Dieses Buch gibt man nicht gerne aus der Hand, bevor man auf der letzten Seite angekommen ist. Allein schon das Glossar am Schluss und die Zeittafeln sind eine (Lese-) Reise wert in eine entschwundene Zeit nach Rom ins Jahr 67 nach Christus.
Die Geschichte, die uns in dem Roman erzählt wird, ist spannend wie ein Krimi, und die Autorin versteht es, den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Wir begleiten Ruma, einen reichen Gewürzhändler aus Petra, bei seinem Unterfangen, in geheimer Mission einen mörderischen Anschlag zu verhindern, der nichts Geringeres als die Vernichtung der gesamten Führungsspitze des römischen Imperiums im Visier hat, mit verheerenden Folgen: Eine fanatische Sekte will einen Gottesstaat errichten. Die Terroristen ziehen alle Register, Intrigen, Verleumdungen, ja sogar Morde sollen sie ihrem Ziel näher bringen. Die Geschichte nimmt jedoch eine unerwartete Wende...
Auf dieser Lesereise wird man auch entführt in die kulinarische Landschaft jener Zeit; der "Geruch nach Hammelfleisch, Wurzelsellerie und Zwiebeln", von Gewürzen und allerlei anderen Köstlichkeiten ist immer gegenwärtig.
Neben der stupenden Sach- und Ortskenntnis der Autorin sind es auch die leisen Töne, die ich in diesem Buch geschätzt habe: Die Gespräche und Auseinandersetzungen Rumas mit seinen Kindern, seiner Frau und seinen Freunden überzeugen durch ihre Feinfühligkeit und erweisen sich letztlich auch als tragfähiges Element in der Dramatik des Geschehens.