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am 9. März 2014
Hervorragendes Alterswerk Walter Kaufmanns, der Anfang 2014 90 Jahre alt wurde. Ein Panorama eines Großteils des vorigen und des Beginns des 21. Jahrhunderts - sehr empfehlenswert! Außerdem ein schön und liebevoll gemachtes Buch.
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am 24. Juni 2014
.Bei der talkshow von Markus Lanz war der betagte Autor zu Gast.Er wirkte geistig und körperlich überhaupt nicht hinfällig,sondern höchst vital.Walter Kaufmann erzählte Geschichten aus seinem außergewöhnlichen Leben.Das Schicksal verschlug ihn aus Nazideutschland nach England,danach nach Australien,zuruck in die DDR.Er bereiste Israel,Irrland,Amerika als Journalist.Was mich besonders beeindruckte war, dass er viele Schicksalsschläge anscheinend gut verkraftete,ohne daran zu zerbrechen und sich Selbst und die Anderen immer hinterfragte.
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am 22. April 2016
Was den Autor so überaus sympathisch macht, ist seine Diskretion. Nachdem ihm in der DDR ziemlich übel mitgespielt wurde, sinnt er nicht auf Rache und nennt diejenigen, die ihn unterdrückten, anschwärzten oder gegen ihn intrigierten, nicht beim Namen. Er umschreibt die betreffenden Personen stattdessen mit feinen Worten, damit sie selber wissen, dass sie gemeint sind, der Leser aber nicht. So ist schreibt der Autor bspw. auf S. 273, dass ein 'nicht unbekannter Berliner Dichter und Präsidiumsmitglied des Schriftstellerverbandes' den Staatsorganen einst berichtete, dass er, Kaufmann 'Kontakt zu fragwürdigen Personen gehabt hatte'. Auf S. 272 ist zu lesen, dass 'ein in Kleinmachnow lebender Science-Fiction-Autor' den Sicherheitsorganen der DDR verriet, dass er, Kaufmann, Kontakt zu einer amerikanischen Agentin hatte. Nicht unerwähnt bleibt auch ein "prominenter Berliner Bildhauer', welcher dem Geheimdienst gegenüber behauptete, dass er, der Autor, republikfluchtwillige Ärzte in Finanzfragen beraten würde. Der Autor verrät, dass es ihm, als er nach der Wende seine Stasi-Akte las 'kalt über den Rücken lief'. Er habe während seiner Zeit in der DDR tatsächlich kurz davor gestanden, für viele Jahre als politischer Häftling in 'Bautzen' eingekerkert zu werden (S. 272).
Es habe aber auch Personen gegeben, die ihm nicht nur Übles wollten. Über diese Menschen berichtet der Autor in seinen Memoiren und teilt vielerlei Wissenswertes über die betreffenden Personen mit. Erwähnt werden:

BRUNO APITZ.
Kaufmann erzählt, dass Bruno Apitz der einzige Mensch war, den er 1960 zu seiner Hochzeitsfeier einlud. In der Gaststätte 'Budapest' in der Stalinallee in Berlin Lichtenberg hätten sie zu viert (Apitz, Kaufmann, Angela Brunner und deren Mutter) gespeist. Der Autor von 'Nackt unter Wölfen' sei zunächst 'ein wenig verwirrt', aber schon bald 'in Erzählerlaune' gewesen, so dass es eine schöne Feier geworden sei (S. 165f.).

BARBARA AUGUSTIN.
Die aus dem DDR-Kinderfernsehen bekannte Sprecherin des Hasen 'Hoppel' sei auch die Verfasserin diverser Kinderbücher gewesen, u. a. von 'Antonella und ihr Weihnachtsmann'. Nach der Wende sei sie Gastwirtin geworden, in ihrem Etablissement unweit des Märkischen Museums beging Kaufmann 2004 seinen 80. Geburtstag (S. 102).

WOLF BIERMANN.
Der Autor räumt ein, dass er sich 1976 bewußt nicht für Wolf Biermanns einsetzte, weil ihm Biermanns 'Gehabe und pfauenhafte Eitelkeit gegen den Strich ging' (S. 215).

TAMARA BUNKE.
Der Autor berichtet über seine Bekanntschaft mit Tamara Bunke, die während seiner Zeit auf Kuba nicht nur ihn, sondern auch Eberhard Panitz und Horst Salomon betreut habe. Bunke habe ihm, Kaufmann, ein Zusammentreffen mit Fidel Castro organisiert. Castros Worten habe er nicht immer folgen können, seinen Gesten aber sehr wohl. Es sei die ganze Zeit um 'Vaterland oder Tod...' gegangen (S. 171f.).

EDUARD CLAUDIUS.
Dem Ersten Sekretär des DSV begegnete Kaufmann Mitte der 50er Jahre. Claudius sei ein 'etwas rauhbeiniger', aus Essen stammender Kommunist gewesen, er habe ein 'hartes Lachen' und eine verkrüppelte Hand gehabt, welche ihm im Spanischen Bürgerkrieg zerschossen worden war. Er habe Kaufmann abgeraten, dauerhaft in die DDR zu kommen und gemeint, er solle doch lieber in seine Heimatstadt Duisburg zurückgehen (S. 156f.).

STEFAN HEYM.
Als sich 1979 mehrere DDR-Autoren mit Stefan Heym solidarisierten und dafür aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen wurden, habe er, Kaufmann 'stumm den Saal verlassen' und sich in einer nahen Kneipe mit Bier und ein paar 'Klaren' betrunken. Anschließend habe er sich eine Nacht lang selbst Vorwürfe gemacht, weil er nur stumm gegen den Ausschluß gestimmt, aber sich nicht dazu geäußert hatte. Er habe damals 'geschworen, aus seinem Herzen nie wieder eine Mördergrube zu machen.' (S. 215).

HORST HIEMER.
Der Autor erzählt, dass 'er eine große Zahl' von Freunden habe.' (S. 102). Einer von ihnen sei der aus Fernsehserien wie 'Dr. Schlüter' oder 'Hans Beimler, Kamerad' bekannte Schauspieler Horst Hiemer (S. 116)

KLAUS HÖPCKE.
Kaufmann gesteht, dass der einstige "Bücherminister" Klaus Höpcke sein Freund sei. Er sei in seinem hohen Amt 'stets erreichbar' gewesen und habe im Fall von Ärgernissen 'stets ein Ohr für ihn gehabt'. Höpcke habe sich offen gegen die politische Linie seiner Regierung gestellt und durchgesetzt, dass in der DDR trotz Protesten der Palästinenser Kaufmanns Buch über Israel erscheinen konnte. Höpcke habe sich bei Konflikten auf die Seite der Autoren geschlagen und verkündet, dass er sich von der Politik in die Bücher der DDR-Autoren 'nicht reinreden lasse.'. Höpcke sei immer 'fair und ausgewogen'. Wegen Volker Brauns 'Hinze-Kunze-Roman' habe er 1985 sogar ein Disziplinarverfahren in Kauf genommen. 1989 sei Höpcke offen für die Freilassung von Vaclav Havel eingetreten und habe dafür fast seine Posten als stellvertretender Kulturminister verloren, seit 1989 sei er außerdem bei jedem von Kaufmanns Geburtstagen anwesend gewesen (S. 108).

HENRYK KEISCH.
Kaufmanns Vorgänger als Generalsekretär des DDR-P.E.N.-Zentrums war seit dem Ende der 70er Henryk Keisch. Mit ihm sei er, Kaufmann, 1984 zum P.E.N-Kongress nach Tokio geflogen (S. 222).

HEINER MÜLLER.
Kaufmann schreibt, dass er 1956 Heiner Müller kennen lernte und den damals 27Jährigen bat, seinen Roman 'Crossroads' ins Deutsche zu übersetzen. (S. 126f.). Müller habe nach 'vertrackten Vereinbarungen' zugestimmt, ein paar Probeseiten anzufertigen, mit denen er aber nicht fertig wurde. Das 'Warten auf Müllers Probeseiten' habe ihn, Kaufmann, 'derart entnervt', dass er beschloß, wieder auf einem Schiff anzuheuern und zur See zu fahren (S. 136). In den kommenden Jahren habe er bei Müller immer mal wieder nachgefragt wegen der vereinbarten Probeseiten, der Dramatiker habe ihn immer wieder vetröstet, den Auftrag aber auch nicht an jemand anderen abgeben wollen. Mit 'Gelassenheit und überlegener Selbstbeherrschung' habe Müller, wenn Kaufmann drängte, gesagt: 'Gemach, mein Freund, was nicht ist, wird noch werden.' Nach vielen Jahren habe er Müller dann den Übersetzungsauftrag doch entzogen. Müller habe sich zunächst geweigert, den ihm überwiesenen Vorschuss zurückzuzahlen. Erst Jahre später habe er es als Dauerauftrag in 20-Mark-Raten per Postanweisung bei ihm abgestottert (S. 144). Am 4. November 1989 habe Müller auf dem Alexanderplatz über 'die Notwendigkeit starker Gewerkschaften' gesprochen und sei dafür 'ausgebuht' worden (S. 126).

FRITZ J. RADDATZ.
Der Autor berichtet, dass er Mitte der 50 von Australien aus mit Raddatz korrespondierte. Raddatz habe seinen, Kaufmanns, Roman 'Voices in the Storm' von Wolfgang Staudte ('Rosen für den Staatsanwalt') verfilmen lassen wollen. Aus Unerfahrenheit habe er, Kaufmann, den Vorgesetzten von Raddatz über dessen Filmpläne in Kenntnis gesetzt, was Raddatz 'erheblichen Ärger' einbrachte, so dass er die DDR 1958 verlassen mußte (S. 174f.).

URSULA RAGWITZ.
Kaufmann, der sich ab 1985 Generalseketär des DDR-PEN-Zentrums war, berichtet, dass er noch im selben Jahr von seinem Amt zurücktreten wollte und deshalb die Kulturbeauftragte ZK aufsuchte. Die Genossin Ragwitz habe auf sein Ansinnen 'frostig reagiert' und gemeint, sie würde Kaufmanns Wunsch 'zur Kenntnis nehmen' und mit ihren Vorgesetzten darüber beraten. Letzten Endes blieb Kaufmann im Amt, beim der nächsten Begegnung mit Ragwitz habe man es aber vermieden, einander die Hände zu reichen (S. 267)

DIETER SCHARFENBERG.
Mit Scharfenberg habe er, Kaufmann, einst eine Schiffsreise nach Beirut unternommen. 1974 wären sie gemeinsam in Damaskus gewesen. Als er, Kaufmann, einst am Schwielowsee seinen VW in morastigem Gelände festgefahren hatte, sei Scharfenberg herbeigeeilt, hinters Steuer geschlüpft und habe die Karre durch geschickte Fahrmanöver tatsächlich wieder frei bekommen. Der bekannte Hörspielregisseur sei immer hilfsbereit und äußerst 'feinfühlig' gewesen. Als Scharfenbergs Herz später schlapp machte, habe er, Kaufmann, sich sehr um den Kranken gesorgt. Einer von Scharfenbergs typischen Sätzen sei gewesen: 'easy does it, my friend!'. Verheiratet gewesen sei er mit Marianne-Christine Scharfenberg, der Autorin von 'Wir Sonntagskinder' (S. 115f.)

HARRY THÜRK.
Mit dem Drehbuchautor des Spionagefilms 'For Eyes Only' arbeitete Kaufmann 1962 zusammen, als er für einen dort auftretenden anerikanischen Offizier die englischsprachigen Dialoge schrieb und sie anschließend im Tonstudio auch selbst einsprach (S. 268)

BODO UHSE.
Uhse sei es gewesen, der ihn, Kaufmann, Mitte der 50er ermutigte, seinen Roman 'Crossroads' zu vollenden, da darin gezeigt wurde, wie 1951 in Australien durch einen Volksentscheid das Verbot der Kommunistischen Partei verhindert wurde (S. 127).
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am 21. Juni 2014
wenn man nicht dran bleiben kann und öfters unterbrechen muß. Aber nach einer Weile gehts und man findet sich zurecht. Ein interessantes Buch wenn man das Genre mag.
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