"Im Griff der Schwarzen Eiche" ist ein DSA-Soloabenteuer. Es handelt sich um den zweiten Teil einer Trilogie. Die Geschichte setzt somit die Ereignisse aus Band I (Die Schwarze Eiche) fort und kann (muss aber nicht) mit dem gleichen Helden gespielt werden. Ich war im Gegensatz zu meinem Vorredner auch vom ersten Teil bereits sehr angetan, wobei mir dieser zweite Teil ebenfalls mit Abstand noch besser gefallen hat.
Zum Inhalt: Das Abenteuer spielt im Königreich Andergast. Aus dem ersten Teil der Trilogie weiß der Held bereits, dass im Norden des Reiches eine Bedrohung heranwächst. Ziel der Geschichte ist es, den König darüber zu informieren. Aber wie immer stellen sich dem tapferen Recken noch eine Reihe von Hindernissen in den Weg...
Positives: Toll fand ich, dass man sich in der Stadt Andergast recht frei Bewegen kann. Das Buch enthält auf der letzten Seite eine Karte der Stadt auf der verschiedene Anlaufpunkte markiert sind. Diese Punkte können immer wieder und in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden. Es lohnt sich, zu verschiedenen Tageszeiten (die hier in Stunden statt Spielrunden bemessen werden) zu einem bereits besuchten Ort zurückzukehren, denn die Zeitkomponente ist auch in diesem Abenteuer entscheidend. Schön gemacht sind auch die beiden Gefährten die dem Helden zur Seite gestellt werden. Durch verschiedene Aktionen während des Spiels verändert sich deren Moralwert, also die Zuneigung die sie dem Charakter entgegenbringen. Spannend daran: Sie handeln auch entsprechend! Einer der beiden Begleiter ist magiebegabt, wodurch auch diese Spielkomponente erstmals sinnvoll in ein Soloabenteuer integriert wurde. Darüber hinaus wurde das bereits im ersten Teil eingeführte System mit dem Spielprotokoll im Anhang beibehalten.
Negatives: Es hat sich in der Druckversion ein kleiner Fehler eingeschlichen. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil dem Buch bereits ein loses Blättchen mit der Errata und dem fehlenden Absatz beiliegt. Spieltechnisch könnte man höchstens bemängeln, dass die Kämpfe durch das Führen von zwei zusätzlichen Figuren eine ziemliche Würfelei darstellen.
Enden kann das Abenteuer mit dem Tod des Helden, mit seiner Verhaftung oder mit einem Erfolg. Die Wahrscheinlichkeit nicht die Erfolgsvariante zu erwischen ist nicht so klein wie man anfangs vielleicht denken mag, was die ganze Sache spannend macht. Mein persönliches Fazit: Das bislang beste Soloabenteuer was ich gespielt habe, ich freue mich riesig auf den dritten, abschließenden Teil!