Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Als Marguerite van Geldermalsen in der magischen Felsenstadt Petra auf den Beduinen Mohammad trifft, ist es der Beginn eines neuen Lebens. Sie verliebt sich, heiratet und zieht schon bald mit ihrem Mann in eine der 200 Jahre alten Felshöhlen. Sie wird seine Frau, die Mutter seiner Kinder – und Teil der uralten Kultur der Beduinen. Dies ist die Geschichte einer großen, alle vermeintlichen Grenzen überwindenden Liebe und ein bewegender Einblick in eine unbekannte Welt.
Für alle Leser von »Die weiße Massai«.
Klappentext
Berliner Zeitung
Über den Autor
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
»Wo übernachtet ihr?«, fragte der Beduine. »Warum bleibt ihr heute Nacht nicht bei mir - in meiner Höhle?«
Ich lernte Mohammad Abdallah in Petra kennen. Meine Freundin Elizabeth und ich saßen auf den in den Felsen gehauenen Stufen des Schatzhauses, den Rücken gegen eine gigantische Säule gelehnt, als der junge Mann sich auf die Stufe unter uns setzte und mit uns zu plaudern begann. Er hatte sich ein rotweißes Tuch mit Troddeln und Fransen um den Kopf geschlungen und trug einen flaschengrünen Synthetikanzug nach westlichem Schnittmuster.
Elizabeth und ich waren zusammen durch Griechenland und Ägypten gereist und befanden uns nun seit etwa einer Woche in Jordanien. Es ging uns gut. In Amman hatten wir bei einem Paar aus Neuseeland gewohnt und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besichtigt. Wir hatten das Museum, die Zitadelle und das Römische Theater gesehen und Tagesausflüge nach Madaba mit seinem berühmten Fußbodenmosaik in Form einer Landkarte sowie zu der gut erhaltenen römischen Stadt Jerash im Norden unternommen. Dort hatten wir dann den letzten Linienbus verpasst, doch ein paar Stunden später war eine Gruppe Amerikaner mit einem eigenen klimatisierten Bus vorbeigekommen - unsere Rettung. Sie wurden begleitet von einem einheimischen jordanischen Führer, der den merkwürdigen Namen Joe trug und Englisch mit einem übertriebenen amerikanischen Akzent sprach. Die Amerikaner nahmen uns nicht nur mit zurück nach Amman, sondern am folgenden Tag auch mit nach Petra.
Nach der Fahrt in dem angenehm temperierten Bus kam uns an jenem Spätvormittag, als wir auf dem staubigen Parkplatz am Eingang zu der alten Stadt ausstiegen, die Hitze umso drückender vor. Die Gruppe hatte eine Besichtigungstour organisiert, und bevor wir auch nur daran denken konnten, unsere eigenen Pläne zu machen, stellte Joe uns einem Freund vor, der sehr förmlich sagte: »Willkommen. Mein Name ist Rashid. Ich komme aus Moses-Tal. Ich werde euch Petra zeigen.«
Moses-Tal war das Dorf mit den Steinmauern und Obstbäumen, durch das wir gerade gekommen waren, als der Bus sich unter häufigem abruptem Bremsen von den Bergen hinabgeschlängelt hatte. Joe hatte uns auf die Quelle aufmerksam gemacht, wo Moses »an den Felsen schlug und Wasser hervorsprudelte«, und über sein Mikrofon erklärt, dass das Tal und das Dorf den gleichen Namen trügen: Wadi Musa oder Moses-Tal.
Ich schätzte Rashid auf Anfang zwanzig, mein Alter. Er war dünn, hatte dunkles Haar, eine blasse olivenfarbene Haut, wache Augen und ein unsicheres Lächeln. Er trug eine schlichte Hose und ein Hemd mit offenem Kragen. Wir stellten uns vor und gaben ihm die Hand.
»Lizabeth«, bemerkte er. »Queen Lizabeth.«
Meine Freundin Elizabeth, eine braun gebrannte Australierin, hatte keine einzige Falte im Gesicht, obwohl sie einige Jahre älter und weiser war als ich. Ihr freundliches Lächeln verriet nicht, dass sie diese Bemerkung nicht zum ersten Mal hörte.
Es gab weder Eingangstore noch musste man Eintritt bezahlen, und Rashid versicherte uns, dass auch er kein Geld von uns verlangen werde. Also nahmen wir unser Gepäck und folgten ihm den Pfad hinab nach Petra.
Ruinen hatten wir eigentlich genug gesehen. In den vergangenen Monaten waren wir in so vielen Museen mit altertümlichen Exponaten gewesen und hatten so viele archäologische Stätten mit eingestürzten Säulen besichtigt, dass wir nur noch schlecht weitere historische Fakten aufnehmen konnten. Deswegen hörte ich kaum zu, als Rashid uns erzählte, dass die Nabatäer ein Volksstamm gewesen seien, der jahrhundertelang in dieser Region geherrscht habe. Es interessierte mich in diesem Moment einfach nicht, und so setzte ich nur eine verstaubte Sandale vor die andere. Nirgendwo gab es Schatten, und es war brütend heiß.
Irgendwann kamen ein oder zwei Pferde an uns vorbei, wirbelten Staub auf und ließen nach nassem Stroh riechende Äpfel fallen. Eine Weile lang führte der Pfad zwischen Sandsteinbergen hindurch, die beständig höher wurden und dichter heranrückten. Dann öffnete sich der Felsen vor uns zu einer schattigen Schlucht, dem so genannten Sik. »Das ist der einzige Weg nach Petra«, sagte unser Führer. »Deshalb ließ die Stadt sich leicht schützen.« Es war klar, was er meinte. Die Schlucht war nur wenige Meter breit und die rötlichen und ockerfarbenen Felswände ließen kaum Sonne hinein. Nur hin und wieder verfing sich ein Strahl in den grünen Blättern der Feigenbäume hoch oben.
Die Touristen, mit denen wir im Bus hergekommen waren, ritten auf Pferden an uns vorbei, winkten und lachten. Die Führer der Gruppe rafften ihre langen Gewänder, und die Enden ihrer Kopfbedeckungen flatterten, als sie den Pferden mit Stöcken drohten und einander irgendetwas zuriefen. Die meisten von ihnen trugen weiße thaubs (knöchellange, weite Hemden), der ein oder andere jedoch auch ein graues, hellbraunes oder dunkles thaub mit Nadelstreifen. Ihre Kopfbedeckung bestand aus dem mendeel, einem großen rot-weißen, schwarz-weißen oder einfach weißen Baumwolltuch, das wie ein Dreieck gefaltet war und auf das ein mirreer, eine dicke schwarze Kordel in Form eines Doppelrings, aufgelegt wird. Sie wirbelten auf dem steinigen Pfad ordentlich Staub auf, dazu wurde unser Gepäck immer schwerer, und wir fingen trotz des Schattens an zu schwitzen.
Eine halbe Stunde später wurde dann endlich das Bild lebendig, das ich zum ersten Mal in der jordanischen Botschaft in Kairo gesehen hatte. Plötzlich zeichnete sich zwischen den ziegelroten Wänden des Sik oberhalb der blühenden Oleanderbüsche ein Eckchen eines riesigen sonnenbeschienenen Monuments ab. Der Rest der Fassade kam zum Vorschein, als der Sik plötzlich endete und in einen Talkessel mündete. Wir stellten unser Gepäck ab und lehnten uns an einen im Schatten liegenden Felsen. Die Fassade des Bauwerks gegenüber wirkte wie ein griechischer Tempel.
Einige Touristen stiegen die Treppe hinauf und verschwanden durch eine Tür. Von dort, wo mehrere Männer im Schatten herumsaßen, drang der schwache, wohltuende Geruch von Holzrauch zu uns herüber. Ein paar der Männer, die abgerissene thaubs und überlange Anzugjacken trugen, kamen zu uns herüber und versuchten, uns etwas zu zeigen, aber wir winkten ab, und sie verschwanden wieder. Wir waren offensichtlich einfache Reisende, keine Touristen mit Geld. Wir blickten die Fassade empor. Sie war direkt in den Felsen gehauen und reichte fast bis zu dessen Spitze.
Wie auf Kommando rasselte Rashid seine Geschichte herunter. »Das ist das Khazne, arabisch für Schatzhaus. Die Nabatäer haben es vor zweitausend Jahren per Hand in den Felsen gemeißelt. Wir wissen nicht, ob es sich um einen Tempel oder um eine Grabstätte handelt. Die Beduinen hier denken, dass sich in der Urne auf der Spitze der Schatz des Pharaos befindet.«
Die Urne war Teil des unbehauenen Felsens, aber die Seite, die wir sehen konnten, war pockennarbig, so als habe man sie mit einer Spitzhacke bearbeitet. »Aber hier gibt es keinen Schatz, nur Felsen. Diese Einschusslöcher stammen von Beduinenkämpfen.«
Beduinen! Dieses Wort umgab etwas Geheimnisvolles, Romantisches. Es klang nach Weite, nach Freiheit. Auf einmal war ich voll bei der Sache.
»Wer sind sie? Was ist anders an ihnen? Wie können wir einen von ihnen kennen lernen?«, fragte ich aufgeregt. Mehrere Reisende, einschließlich der Neuseeländer, bei denen wir in Amman gewohnt hatten, hatten uns erzählt, dass man in Petra bei den Beduinen zu Gast sein konnte.
Die Beduinen, so erzählte uns Rashid, waren Nomaden. Ich hörte die Verachtung in seiner Stimme, als er fortfuhr. »Sie leben hier in Zelten und Höhlen. Sie haben keine Schulbildung und keine sanitären Anlagen.« Für Elizabeth und mich klangen seine Worte nach Abenteuer.
Rashid war, wie er uns versicherte, kein Beduine. Die Beduinen lebten nicht in Häusern wie die zivilisierten Menschen seines Stammes. In Wadi Musa wohnte man in Häusern mit Glasfenstern und...
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
»Wo übernachtet ihr?«, fragte der Beduine. »Warum bleibt ihr heute Nacht nicht bei mir - in meiner Höhle?«
Ich lernte Mohammad Abdallah in Petra kennen. Meine Freundin Elizabeth und ich saßen auf den in den Felsen gehauenen Stufen des Schatzhauses, den Rücken gegen eine gigantische Säule gelehnt, als der junge Mann sich auf die Stufe unter uns setzte und mit uns zu plaudern begann. Er hatte sich ein rotweißes Tuch mit Troddeln und Fransen um den Kopf geschlungen und trug einen flaschengrünen Synthetikanzug nach westlichem Schnittmuster.
Elizabeth und ich waren zusammen durch Griechenland und Ägypten gereist und befanden uns nun seit etwa einer Woche in Jordanien. Es ging uns gut. In Amman hatten wir bei einem Paar aus Neuseeland gewohnt und alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besichtigt. Wir hatten das Museum, die Zitadelle und das Römische Theater gesehen und Tagesausflüge nach Madaba mit seinem berühmten Fußbodenmosaik in Form einer Landkarte sowie zu der gut erhaltenen römischen Stadt Jerash im Norden unternommen. Dort hatten wir dann den letzten Linienbus verpasst, doch ein paar Stunden später war eine Gruppe Amerikaner mit einem eigenen klimatisierten Bus vorbeigekommen - unsere Rettung. Sie wurden begleitet von einem einheimischen jordanischen Führer, der den merkwürdigen Namen Joe trug und Englisch mit einem übertriebenen amerikanischen Akzent sprach. Die Amerikaner nahmen uns nicht nur mit zurück nach Amman, sondern am folgenden Tag auch mit nach Petra.
Nach der Fahrt in dem angenehm temperierten Bus kam uns an jenem Spätvormittag, als wir auf dem staubigen Parkplatz am Eingang zu der alten Stadt ausstiegen, die Hitze umso drückender vor. Die Gruppe hatte eine Besichtigungstour organisiert, und bevor wir auch nur daran denken konnten, unsere eigenen Pläne zu machen, stellte Joe uns einem Freund vor, der sehr förmlich sagte: »Willkommen. Mein Name ist Rashid. Ich komme aus Moses-Tal. Ich werde euch Petra zeigen.«
Moses-Tal war das Dorf mit den Steinmauern und Obstbäumen, durch das wir gerade gekommen waren, als der Bus sich unter häufigem abruptem Bremsen von den Bergen hinabgeschlängelt hatte. Joe hatte uns auf die Quelle aufmerksam gemacht, wo Moses »an den Felsen schlug und Wasser hervorsprudelte«, und über sein Mikrofon erklärt, dass das Tal und das Dorf den gleichen Namen trügen: Wadi Musa oder Moses-Tal.
Ich schätzte Rashid auf Anfang zwanzig, mein Alter. Er war dünn, hatte dunkles Haar, eine blasse olivenfarbene Haut, wache Augen und ein unsicheres Lächeln. Er trug eine schlichte Hose und ein Hemd mit offenem Kragen. Wir stellten uns vor und gaben ihm die Hand.
»Lizabeth«, bemerkte er. »Queen Lizabeth.«
Meine Freundin Elizabeth, eine braun gebrannte Australierin, hatte keine einzige Falte im Gesicht, obwohl sie einige Jahre älter und weiser war als ich. Ihr freundliches Lächeln verriet nicht, dass sie diese Bemerkung nicht zum ersten Mal hörte.
Es gab weder Eingangstore noch musste man Eintritt bezahlen, und Rashid versicherte uns, dass auch er kein Geld von uns verlangen werde. Also nahmen wir unser Gepäck und folgten ihm den Pfad hinab nach Petra.
Ruinen hatten wir eigentlich genug gesehen. In den vergangenen Monaten waren wir in so vielen Museen mit altertümlichen Exponaten gewesen und hatten so viele archäologische Stätten mit eingestürzten Säulen besichtigt, dass wir nur noch schlecht weitere historische Fakten aufnehmen konnten. Deswegen hörte ich kaum zu, als Rashid uns erzählte, dass die Nabatäer ein Volksstamm gewesen seien, der jahrhundertelang in dieser Region geherrscht habe. Es interessierte mich in diesem Moment einfach nicht, und so setzte ich nur eine verstaubte Sandale vor die andere. Nirgendwo gab es Schatten, und es war brütend heiß.
Irgendwann kamen ein oder zwei Pferde an uns vorbei, wirbelten Staub auf und ließen nach nassem Stroh riechende Äpfel fallen. Eine Weile lang führte der Pfad zwischen Sandsteinbergen hindurch, die beständig höher wurden und dichter heranrückten. Dann öffnete sich der Felsen vor uns zu einer schattigen Schlucht, dem so genannten Sik. »Das ist der einzige Weg nach Petra«, sagte unser Führer. »Deshalb ließ die Stadt sich leicht schützen.« Es war klar, was er meinte. Die Schlucht war nur wenige Meter breit und die rötlichen und ockerfarbenen Felswände ließen kaum Sonne hinein. Nur hin und wieder verfing sich ein Strahl in den grünen Blättern der Feigenbäume hoch oben.
Die Touristen, mit denen wir im Bus hergekommen waren, ritten auf Pferden an uns vorbei, winkten und lachten. Die Führer der Gruppe rafften ihre langen Gewänder, und die Enden ihrer Kopfbedeckungen flatterten, als sie den Pferden mit Stöcken drohten und einander irgendetwas zuriefen. Die meisten von ihnen trugen weiße thaubs (knöchellange, weite Hemden), der ein oder andere jedoch auch ein graues, hellbraunes oder dunkles thaub mit Nadelstreifen. Ihre Kopfbedeckung bestand aus dem mendeel, einem großen rot-weißen, schwarz-weißen oder einfach weißen Baumwolltuch, das wie ein Dreieck gefaltet war und auf das ein mirreer, eine dicke schwarze Kordel in Form eines Doppelrings, aufgelegt wird. Sie wirbelten auf dem steinigen Pfad ordentlich Staub auf, dazu wurde unser Gepäck immer schwerer, und wir fingen trotz des Schattens an zu schwitzen.
Eine halbe Stunde später wurde dann endlich das Bild lebendig, das ich zum ersten Mal in der jordanischen Botschaft in Kairo gesehen hatte. Plötzlich zeichnete sich zwischen den ziegelroten Wänden des Sik oberhalb der blühenden Oleanderbüsche ein Eckchen eines riesigen sonnenbeschienenen Monuments ab. Der Rest der Fassade kam zum Vorschein, als der Sik plötzlich endete und in einen Talkessel mündete. Wir stellten unser Gepäck ab und lehnten uns an einen im Schatten liegenden Felsen. Die Fassade des Bauwerks gegenüber wirkte wie ein griechischer Tempel.
Einige Touristen stiegen die Treppe hinauf und verschwanden durch eine Tür. Von dort, wo mehrere Männer im Schatten herumsaßen, drang der schwache, wohltuende Geruch von Holzrauch zu uns herüber. Ein paar der Männer, die abgerissene thaubs und überlange Anzugjacken trugen, kamen zu uns herüber und versuchten, uns etwas zu zeigen, aber wir winkten ab, und sie verschwanden wieder. Wir waren offensichtlich einfache Reisende, keine Touristen mit Geld. Wir blickten die Fassade empor. Sie war direkt in den Felsen gehauen und reichte fast bis zu dessen Spitze.
Wie auf Kommando rasselte Rashid seine Geschichte herunter. »Das ist das Khazne, arabisch für Schatzhaus. Die Nabatäer haben es vor zweitausend Jahren per Hand in den Felsen gemeißelt. Wir wissen nicht, ob es sich um einen Tempel oder um eine Grabstätte handelt. Die Beduinen hier denken, dass sich in der Urne auf der Spitze der Schatz des Pharaos befindet.«
Die Urne war Teil des unbehauenen Felsens, aber die Seite, die wir sehen konnten, war pockennarbig, so als habe man sie mit einer Spitzhacke bearbeitet. »Aber hier gibt es keinen Schatz, nur Felsen. Diese Einschusslöcher stammen von Beduinenkämpfen.«
Beduinen! Dieses Wort umgab etwas Geheimnisvolles, Romantisches. Es klang nach Weite, nach Freiheit. Auf einmal war ich voll bei der Sache.
»Wer sind sie? Was ist anders an ihnen? Wie können wir einen von ihnen kennen lernen?«, fragte ich aufgeregt. Mehrere Reisende, einschließlich der Neuseeländer, bei denen wir in Amman gewohnt hatten, hatten uns erzählt, dass man in Petra bei den Beduinen zu Gast sein konnte.
Die Beduinen, so erzählte uns Rashid, waren Nomaden. Ich hörte die Verachtung in seiner Stimme, als er fortfuhr. »Sie leben hier in Zelten und Höhlen. Sie haben keine Schulbildung und keine sanitären Anlagen.« Für Elizabeth und mich klangen seine Worte nach Abenteuer.
Rashid war, wie er uns versicherte, kein Beduine. Die Beduinen lebten nicht in Häusern wie die zivilisierten Menschen seines Stammes. In Wadi Musa wohnte man in Häusern mit Glasfenstern und fließendem Wasser. Manche waren sogar aus Stahl und...