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Im Eis
 
 
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Im Eis [Gebundene Ausgabe]

Melanie McGrath , Margarete Längsfeld , Sabine Maier-Längsfeld
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [92kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Kindler (16. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463405946
  • ISBN-13: 978-3463405940
  • Originaltitel: White Heat
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 294.459 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ellesmere Island, ein paar hundert Kilometer südlich des Nordpols. Eine gewaltige, einsame Eislandschaft. Zwei amerikanische Touristen reisen zu einem Jagdausflug an. Sie werden geführt von Edie Kiglatuk, einer Inuk-Frau und erfahrenen Arktis-Jägerin. Der Ausflug endet für einen der Männer tödlich. Die Umstände seines Todes bleiben ungeklärt. Ayaynuaq heißt es in der Sprache der Inuit: Schlafende Hunde soll man nicht wecken. Als die Dorfältesten beschließen, die Sache auf sich beruhen zu lassen, geht Edie ihren eigenen Weg. Sie will die Wahrheit. Und ahnt nicht, dass sie sich damit mächtige Feinde macht. Sehr mächtige Feinde … «Edie ist eine geniale und sehr originelle Figur. Aber die eigentliche Heldin dieses Romans ist die Arktis selbst.» Sunday Telegraph

Über den Autor

Melanie McGrath wurde in Essex geboren. Als Journalistin schreibt sie für diverse britische Zeitungen und arbeitet außerdem als Radio-Redakteurin. Sie hat diverse, zum Teil preisgekrönte Sachbücher geschrieben. «Im Eis» ist ihr erster Roman. Melanie McGrath lebt in London.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein faszinierender Schauplatz 14. September 2011
Von Barclay
Format:Gebundene Ausgabe
Auf Ellesmere Island, einer weiten Eislandschaft im nördlichen Polarkreis, sind zwei Touristen zusammen mit der erfahrenen Führerin Edie Kiglatuk auf einem Jagdausflug. Als einer der Männer unter mysteriösen Umständen erschossen wird, beschließt der Ältestenrat der kleinen Inuit-Siedlung Autisaq, den Vorfall als Unfall abzutun. Edie ist damit nicht einverstanden, sie glaubt, es war Mord und als es bei einer weiteren Expedition ebenfalls zu einem Unglück kommt, beginnt sie Nachforschungen anzustellen.

Die kanadische Arktis: ein ungewöhnlicher und faszinierender Schauplatz, so bildhaft beschrieben, dass ich die weiten Eisflächen vor mir sah und die Kälte im Gesicht spüren konnte. Deutlich merkt man Melanie McGrath die Leidenschaft für Land und Leute an. Wunderbar beschreibt sie die harte Realität des Lebens der Einwohner in dieser komplett fremdartigen Welt mit ihren angepassten Lebensgewohnheiten und ihrem eigenen Rechtssystem. Die Klimaveränderung macht den Menschen Sorgen, die fehlende Ausbildung der Jugendlichen, die ihre Perspektivlosigkeit oft in Alkohol und Drogen ertränken. Die Selbstmordrate ist hoch bei den jungen Inuit. All das schildert die Autorin nüchtern und eindringlich, sie verknüpft ihr umfangreiches Wissen mit einer ungewöhnlichen, mit vielen Wendungen versehenen Geschichte, die selbst in den ruhigeren, handlungsärmeren Passagen eine so nicht erwartete Faszination auf mich ausübte. Die eingestreuten Begriffe und Namen der Inuit-Sprache füllen die Seiten mit Leben, auch wenn sie nicht leicht auszusprechen sind.

Vor allem in der Anfangsphase ist es eher ein Porträt der Menschen und ihrer Lebensumstände in der kanadischen Tundra als ein Krimi. Eingebettet in die atemberaubende Landschaft entwickelt sich die Krimihandlung erst allmählich, streckt sich über mehrere Monate, in denen auch mal außer dem Alltagsleben nichts passiert. Erst als Edie, aus deren Perspektive die Geschichte hauptsächlich erzählt wird, keine Ruhe gibt und immer mehr eigene Nachforschungen anstellt, kommt Bewegung ins Geschehen.

Edie, 33, geschieden, Alkoholikerin, mit einer Vorliebe für alte Stummfilme, ist eine originelle und sympathische Figur. Kraftvoll und entschlossen auf der einen Seite, auf der anderen unsicher und geplagt von Selbstzweifeln.

Ein weiterer sympathischer Charakter ist Derek Palliser, der eher ruhige und bedächtige Polizist des Ortes. Er kümmert sich mehr um seine Lemming-Forschung als um Recht oder Unrecht in der Tundra. Edie braucht einiges an hartnäckiger Überzeugungsarbeit, bis auch Derek begreift, was für eine große Sache hinter den Vorfällen steckt, die ihr keine Ruhe lassen.

Am Ende ist es der Autorin gelungen, die Lebens- und Denkweise der Inuit so verständlich rüberzubringen, dass man akzeptiert, dass sich die Dinge dort oben eben nur auf Inuit-Art klären lassen.

Der Schauplatz stiehlt der eigentlichen Krimihandlung die Show. Die epischen Beschreibungen dieser anspruchsvollen Erzählung machen das Buch zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von thoralb
Format:Gebundene Ausgabe
Für ihren Krimi hat Melanie McGrath einen ungewöhnlichen Schauplatz gefunden : Ellesmere Island - nur wenig südlich des Nordpols gelegen. Und dieser Schauplatz macht auch den Reiz aus dieser Kriminal-Erzählung. Die Autorin schildert das Leben der Inuk in dieser unwirtlichen aber dennoch faszinierenden Landschaft, die unterschiedlichen Mentalitäten der Ortsansässigen und der zugereisten Südler und nicht zuletzt die Traditionen der Inuk, die das Leben vor Ort bestimmen.

Dabei ist das Erzähltempo eher gemächlich aber keineswegs langatmig. McGrath nimmt sich die Zeit, ihre Figuren und die Umgebung darzustellen. Sie bedient sich einer flüssigen, beschreibenden Sprache. Spannung kommt im klassischen Krimi-Sinne nicht auf. Fesselnd ist die Geschichte aber ohne Zweifel. Es ist mehr eine Erzählung, in die die Kriminal-Handlung eingeflochten ist. Vom Ansatz erinnert das an den Stil von Hakan Nesser. Es geht nicht um einen actiongeladenen Thriller sondern eine literarisch anmutende Geschichte, die um kriminelle Ereignisse herumgesponnen ist.

Die Hauptfigur Edie Kiglatuk gehört dem Volk der Inuk an. Früher jagte sie Eisbären, nun führt sie Touristen durch die Arktis. Einer dieser Touristen, Felix Wagner, kommt bei einer von ihr geführten Tour um - durch einen Schuß. Sein Begleiter Andy Taylor will nichts bemerkt haben. Die Versammlung des Ältestenrates entscheidet, dass es sich um einen Unfall gehandelt haben muss. Kurz darauf reist Taylor wieder an. Begleitet von Edies Stiefsohn Joe begibt er sich auf eine Tour. Von dieser kehrt nur Joe verletzt zurück, Taylor bleibt verschollen. Wenig später stirbt Joe und alles deutet auf Selbstmord. Aber damit gibt sich Edie nicht zufrieden. Sie ermittelt zusammen mit dem Polizisten Derek Palliser.

Den Reiz von McGraths "Im Eis" macht die Mischung aus Tradition und Moderne aus und der Gegensatz zwischen der Naturgewalt der Arktis und dem zivilisierten Menschen, der sich in ihr behaupten muss. Von Beginn an fesselt die Geschichte den Leser.

Das liegt nicht nur an den bildhaften Beschreibungen der Landschaft und den Schilderungen der Inuk und ihrer Traditionen. Die Geschichte lebt auch von den glaubwürdigen und vielschichtigen Charakteren. McGrath thematisiert auch die Alkoholprobleme der Einheimischen. Aber auch eine Gelassenheit und Abstumpfung gegenüber Ereignissen, die sie zunächst einmal abwarten und nicht in Aktionismus verfallen lässt. Deutlich wird dies beispielsweise als Joes Vater Sammy unaufgeregt reagiert, als Joe länger als zu erwarten war nicht von seiner Tour zurück kehrt. Gespannt verfolgt der Leser, wie Edie die Hintergründe der Tode erforscht.

McGrath ist eine fesselnde Kriminal-Erzählung gelungen, die gerade aufgrund des Schauplatzes und der ethnischen Herkunft der Hauptfigur Neues bietet. Ein Lesegenuss der anderen Art. Empfehlenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ewige Kälte 13. November 2011
Von K.W.
Format:Gebundene Ausgabe
Inhalt:
Die Autorin steigt gleich dramatisch in die Welt der Arktis ein. Edie, die tollkühne, mutige und selbstbewusste Protagonistin, führt zwei amerikanische Touristen durch das ihr so vertraute, eisige Land. Einer von ihnen wird angeschossen und stirbt. Für das Volk war es ein Unfall, für Edie Mord. Nun versucht sie, diesen aufzuklären und gerät von einem Hinweis zum Nächsten in ein weiteres Abenteuer. Joe, ihr Stiefsohn ist zunächst einer der wenigen der hinter ihr steht. Nachdem er später den zweiten Amerikaner erneut führen soll, stirbt dieser und Joe nimmt sich daraufhin das Leben. Nun hat Edie noch mehr Gründe den Fall aufzulösen.

Charakteristika:
Die Arbeit der Autorin, die bisher Sachbücher geschrieben hat, wirkt sehr gut recherchiert. Das Leben der Inuit und die Landschaft sind sehr detailliert beschrieben. Dies ermöglicht eine genaue Vorstellung beim Rezipienten und macht die Geschichte umso glaubwürdiger. Außerdem sind ihr die Beschreibungen so gut gelungen, dass man oft die Kälte spüren kann. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Autorin viele Wörter auf Inuit einfließen lässt. Ob das nun in den Dialogen ist oder in den Beschreibungen. Das ist zwar sehr interessant und authentischer, aber ich persönlich fand es zugleich hinderlich beim Lesen, da ich immer wieder über die Wörter drüber gestolpert bin. Es scheint im Nachhinein so, als ob ein Sachbuch über die Arktis und die Inuit im Vordergrund steht und nicht der Krimi an sich. Der bildete jediglich die Rahmenhandlung.
Nachdem ich den beginnenden Krimi sehr spannend fand, hatte ich in den weiteren Kapiteln sehr große Probleme in die Geschichte einzusteigen und es hat mir anfangs auch wenig Freude bereitet, das Buch weiter zu lesen. Diese anfängliche Phase kehrte an einigen Stellen immer wieder. Dann war einfach die Spannung raus in der Geschichte und ich quälte mich durch lange Passagen, die man auch hätte kürzer fassen können. Aber die Autorin legte einfach mehr Wert darauf, das Leben des Volkes der eisigen Kälte zu beschreiben. Ihre Gewohnheiten (wie das Essen, was mir manches Mal den Appetit nahm) oder die zwischenmenschlichen Beziehungen und die verschiedenen Probleme der einzelnen Figuren sind interessant und letzteres nicht viel anderes als bei uns. Man merkt auch stark, wie bei den Inuit der Fortschritt immer mehr Überhand gewinnt.
Die Sprache der Autorin ist sehr bildhaft, sodass klare Bilder vor dem Leserauge entstehen. Das Buch beinhaltet wörtliche Rede. Der Krimiroman wird aus Edies und Dereks Perspektive geschildert. Beides sind Außenseiter auf der Suche nach der Wahrheit und Erfüllung im Leben.
Was mich außerdem gestört hat, ist die kleine Schrift des Buches. "Im Eis" hat vermutlich auch daher nur noch 461 Seiten anstatt der hier ausgewiesenen über 600 Seiten. Fragt sich was besser ist.

Empfehlung:
Ich kann vor allem denjenigen Lesern diesen Roman empfehlen, die Interesse am Leben in der Arktis haben und dieses nicht wie üblich in einem Sachbuch nachlesen möchten, sondern in einem verpackten Krimiroman. Der Roman ist mit viel Zeit zu genießen. Mit schnellem Vorankommen und Lösen eines Krimifalls ist da leider nichts.
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