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Im Glaskäfig (OmU)
 
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Im Glaskäfig (OmU)

Günter Meisner , David Sust , Agustí Villaronga    Freigegeben ab 18 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Günter Meisner, David Sust, Marisa Paredes
  • Regisseur(e): Agustí Villaronga
  • Komponist: Javier Navarrete
  • Format: PAL
  • Sprache: Spanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
  • Erscheinungstermin: 31. Oktober 2008
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 107 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001DKEZD4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.233 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

In der kältesten Jugendstilvilla, die die Welt je gesehen hat, liegt der alte Nazikriegsverbrecher und pädophile Serienkiller Klaus in der eisernen Lunge, aus der seine genervte Frau den Stecker lieber heute denn morgen herausziehen würde. Da aber sei der junge Angelo vor, der eines Tages wie aus dem Nichts erscheint, sich von dem Alten als Krankenpfleger engagieren lässt und sofort das Kommando im Haus übernimmt. Angelo weiß alles über die Vergangenheit von Klaus und möchte sein Nachfolger werden.

Produktbeschreibungen

Klaus, ein ehemaliger KZ-Arzt, der in einem Lager schreckliche Versuche an Kindern durchgeführt hat, taucht nach Ende des Krieges mit seiner Familie in Spanien unter. Als seine dunklen Triebe ihn dort einholen und er wieder beginnt, kleine Jungen zu missbrauchen und zu töten, stürzt er sich aus Verzweiflung von einem Dach. Doch er überlebt schwer verletzt. Völlig gelähmt und nur noch von einem Beatmungsgerät am Leben gehalten, lebt Klaus seitdem zu Hause und wird von seiner Frau Griselda und der gemeinsamen Tochter Rena gepflegt. Eines Tages verschafft sich ein junger Mann völlig überraschend Zutritt zu seinem Zimmer und bietet ihm seine Dienste als Krankenpfleger an. Obwohl Griselda strikt dagegen ist besteht Klaus auf seiner Anstellung. Und Angelo beginnt ein perfides Spiel mit dem Patienten. Immer mehr dominiert er das Geschehen im Haus. Angetrieben von einer Mischung aus Faszination und Abscheu wird der Umgang mit Klaus für ihn bald zur Obsession. Als dieser erkennt, wie es um Angelo steht, ist es aber schon zu spät. Ihm bleibt nur noch, hilflos mit anzusehen, wie Angelo zunehmend die

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von billy VINE™-PRODUKTTESTER
"Im Glaskäfig" ist ein verstörendes und kontroverses Psycho-Drama welches sich gleich mehreren unangenehmen Themen annimmt und mit teils drastischen Szenen aufwartet. Die Geschichte wird ruhig aber durchaus mitreißend erzählt. Die Atmosphäre des Films wirkt sehr kühl und wird von einem äußerst treffenden und unheimlichen Score untermalt. Dazu kommt noch das ständig zu hörende Geräusch der künstlichen Lunge, welches die düstere Stimmung noch verstärkt. Zum Gelingen des Films tragen natürlich auch die großartigen Darsteller mit ihren klasse Leistungen bei.

"Im Glaskäfig" ist ohne Zweifel ein unbequemer Film und für Freunde des kontroversen Kinos unbedingt empfehlenswert.

Der Film liegt ausschließlich im spanischen Originalton vor. Die deutschen Untertitel heben sich passend vom Bild ab und sind gut lesbar.

9 von 10
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tabubruch als Kunstform 8. April 2009
Von harald666 VINE™-PRODUKTTESTER
22 Jahre hat es gedauert, bis dieser unterschlagene spanische Tabubrecher-Film endlich den Weg auf DVD gefunden hat. Und zwar ungekürzt. Der Film besticht durch eine extrem beklemmende Atmosphäre und eine abgründige Geschichte, die sich u.a. um Kindesmissbrauch und Sadismus dreht - aber ohne in die Gefielde der sogenannten "Torture-Porns" abzurutschen.
Im Gegenteil, dank seiner kunstvollen Inszenierung könnte IM GLASKÄFIG glatt als "Arthouse"-Film durchgehen. Allerdings als einer, der den Zuseher erschrecken, verunsichern und verstören möchte. Wie es sich für kontroverses, kompromissloses Kino auch gehört.

Mit ausführlichem Booklet und vom Label "Bildstörung" eigens produzierten Extras ein absoluter Pflichtkauf für Freunde extremer Filmerfahrungen.

(Harald L., filmtipps.at)
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kontroverses Meisterwerk 10. April 2009
Kein Monat ohne Jubelarie und schuld daran sind die Jungs und Mädels aus dem Hause BILDSTÖRUNG.

In steter Regelmäßigkeit befördert das junge Label diverse - mal mehr, mal weniger - obskure Perlen ans triste Tageslicht. So auch im Falle "Tras El Cristal", den man hierzulande (wenn überhaupt) als "Im Glaskäfig" kennen (und lieben) gelernt hat. Einmal mehr wird BILDSTÖRUNG seinem Namen gerecht; stellt man doch erneut das Weltbild eines jeden unbedarften Zuschauers auf den Kopf.

Villaronga schuf mit "Tras El Cristal" einen unglaublich kontroversen Film, der einem unwillkürlich das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wir wussten es schon längst, doch Villaronga trat mit seinem 1985 entstandenen Meisterwerk, das vor mehr als zwei Dekaden, genauer gesagt 1986 auf der Berlinale für einen handfesten Skandal sorgte, den endgültigen Beweis an: Der wahre Horror spielt sich ausschließlich im Kopf (oder im Falle "Tras El Cristal" ähnlich wie bei Michael Powells "Peeping Tom" im Auge) des Betrachters ab; er hat jedenfalls nichts mit frisch angerührtem Kunstblut oder ähnlichem Schnickschnack zu tun. Nein, dort, wo andere Regisseure aus bloßer Effekthascherei an der Gore-Schraube drehen, bricht der Meister, ähnlich wie es Pasolini mit seinen "120 Tagen von Sodom" oder Liliana Cavani mit "Der Nachtportier" tat, lieber mit gängigen Tabus, auch auf die Gefahr hin, mit der Zensur Probleme zu bekommen und obendrein in ein moralisch bedenkliches Licht gerückt zu werden.

Villaronga geht hierbei so ungemein geschickt vor, dass all das, was er mit seinen durchgestylten Bildern und kühlen Einstellungen zeigt, zwangsläufig noch sehr lange, wenn nicht gar Jahre nachschwingen wird - versprochen!

Sein verstörender Meilenstein in Sachen (unbequemer) ästhetischer Grenzüberschreitung (der infolge seiner Holocaust-Thematik und der einhergehenden, detailgetreuen Erzählweise auch ein kleinwenig an Stephen Kings Kurzgeschichte "Apt Pupil" aus dem Jahr 1982 erinnert) dürfte folglich all diejenigen begeistern, die Filme nicht ausschließlich als Konsum- oder Wegwerfware betrachten.

Zur Story:

"Im Glaskäfig" erzählt die von grenzenlosem und (selbst)zerstörerischem Sadismus zersetzte Lebensgeschichte von Klaus (brillant: Günter Meisner - u.a. "In weiter Ferne, so nah!"), einem vom Hals ab gelähmten, ehemaligen KZ-Arzt, der sich das Hitlersche Schreckenssystem zu nutzen machte, um seine homosexuellen Neigungen (übrigens ein von Villaronga gern aufgegriffenes Thema - siehe auch "El Mar - das Meer") an kleinen Jungs, die er letztendlich qualvoll tötete, auszuleben.

Nach dem Krieg begab sich das Monstrum von einem Menschen - zusammen mit seiner bürgerlichen Fassade" (sprich seiner Frau und seiner Tochter) - ins Exil. Dort angekommen folterte und mordete der Naziverbrecher weiter, und zwar bis zu dem Tag, als ihm der Umfang seines bis dato kümmerlichen Lebens bewusst wurde und er zum vermeintlich finalen Sprung vom Dach seiner Villa ansetzte. Der Suizidversuch scheiterte; seither befindet sich das personifizierte menschliche Ungetüm in einer eisernen Lunge und vegetiert vor sich hin.

Exakt hier setzt Villaronga an und dreht den Spieß um:

Ein geheimnisvoller, junger Mann will sich fortan als Krankenpfleger verdingen - für Klaus der Anfang vom Ende; aus dem Täter wird das Opfer und die Kamera schaut nicht weg...

Kurzum:

"Im Glaskäfig" ist eine tickende Zeitbombe, die Euer Wohnzimmer zum explodieren bringen wird. Anders ausgedrückt: Unbedingt kaufen - traut Euch!
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