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Im Brunnen der Manuskripte: Roman
 
 
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Im Brunnen der Manuskripte: Roman [Taschenbuch]

Jasper Fforde
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Taschenbuch, 1. Juni 2005 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 420 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342324464X
  • ISBN-13: 978-3423244640
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 154.183 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jasper Fforde
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit seinen 26 Stockwerken bildet der „Brunnen der Manuskripte“ die Unterwelt der „Großen Bibliothek“, einem Gebäude, in dem jedes erdenkliche literarische Werk zu finden ist. Der Brunnen ist der Ort unveröffentlichter, teils hoffnungslos dilettantisch geschriebener Literatur. Der Clou: die Literatur lebt -- und man kann sich buchstäblich in sie versenken!

Klingt nach der perfekten Erholungschance für die schwangere Jurisfiktion-Agentin Thursday Next. Mittels eines Figuren-Austausch-Programms lässt sie sich in einen unveröffentlichten, vor allem drögen Krimi einschleusen und schlüpft in die Rolle einer scheinbar unbedeutenden Figur. Im Krimi ihrer Wahl trifft Thursday auf allerlei Gestalten -- und die halten sich für ziemlich eindimensional und langweilig im Gegensatz zu den „richtigen Leuten“, den Außenländern wie Thursday Next.

Diese Literatur-Welt entpuppt sich jedoch als weitaus gefährlicher, als erwartet: Ein Mörder geht um, der allem Anschein nach ausgerechnet auf Jurisfiktion-Agenten schlecht zu sprechen ist. Wie kann das sein? Sogar drei Hexen erscheinen Thursday, um sie vor der „Drei-Leser-Regel“ zu warnen. Nur, was ist damit gemeint? Allmählich schwant Next, dass diese Prophezeiung und der Mord an der Agentin Havisham mit den Machenschaften des Konzerns TextGrandCentral zusammenhängen. Der versucht nämlich rigoros das nicht gerade demokratische Betriebssystem „UltraWord“ durchzusetzen, um die Literatur-Welt entgegen dem Einfluss der real existierenden Außenwelt zu kontrollieren. Langsam bekommt Thursday Next es mit der Angst zu tun. Doch unterkriegen lässt sie sich bestimmt nicht.

Auf genial abenteuerliche Weise führt Jasper Fforde zum dritten Mal alle Literaturvernarrten durch die bizarre Welt der Literatur. Im Brunnen der Manuskripte ist ein Muss für alle, die ohne Bücher nicht leben können und diejenigen, die auf dem besten Wege zur Büchersucht sind! --Fenja Wambold

Pressestimmen

Ein skurriler, komischer und äußerst unterhaltsamer Roman.

Wer verrückte Ideen, skurrile Figuren und höchst vergnügliche Anspielungen auf Schriftsteller und Werke der Weltgechichte schätzt, der ist in dieser Parallelwelt genau richtig.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wortwörtlich phantastisch, 11. April 2005
Von 
R.S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Im Brunnen der Manuskripte: Roman (Taschenbuch)
Vorab vielleicht der Hinweis, dass es sich hierbei um den inzwischen dritten Teil der Thursday Next Serie von Jasper Fforde handelt. Wenngleich die Bücher in sich abgeschlossen sind, so fließt ein großer Teil der Story über die Bände hinweg. Den Einstieg nicht bei Band eins ("Der Fall Jane Eyre"/"The Eyre Affair") zu suchen dürfte daher sehr schwierig und jedenfalls frustrierend werden.

Wenn Sie also hier weiterlesen, so kennen Sie wahrscheinlich den ersten und den zweiten Band und ich kann mich auf dieses Buch konzentrieren ohne Background zu geben. Im Unterschied zu den ersten beiden Bänden spielt dieser Band praktisch ausschließlich in der Welt der Fiktion. Hier an der Quelle der Literaturentstehung macht der Leser jetzt erstaunliche Entdeckungen darüber was in "Wirklichkeit" in den Büchern vorgeht. Hier liegen die Bücher im Wettstreit den "Buchoscar" zu gewinnen. Figuren werden neu geschaffen und entwickeln sich um in neuen Werken eingesetzt werden zu können. Unfertige und unveröffentlichte Romane werden durch deren Protagonisten vorangetrieben um nicht im Textsee aufgelöst zu werden, dazu sind auch am Schwarzmarkt beschaffte Plots aus anderen Büchern ein Mittel der Wahl. Fforde erschafft eine völlig neue Welt, die er in vielen Details erzählt. Die Story dieses Romans ist an sich relativ dünn, da viel Zeit auf Beschreibungen aufgeht. Diese Beschreibungen jedoch sind in zahlreiche interessante und vor allem witzige Nebengeschichten verpackt. Der zentrale Plot handelt vom Versuch ein neues Buchbetriebssystem zu veröffentlichen, dahinter jedoch steckt mehr als eine Verbesserung. Vielmehr versucht ein kleiner Kreis mit dem neuen System Macht und Einfluss an sich zu reißen. Thursday mittlerweile in Diensten der Literaturpolizei JurisFiction ist wieder gefordert die Welt zu retten.

Sprachlich knüpft das Werk direkt an seine Vorgänger an und kann daher durchaus als gelungen bezeichnet werden. Die vielen kleinen Anspielungen auf andere Bücher finden sich ebenfalls wieder und sind weiterhin das Salz in der Suppe.

Meine Empfehlung: Wer die ersten beiden Bände gemocht hat, kann sich zuversichtlich auch den Dritten Band vornehmen. Sind Ihnen im Verlauf der ersten beiden Bände Zweifel gekommen ob das wirklich "Ihre" Art von Literatur ist, dann werden diese Zweifel während des Lesens dieses Romans weiter anwachsen.

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schützen Sie ihre Zeitwörter! Grammasiten-Gefahr !, 6. August 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Im Brunnen der Manuskripte: Roman (Taschenbuch)
Um es vorwegzunehmen: Handlung in engerem Sinn gibt es auch im dritten Roman über die Literaturgeheimagentin Thursday Next nicht - wer hätte bei Jasper Fforde damit auch gerechnet?
Wieder mal dreht sich Kapitel um Kapitel chaotisch um die Rettung der Buchwelt. Thursday, mittlerweile von der Spezialeinheit SpecOps zur Polizeibehörde Jurisfiktion gewechselt, macht Urlaub in einer Detektivgeschichte, genauer gesagt in „Caversham Heights". Hinter den Zeilen dieses abgeschmackten Krimis glaubt sie, endlich Ruhe zu finden. Weit daneben! In gewohnt rasantem Tempo geht es nach allen Regeln britischer Skurrilität zur Sache. Nicht nur Erzfeindin Aornis Hades macht Thursday das Leben erneut schwerer als es ohnehin schon ist, ja, auch noch die Firma GrandTextCentral (TGC). Dieser monopolistische Großkonzern (Wieso komme ich jetzt bloß auf Microsoft?) möchte mit dem neuartigen Betriebssystem UltraWordTM die Welt der Belletristik revolutionieren, ihr ein für alle mal zum Sieg über Sach- und Fachbuch verhelfen. Im Brunnen der Manuskripte soll der geplante Siegeszug seinen Anfang nehmen.
Brunnen der Manuskripte? Das ist jener 26 Stockwerke tiefe, unterirdische Ort, an dem „Texte geschmiedet, zusammengebaut, geputzt und poliert werden", ehe sie später als Bücher in der darüber liegenden Großen Bibliothek in eine der 26 oberirdischen Etagen gelangen. In den Korridoren des Brunnens herrscht reges Treiben. Plottschmiede, Lochflicker, Grammatacisten, Tempomacher, Stimmungsmischer, Textsieber oder Paginatoren, um nur die wichtigsten Berufsgruppen anzuführen, gehen darin ihren Geschäften nach. Gefahr droht in den verwinkelten Gängen vor allem von den Grammasiten, gefräßigen Unwesen, die „biologisch von den Gerundien" abstammen (Fforde) und sich liebend gerne von regelmäßigen Zeitwörtern ernähren (unregelmäßige überfordern ihre tumben Gehirne). Das ist noch nicht alles: Ein unachtsamer Schritt und schon ist man mit dem Mispeling Vyrus infiziert. Rettung gibt es danach keine, zumindest aber Schmerzlinderung durch sofortige Behandlung mit dem Duden oder anderen Wörterbüchern. Wie sich die Krankheit bemerkbar macht? Ganz einfach: sie sagen „Karosse" und meinen „Karotte", liegen im „Krankenbett", flüstern aber „Danke, nett". Steckt TGC hinter dem Tohuwabohu im Brunnen der Manuskripte? Aornis Hades? Oder jener Unbekannte, der Godots abgetrennten Kopf einfach in Thursday Nexts Kasten verstaute?
Guillotinierter Godot? Nun ist wohl endgültig geklärt, wieso Theatergeher über Jahrzehnte hin beim „Warten auf Godot" nicht schlau aus ihm wurden. Warum kam der unhöfliche Kerl nie? Wie denn, ohne Kopf? Wo der Ire Samuel Beckett uns im Dunkeln tappen ließ, erhellt der Waliser Jasper Fforde mit Sarkasmus den Weg. Danke, Jasper; danke, Wales; danke, Thursday!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein mutierter FahlschSchreipVyrus, Grammasiten in Ringelsocken und Gruppentherapie in Wuthering Heights - schräger geht's nicht, 22. September 2009
Thursday Next ist inzwischen bei ihrem dritten Abenteuer und im Brunnen der Manuskripte angekommen, wo alle im Entstehen begriffenen und unvollendeten Manuskripte lagern und auf ihre Publikation oder Verschrottung warten. Um genau zu sein, ist Thursday Next per Figurenaustauschprogramm in dem unveröffentlichten und ziemlich erbärmlichen Krimi "Caversham Heights" angekommen und möchte dort in der Rolle einer unbedeutenden Nebenfigur einen geruhsamen Mutterschaftsurlaub verbringen, während sie sich vor der Goliath Company versteckt, überlegt wie sie ihren genichteten Mann wieder existent macht und für die große Dienstprüfung der Jurisfiktion paukt.

Falls Sie denken, das klingt wahnwitzig, dann haben Sie Recht. Das ist wahnwitzig! Wahnwitzig witzig, wahnwitzig originell, wahnwitzig abgefahren oder schlicht genial. Nicht nur eine wahnwitzige Liebeserklärung an die englische Literatur sondern an alles was mit Sprache und Lesen und Büchern und Geschichten und Erzählen zu tun hat.

Zitat:

"Am Anfang war OralTrad. Das erste Upgrade nach zehntausend Jahren war OralTradPlus, das - wegen der besseren Merkfähigkeit - Reime besaß. Tausende von Jahren lang war OTP das einzige Betriebssystem für Erzählungen. Es wird auch heute noch verwendet. Das System verzweigte sich vor ungefähr zwanzigtausend Jahren. Auf der einen Seite entwickelte sich CaveDaubPro (der vorläufer von PaintPlus V 2.3, GrecianUrn V 1.2, SculptMarble V 1.4 und dem neuen, alles umfassenden SuperArtisticExpression-5).

Der andere Strang, die foneto-piktischen ErzählSysteme, begann mit TonTafel V 2.1, durchlief dann konkurrierende Systeme (WachsTafel, Papyrus, PergaPlus) und mündete schließlich in das preisgekrönte SCROLL, das achtmal upgegradet wurde, ehe SCROLL V 3.5 schließlich von dem brandneuen und offensichtlich überlegenen BOOK V 1 weggefegt wurde..."

Und wer's noch nicht weiß, das Betriebsystem BOOK hat sich fast achtzehn Jahrhunderte lang als führendes ErzählSystem etabliert. Und nun stelle man sich vor, was passiert, wenn gewisse Elemente in der Jurisfiktion planen mit UltraWordTM ein völlig neues, völlig unerprobtes Betriebssystem einzuführen.

Klar, Thursday Next erlebt ein total abgefahrenes Abenteuer.

Ach, noch was: Wenn es Sie interessiert, warum Godot nicht kommt, sollten Sie sich mal das Kapitel über den Schwarzhandel mit Requisiten und erstklassigen Vorgeschichten zu Gemüte führen. Und falls Sie wissen möchten ob Heathcliff auch in diesem Jahr wieder die Auszeichnung "schwierigster romantischer Liebhaber" verliehen bekommt, oder ob dieses Mal Hamlet das Rennen macht - einfach lesen und ablachen :-)!

P.S. Es steigert das ehedem schon hochkarätige Amüsement, wenn man die beiden Vorgängerromane Der Fall Jane Eyre: Roman und In einem anderen Buch: Roman kennt.

Und sollten Sie Kafkas Prozess, Alice im Wunderland, Warten auf Godot, Sense & Sensibility, David Copperfield, Große Erwartungen, Macbeth, Fallstaff, Wuthering Heights und eigentlich den ganzen Rest der Weltliteratur kennen, dann schadet das auch nichts. Ganz im Gegenteil ;o)

P.P.S. Für mich - wegen der genialen Einfälle und einer nimmer enden wollenden Phantasie das bisher beste und geistreichste Thursday Next Abenteuer
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