Die Ankündigungen für dieses Buch waren ziehmlich großspurig und dies macht mich immer mi0trauig, aber da der Markt seit Lycidas mit mythischer Fantasy dünn gesäht war, legte ich mir das Buch doch zu.
Was ich dann zu lesen bekam, lies mich jubilieren. Die faszinierende Gesschichte eines Wesens, welches ohne Sprache und Gedächtnis gefunden und wie ein Sklave behandelt wurde. Dem Wesen gelingt die Flucht und reist mit einem Verbündeten durch eine atemberaubende Welt voller mythischer Gestalten und Gefahren.
Der Stil der Autorin wirkt Anfangs etwas distantirt und für einige Leser sicherlich ein bißschen langatmig. Dies ist aber meiner Meinung nach notwendig, um dem Leser diese äüßerst komplexe Welt näher zu bringen. Nachdem die Flucht gelungen war bekam mich niemand mehr weg von diesem Buch.
Die Autoren hat ganze Arbeit geleistet. Vor allem Freunde der keltischen Sagenwelt kommen voll auf ihre Kosten und die Beschreibung des Waldes und anderer Schauplätze ist einsame Klasse. Außerdem achtete die Autorin darauf, daß die Story nicht zu Ernst wurde und hat vor allem immer wieder erheiternde Dialoge eingestreut.
Für mich ist dieses Buch ein absoluter Volltreffer, damit basta!
Zu guter letzt möchte ich die Kritiker auffordern, vergleiche mit anderen Autoren zu vermeiden, wenn man von der Materie keine Ahnung hat.
So wurde dieses Buch mit Büchern von Sara Douglas verglichen, was an sich nicht negativ ist, aber eher den Vergleich von Äpfeln und Birnen entspricht. Beide Bücher sind spitze, aber während sich Frau Dart-Thornton sich an Mythologien hält, ist die Geschichte von Frau Douglas reine Fantasy.
Dies sollte man auch bei den Verlagen und bei Amazon besser unterscheiden.