor in seiner Heimatstadt, gehört zu den meistgerühmten südafrikanischen Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. zweimal mit dem Booker-Preis - für Leben und Zeit des Michael K. (1983) und für Schande (1999).