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Kundenrezensionen

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am 11. April 2005
Vorab vielleicht der Hinweis, dass es sich hierbei um den inzwischen dritten Teil der Thursday Next Serie von Jasper Fforde handelt. Wenngleich die Bücher in sich abgeschlossen sind, so fließt ein großer Teil der Story über die Bände hinweg. Den Einstieg nicht bei Band eins ("Der Fall Jane Eyre"/"The Eyre Affair") zu suchen dürfte daher sehr schwierig und jedenfalls frustrierend werden.
Wenn Sie also hier weiterlesen, so kennen Sie wahrscheinlich den ersten und den zweiten Band und ich kann mich auf dieses Buch konzentrieren ohne Background zu geben. Im Unterschied zu den ersten beiden Bänden spielt dieser Band praktisch ausschließlich in der Welt der Fiktion. Hier an der Quelle der Literaturentstehung macht der Leser jetzt erstaunliche Entdeckungen darüber was in "Wirklichkeit" in den Büchern vorgeht. Hier liegen die Bücher im Wettstreit den "Buchoscar" zu gewinnen. Figuren werden neu geschaffen und entwickeln sich um in neuen Werken eingesetzt werden zu können. Unfertige und unveröffentlichte Romane werden durch deren Protagonisten vorangetrieben um nicht im Textsee aufgelöst zu werden, dazu sind auch am Schwarzmarkt beschaffte Plots aus anderen Büchern ein Mittel der Wahl. Fforde erschafft eine völlig neue Welt, die er in vielen Details erzählt. Die Story dieses Romans ist an sich relativ dünn, da viel Zeit auf Beschreibungen aufgeht. Diese Beschreibungen jedoch sind in zahlreiche interessante und vor allem witzige Nebengeschichten verpackt. Der zentrale Plot handelt vom Versuch ein neues Buchbetriebssystem zu veröffentlichen, dahinter jedoch steckt mehr als eine Verbesserung. Vielmehr versucht ein kleiner Kreis mit dem neuen System Macht und Einfluss an sich zu reißen. Thursday mittlerweile in Diensten der Literaturpolizei JurisFiction ist wieder gefordert die Welt zu retten.
Sprachlich knüpft das Werk direkt an seine Vorgänger an und kann daher durchaus als gelungen bezeichnet werden. Die vielen kleinen Anspielungen auf andere Bücher finden sich ebenfalls wieder und sind weiterhin das Salz in der Suppe.
Meine Empfehlung: Wer die ersten beiden Bände gemocht hat, kann sich zuversichtlich auch den Dritten Band vornehmen. Sind Ihnen im Verlauf der ersten beiden Bände Zweifel gekommen ob das wirklich "Ihre" Art von Literatur ist, dann werden diese Zweifel während des Lesens dieses Romans weiter anwachsen.
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am 22. September 2009
Thursday Next ist inzwischen bei ihrem dritten Abenteuer und im Brunnen der Manuskripte angekommen, wo alle im Entstehen begriffenen und unvollendeten Manuskripte lagern und auf ihre Publikation oder Verschrottung warten. Um genau zu sein, ist Thursday Next per Figurenaustauschprogramm in dem unveröffentlichten und ziemlich erbärmlichen Krimi "Caversham Heights" angekommen und möchte dort in der Rolle einer unbedeutenden Nebenfigur einen geruhsamen Mutterschaftsurlaub verbringen, während sie sich vor der Goliath Company versteckt, überlegt wie sie ihren genichteten Mann wieder existent macht und für die große Dienstprüfung der Jurisfiktion paukt.

Falls Sie denken, das klingt wahnwitzig, dann haben Sie Recht. Das ist wahnwitzig! Wahnwitzig witzig, wahnwitzig originell, wahnwitzig abgefahren oder schlicht genial. Nicht nur eine wahnwitzige Liebeserklärung an die englische Literatur sondern an alles was mit Sprache und Lesen und Büchern und Geschichten und Erzählen zu tun hat.

Zitat:
"Am Anfang war OralTrad. Das erste Upgrade nach zehntausend Jahren war OralTradPlus, das - wegen der besseren Merkfähigkeit - Reime besaß. Tausende von Jahren lang war OTP das einzige Betriebssystem für Erzählungen. Es wird auch heute noch verwendet. Das System verzweigte sich vor ungefähr zwanzigtausend Jahren. Auf der einen Seite entwickelte sich CaveDaubPro (der vorläufer von PaintPlus V 2.3, GrecianUrn V 1.2, SculptMarble V 1.4 und dem neuen, alles umfassenden SuperArtisticExpression-5).
Der andere Strang, die foneto-piktischen ErzählSysteme, begann mit TonTafel V 2.1, durchlief dann konkurrierende Systeme (WachsTafel, Papyrus, PergaPlus) und mündete schließlich in das preisgekrönte SCROLL, das achtmal upgegradet wurde, ehe SCROLL V 3.5 schließlich von dem brandneuen und offensichtlich überlegenen BOOK V 1 weggefegt wurde..."

Und wer's noch nicht weiß, das Betriebsystem BOOK hat sich fast achtzehn Jahrhunderte lang als führendes ErzählSystem etabliert. Und nun stelle man sich vor, was passiert, wenn gewisse Elemente in der Jurisfiktion planen mit UltraWordTM ein völlig neues, völlig unerprobtes Betriebssystem einzuführen.
Klar, Thursday Next erlebt ein total abgefahrenes Abenteuer.
Ach, noch was: Wenn es Sie interessiert, warum Godot nicht kommt, sollten Sie sich mal das Kapitel über den Schwarzhandel mit Requisiten und erstklassigen Vorgeschichten zu Gemüte führen. Und falls Sie wissen möchten ob Heathcliff auch in diesem Jahr wieder die Auszeichnung "schwierigster romantischer Liebhaber" verliehen bekommt, oder ob dieses Mal Hamlet das Rennen macht - einfach lesen und ablachen :-)!

P.S. Es steigert das ehedem schon hochkarätige Amüsement, wenn man die beiden Vorgängerromane Der Fall Jane Eyre: Roman und In einem anderen Buch: Roman kennt.
Und sollten Sie Kafkas Prozess, Alice im Wunderland, Warten auf Godot, Sense & Sensibility, David Copperfield, Große Erwartungen, Macbeth, Fallstaff, Wuthering Heights und eigentlich den ganzen Rest der Weltliteratur kennen, dann schadet das auch nichts. Ganz im Gegenteil ;o)

P.P.S. Für mich - wegen der genialen Einfälle und einer nimmer enden wollenden Phantasie das bisher beste und geistreichste Thursday Next Abenteuer
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am 6. August 2005
Um es vorwegzunehmen: Handlung in engerem Sinn gibt es auch im dritten Roman über die Literaturgeheimagentin Thursday Next nicht - wer hätte bei Jasper Fforde damit auch gerechnet?
Wieder mal dreht sich Kapitel um Kapitel chaotisch um die Rettung der Buchwelt. Thursday, mittlerweile von der Spezialeinheit SpecOps zur Polizeibehörde Jurisfiktion gewechselt, macht Urlaub in einer Detektivgeschichte, genauer gesagt in „Caversham Heights". Hinter den Zeilen dieses abgeschmackten Krimis glaubt sie, endlich Ruhe zu finden. Weit daneben! In gewohnt rasantem Tempo geht es nach allen Regeln britischer Skurrilität zur Sache. Nicht nur Erzfeindin Aornis Hades macht Thursday das Leben erneut schwerer als es ohnehin schon ist, ja, auch noch die Firma GrandTextCentral (TGC). Dieser monopolistische Großkonzern (Wieso komme ich jetzt bloß auf Microsoft?) möchte mit dem neuartigen Betriebssystem UltraWordTM die Welt der Belletristik revolutionieren, ihr ein für alle mal zum Sieg über Sach- und Fachbuch verhelfen. Im Brunnen der Manuskripte soll der geplante Siegeszug seinen Anfang nehmen.
Brunnen der Manuskripte? Das ist jener 26 Stockwerke tiefe, unterirdische Ort, an dem „Texte geschmiedet, zusammengebaut, geputzt und poliert werden", ehe sie später als Bücher in der darüber liegenden Großen Bibliothek in eine der 26 oberirdischen Etagen gelangen. In den Korridoren des Brunnens herrscht reges Treiben. Plottschmiede, Lochflicker, Grammatacisten, Tempomacher, Stimmungsmischer, Textsieber oder Paginatoren, um nur die wichtigsten Berufsgruppen anzuführen, gehen darin ihren Geschäften nach. Gefahr droht in den verwinkelten Gängen vor allem von den Grammasiten, gefräßigen Unwesen, die „biologisch von den Gerundien" abstammen (Fforde) und sich liebend gerne von regelmäßigen Zeitwörtern ernähren (unregelmäßige überfordern ihre tumben Gehirne). Das ist noch nicht alles: Ein unachtsamer Schritt und schon ist man mit dem Mispeling Vyrus infiziert. Rettung gibt es danach keine, zumindest aber Schmerzlinderung durch sofortige Behandlung mit dem Duden oder anderen Wörterbüchern. Wie sich die Krankheit bemerkbar macht? Ganz einfach: sie sagen „Karosse" und meinen „Karotte", liegen im „Krankenbett", flüstern aber „Danke, nett". Steckt TGC hinter dem Tohuwabohu im Brunnen der Manuskripte? Aornis Hades? Oder jener Unbekannte, der Godots abgetrennten Kopf einfach in Thursday Nexts Kasten verstaute?
Guillotinierter Godot? Nun ist wohl endgültig geklärt, wieso Theatergeher über Jahrzehnte hin beim „Warten auf Godot" nicht schlau aus ihm wurden. Warum kam der unhöfliche Kerl nie? Wie denn, ohne Kopf? Wo der Ire Samuel Beckett uns im Dunkeln tappen ließ, erhellt der Waliser Jasper Fforde mit Sarkasmus den Weg. Danke, Jasper; danke, Wales; danke, Thursday!
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am 2. Juni 2005
Prinzipiell rate ich dazu, mit dem ersten Band anzufangen und sich langsam hierher durchzulesen, da die Geschichte fortlaufend ist und auf der Vergangenheit aufbaut.
Ein weiteres tolles Abenteuer der Protagonistin. Vielleicht ist jetzt nicht mehr immer alles ganz so neu und ganz so abgedreht, wie in den ersten beiden Teilen, wo man sich schon mal verdutzt die Augen reibt, wo den der Autor diese verrückten Ideen her hat. Trotzdem viele tolle neue Charaktere und Handlungen, die einen das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Allerdings sollte man in der Literatur ein wenig bewandert sein, sonst gehen wohl manche witzigen Seitenhiebe und Pointen leider ganz unbemerkt an einem vorbei.
Insgesamt sehr schön geschrieben und beschrieben mit sehr vielen verrückten Details und vor allem auch sauber übersetzt. Ich empfehle aber trotzdem auch das englische Original, das auch für einen Leser mit Durchschnitts-Englisch-Kenntnissen gut verständlich ist.
Ein absoluter Tipp!
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am 17. Juli 2008
Dieses Buch ist geeignet für alle, die sich dafür interessieren

- was die Figuren eines Romans zwischen den Szenen machen (Marianne Dashwood aus "Verstand und Gefühl" raucht heimlich)
- was mit Romanfiguren passiert, wenn der Autor das noch unveröffentlichte Manuskript zerstört (sie werden am Sklavenmarkt verkauft)
- ob Heathcliff oder Hamlet den Titel "Schwierigster Romantischer Liebhaber" verdienen (das wird hier nicht verraten)

und außerdem für alle, die einmal versucht oder auch nur überlegt haben, selbst einen Roman zu schreiben.

"Im Brunnen der Manuskripte" ist der dritte Teil der Thursday Next Serie, aber meiner Meinung nach der lustigste. Allein die Beschreibung der Gruppentherapiesitzung für die Bewohner von "Wuthering Heights" ist das Geld für das Buch wert. Und die Beschreibung von Thursdays Gastgeberin - "Sie hat keine Funktion außer daß der Detektiv ihr alles erzählt, was der Leser wissen muß" wird alle jene zum Schmunzeln bringen, die schon einmal Dan Brown gelesen haben ...

Originalfassung oder Übersetzung: wer die zitierten Werke auf Englisch gelesen hat, amüsiert sich sicher mit der englischen Version besser, ansonsten ist die Deutsche Version auch sehr gut.
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am 19. September 2012
Auch wenn ich immer ungewöhnlich lange dafür brauche, mich in ein Thursday-Next-Buch hineinzulesen, ist eins doch sicher: Am Ende hat es sich immer gelohnt (das ist wohl auch der Grund, warum ich es einfach nicht lassen kann).

Was ich an Thursday Next besonders liebe, ist die absolute Vormachtstellung als belesener Leser. Wer weiß, wo der Hammer in der Welt der Literatur hängt, bekommt viel mehr mit bei den subtilen Wortspielen und zahlreichen Andeutungen.

Bevor ich zu all den schönen Dingen komme, die dieses Werk ausmachen, muss ich leider noch das ein oder andere Negativum loswerden. Zum einen war ich etwas angenervt von der "springenden Übersetzung", manche Begriffe wurden übersetzt, manche nicht, ein System ist dahinter nicht zu erkennen. Gelegentlich springt es auch zwischen der deutschen und englischen Bedeutung, was mich ein wenig fuchsig machte.

Zum anderen fasse ich Thursday Next nicht so ganz. Dabei macht Jasper Fforde alles richtig, sie ist eine Figur, die eingebettet in komplexe Konflikte selbst sehr viel Tiefe zeigt und dazu noch von originellen Charakteren umrahmt wird. Hier will ich aber anmerken, dass der Eindruck auch rein geschmäcklerisch ist. Bei Fforde lohnt es sich wirklich, sich ein eigenes Bild zu machen.

Denn auch dieser Fforde-Roman sprüht wieder vor originellen Einfällen wie der "Mispeling Vyrus" (hallo, Übersetzung?!), der einem in Sekundenschnelle die schlimmsten Versprecher an den Hals hext. So klärt sich für mich auch der Verlust der bestimmten Artikel in der heutigen Jugend. Und wie immer verliert die Geschichte nie den Sinn für skurril-witzige Wortkomik.

Man errät es schon, dieser Virus macht Holly das Leben schwer, die immer noch dafür kämpft, die Nichtung ihres Mannes rückgängig zu machen und vor allem: ihn nicht zu vergessen. Eigentlich will sie sich im Brunnen der Manuskripte nur ihrem Mutterschaftsurlaub hingeben. Was könnte da besser sein als 26 Stockwerke, bis an den Rand vollgestopft mit entstehender Literatur. Eingeschleust in den wohl langweiligsten Krimi aller Zeiten, erwartet sie nicht mehr und nicht weniger als die totale Entspannung. Doch weit gefehlt, denn ein Mörder, der es vor allem auf Jurisfiktions-Agenten abgesehen hat, treibt sein Unwesen... Nicht zuletzt spielt das neue Autoren-Betriebssystem "UltraWord" eine tragende Rolle und Thursday wird auf ihrer rasanten Reise wieder von großartigen Charakteren der Literaturgeschichte begleitet. Miss Havisham und Käpt'n Nemo sind nur zwei davon.

Wer sich Mrs. Next näher anschauen möchte, beginnt diese kurzweilige Unterhaltung am besten beim ersten Band.
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am 29. Januar 2010
Kurze Beschreibung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Thursday hat angesichts der brenzligen Lage in Swindon beschlossen sich eine Auszeit zu gönnen und ihr Kind in Ruhe in einem literarischen Werk zu bekommen. Für diese Auszeit hat sie sich den unveröffentlichen Krimi "Caversham Hights" ausgesucht. Dort wird sie Mary im Zuge des Figuren-Austausch-Programms vertreten. Neben ihrer Rolle die sie in dem abwrackgefährdeten Krimi übernehmen muss kümmert sie sich auch noch um die Rohlinge Ibb und Obb (die sich später in Lola und Randolph entwickeln) und nimmt ihre Aufgabe als Lehrling der Jurisfiktion wahr. Ihre Ausbilderin ist keine geringere als die couragierte Miss Havisham aus Charles Dickens "Große Erwartungen".

Gleich in den ersten Tagen klopfen drei Hexen an Thursdays neuem Heim an um ihr eine Prophezeihung mitzuteilen, dass sie erstens Bürgerin von Swindon ist (was sie ja schon weiß), zweitens Agentin der Jurisfiktion wird und drittens Protokollführerin wird. Thursday schlägt den Hexen die Tür vor der Nase hinzu da sie keine Ahnung hat wie wichtig diese Prophezeihungen sich im Verlauf des Buches erweisen werden.

Die Versammlungen der Jurisfiktion finden zwischen den Kapiteln in Jane Austen's Roman "Verstand und Gefühl" auf Norland Park statt. Dort macht Thursday auch Bekannschaft mit Marianne Dashwood. Unser Jurisfiktons Lehrling besteht mit den Jurisfiktionsagenten, unter denen sich auch Akrid Snell, Perkins, Mr. Bradshaw und Mr. Tweed befinden, so einige Abenteuer.

Thursday ist vollkommen in die Buchwelt eingetaucht und wird von dem Bibliothekar Grinsekatze, bzw. hier unter den Namen Cheshire Cat oder Warrington Kater bekannt, in die Geheimnisse der Bibliothek und die Geheimnisse des Brunnens der Manuskripte eingeführt.

Die Geschichte beginnt spannend zu werden als Aornis Hades aus Rache in Thursdays Gedächtnis eindringt um ihre Erinnerungen an Landen zu löschen. Gott sei Dank steht ihr Granny Next bei die sie unermüdlich an ihren genichteten Mann erinnert und sie dazu anstachelt sich gegen Aornis zu verteidigen. Aber das ist nicht das einzigste, denn die Buchwelt steht kurz vor der Einführung eines neuen Betriebssystems "UltraWorld TM". Diese Einführung bringt Verschwörungen und blutige Taten mit sich, die unsere Agentin aufklären muss.

Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°°

Jasper Fforde schafft es wieder einmal einen bis ins Detail glänzenden Roman zu erschaffen. Die Buchwelt ist mit vielen Gefahren und witzigen Anspielungen auf bekannte klassische Werke wie Jane Austen's "Verstand und Gefühl", Charles Dicken's "Große Erwartungen" und Enid Blyton's "Shadow of the Sheepdog" gespickt. Am besten gefällt mir jedoch das Kapitel in dem Thursday mit Miss Havisham in Emily Brontë's "Sturmhöhe " (Wuthering Hights) springt um dort mit den Charakteren die regelmäßige "Jurisfiktions-Wutberatungs-Sitzung" abzuhalten. Da konnte ich mir obwohl ich das Buch noch nicht gelesen hatte das schmunzeln einfach nicht verkneifen.

Ich finde es einfach toll wie viele neue bezaubernde Charaktere in diesen neuen Band aus der Thursday Next Reihe eingearbeitet sind. Das fängt schon bei der nicht allzubedeutenden Gestalt der Grinsekatze an und endet bei der liebenswürdigen Miss Havisham.

Sehr schön fand ich die Idee mit dem neuen Betriebssystem "UltraWord TM" dass viele Diskussionen, Korruptionen und schlussendlich auch Morde mit sich bringt. Man sollte meinen das es bei so vielen Geschehnissen im Buch keine allzu spannende Nebengeschichte gibt. Da irrt man sich aber gewaltig, denn aus den Rohlingen die bei Thursday wohnen entwickelt sich ein streitsüchtiges Paar das sich im tiefsten innern doch so sehr liebt und nur darauf wartet bis einer es gesteht.

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°

Wieder einmal eine super spannende und fantasiereiche Story von einem meiner Lieblingsautoren. Schon nach den ersten Stätzen bin ich wieder voll im Buch und begleite Thursday durch ihre Abenteuer die ihr in der fiktionalen Buchwelt bevorstehen.

Ganz besonders schön finde ich die vielen Feinheiten die sich Fforde immer wieder einfallen lässt um einen zu überraschen. Alle Charaktere sind meiner Meinung nach schön ausgearbeitet und prägen sich daher sehr schnell bei mir ein.

Die schönen ironischen Anspielungen auf andere Bücher werden wie in den zwei vorigen Büchern der Reihe nicht vernachlässigt. Auch "Im Brunnen der Manuskripte" bekommt man es mit Charakteren aus der klassischen Literatur zu tun.

Das Buch muss man einfach gelesen haben. Daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.
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am 29. April 2015
Thursday Next macht ein Jahr Pause in ihrem Job als Literaturagentin, um sich
auf das Mutterwerden vorzubereiten. Die Zeit verbringt sie im sogenannten Brunnen
der Manuskripte - dies ist der Ort in der literarischen Parallelwelt, in die alle
unvollendeten und nicht veröffentlichten Manuskripte landen. Sie sucht sich einen
ruhigen Kriminalroman aus, tauscht mit einer Nebenfigur und lebt fortan auf einem
Hausboot.

Zunächst ist leider kein roter Faden in der Geschichte zu erkennen, Thursday
vergißt immer mehr von ihrem Mann, der genichtet wurde, und lernt zwei Rohlinge
kennen - Figuren, die sich zuerst noch zu einem Charakter entwickeln müssen, um dann
in einem Roman verwendet werden zu können. Ein weiterer Teil der Rahmenhandlung
beschäftigt sich mit der Einführung eines neues Betriebssystems für Bücher. Erst
spät wird klar, daß dies der Kern der Geschichte ist - würde das neue Betriebssystem
eingeführt, würden Bücher, wie wir sie jetzt kennen, bald nicht mehr existieren.
So muß Thursday zur Rettung in letzter Sekunde eilen.

Dieser dritte Teil ist etwas schwächer als die beiden Vorgänger, durch das Fehlen
einer erkennbaren Geschichte mangelt es etwas an Spannung. Die Geschichte plätschert
dahin, ist aber durchaus so witzig und originell wie die vorherigen, was die Ideen
betrifft. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, sollte auch an diesem Buch nicht
vorbeigehen, für den Einstieg ist es eher nicht zu empfehlen.
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am 2. November 2012
Thursday Next hat sich nach den turbulenten Ereignissen ihrer Vergangenheit erst einmal in einen drittklassigen Krimi zurück gezogen, um ihr Baby zu bekommen und ihre Ausbildung als Jurisfiktionsagentin abzuschließen. Doch es sieht so aus, als sollte sie auch hier nicht ungestört sein: Ein Killer geht in der Buchwelt um und sein Ziel sind offensichtlich Agenten von Jurisfiktion. Gemeinsam mit ihrer Ausbilderin Miss Havisham macht sich Thursday daran herauszufinden, wer oder was hinter den Morden steckt. Zusätzlich leidet sie auch noch unter der kleinen Schwester des Erzschurken Archeron Hades, Aornis, die sich in ihre Erinnerungen eingeschlichen hat und diese nun nach und nach zerstören will. Doch zum Glück ist Granny Next zur Stelle, um ihrer Enkelin zur Seite zu stehen. Und dann ist da noch die Sache mit der Einführung des neuen Betriebssystems UltraWord und den drei Hexen aus MacBeth mit ihren rätselhaften Prophezeiungen...

Erneut ein abenteuerlicher und herrlich skurriler Trip durch die Welt der Literatur. Dieser Band hat mir wieder besser gefallen als der Vorgänger, vielleicht weil er fast die ganze Zeit in der Buchwelt spielt und ich die ganzen Anspielungen und Figuren, die vorkommen, einfach nur faszinierend fand. Wer also gut gemachte und witzige Unterhaltung sucht, ist auch mit dem dritten Band von Thursday Next bestens bedient.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Juni 2008
Auch dieser FForde ist wieder witzig, intelligent und komisch. Leider konnte er mich aber nicht sooo begeistern, wie die beiden Vorgänger. Was ihn aber nicht schlecht macht, sondern einfach nur zu einem nicht ganz sooo guten Buch, wie die beiden ersten.
Mir hat vorallem Thursdays Vater gefehlt und die ganze Geschichte war mir zu fiktional. :chen
Hier und da holperte es auch ein wenig, wenn man versuchte eine gewisse Logik hinein zu bringen.
Dazu blieben mir zu viele Nebenschauplätze ohne Abschluß und der in den Vorgängern so grandiose Wortwitz kam mir ein wenig zu kurz.
Grundsätzlich wurde ich aber gut unterhalten und werde Band 4 natürlich auch wieder lesen.
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