Ich wollte mir keine Meinung über den zweiten Teil bilden, ehe ich mir nicht den ersten Teil ("Im dutzend billiger") angesehen habe. Das ist nun geschehen, wobei ich zugeben muß, den ersten Film schon vor Jahrzehnten, als Kind, gesehen zu haben. Allerdings ist davon nicht viel hängen geblieben. Nun zur eigentlichen Rezension:
Während der erste Film mit dem Tod des Vaters der Familie Gilbreth endet, also eher als Tragödie, fängt die Fortsetzung mit der Tragödie an. Die Gilbreth sind, durch den Tod des Vaters in einer finanziell schlechten Lage. Lillian Gilbreth (Myrna Loy), die Mutter der zwölfköpfigen Kinderschar muß sehen, wie Geld in die Kasse kommt, und muß darunter Leiden, daß ihr Ruf als Frau nicht viel gilt, obwohl sie doch mit ihrem Mann zusammengearbeitet hat. Ein Paradebeispiel dafür, wie schwer es eine Frau zu jener Zeit hatte. Und das galt auch noch viele Jahrzehnte später. Nunja, durch einen glücklichen Zufall ist der Unternehmer Sam Harper (Edward Arnold) auf der Suche nach Leuten für sein Unternehmen, und hatte gehofft Empfehlungen zu bekommen. Lillian Gilbreth läßt durchblicken, das sie in der Lage wäre, für Sam Harper und andere Unternehmer selbst Leute auszubilden. Was den skeptischen Mr. Harper bewegt, das Angebot von Mrs. Gilbreth anzunehmen, ist der Anblich der zwölfköpfigen Kinderschar, die Lillian Gilbreth durchbringen muß.
Abgesehen von den finanziellen Schwierigkeiten wird ein Teil der Kinder auch erwachsen, und so bleibt es nicht aus, das die Mädchen sich verlieben. Und so trifft Ann Gilbreth in einem Friseursalon den Arzt Bob Grayson (Jeffrey Hunter), der sich in Ann verliebt. Nach einer Kinovorstellung, die nach Meinung der Familie Gilbreth ein Fiasko ist, erklärt er sich gegenüber Ann und macht ihr einen Antrag. Ann, die sich ihrer Mutter und Familie verpflichtet fühlt, will noch mit der Heirat warten. Letztlich führt ein Gespräch der Mutter, welche die Meinungsverschiedenheiten zwischen Ann und Bob Grayson bezüglich der Heirat aus Bob Grayson herauskitzelt, mit Ann zu dem gewünschten Erfolg, das Ann mit Bob Grayson wegzieht und diesen Heiraten wird.
Für Trekkie-Fans dürfte vielleicht interessant sein, das Jeffrey Hunter, der in diesem Film den Dr. Bob Greyson spielt, auch im allerersten Pilotfilm der Star Trek Serie ("The Cage") den Captain der Enterprise gespielt hat.