Er will Liebe, Geld, Glück, Zukunft, Unbeschwertheit und Strafverfolgungsfreiheit, doch um an diese Güter zu gelangen muß ein Unsympath aus dem Leben scheiden. In Form des "Ich"-Erzählers verfolgt der Leser das Geschehen und wird im letzten Drittel der Geschichte in einen Abgrund aus Gewalt gesogen.
Für nachvollziehbare Persönlichkeits- und Charkterstudien sowie tiefgreifende Geschichtsentwicklung ist in diesem kurzen Werk (Gesamtseitenzahl = 154) kaum Platz. Handlung reiht sich an Handlung, manchmal ohne erkennbaren Übergang und Pause. Dennoch hat der Leser, sonderbarer Weise, nicht das Gefühl überladen zu werden. Grund dürfte wohl das überragende Erzähltalent des Autors James M. Cain sein, der sicherlich den Vergleich mit den wichtigsten amerikanischen Autoren nicht zu scheuen braucht.
Am Ende stellt sich für den (Anti-)Helden die verhängnisvolle Frage nach Galgen oder Freiheit, wie wird die Geschworenenjury wohl entscheiden?
Fazit: Spannende Literatur.