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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Buch über Kandinsky, Münter und den Blauen Reiter,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Bann des Blauen Reiters: Das Leben der Gabriele Münter - Romanbiografie (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Ausgehend von bekannten Fakten (Briefwechsel, Tagebücher) zeichnet die Autorin das Leben der expressionistischen Malerin Gabriele Münter. Als Kunststudentin verliebt sie sich in ihren verheirateten Lehrer Kandinsky. Von 1902 bis 1915 ist sie die Gefährtin, Muse und Seelentrösterin des unruhigen, teils überheblichen, aber auch sensiblen Russen. 1911 gründet Kandinsky mit Franz Marc die Künstlervereinigung "Der Blaue Reiter", Macke, Klee u.a. schließen sich an. Der hochgeachtete Kandinsky fördert Münter und läßt sie als kongeniale Malerin neben sich gelten. (Welch ein Gegensatz zu Paula Modersohn-Becker, der die Anerkennung im Publikum und durch ihren Mann, den Maler Otto Modersohn, zeitlebens versagt bleibt!) Doch einen Wunsch erfüllt er ihr, trotz vieler Versprechungen, nicht: sie zu heiraten. (Nur da erging es Paula Modersohn-Becker besser). Bei Ausbruch des Kriegs 1914 muss Kandinsky nach Russland zurück. Dort erreicht er endlich seine Scheidung - und heiratet eine andere. Noch ein kurzer Brief, dann ist Funkstille. Als Kandinsky 1921 ans Bauhaus geht, fordert er per Anwalt von Münter die bei ihr gelagerten Bilder zurück. Münter ist verbittert und kommt -trotz späterer Heirat mit einem anderen- eigentlich nie über die Trennung hinweg. Sie verweigert die Herausgabe der meisten Gemälde. Was sich als kleinliche Rache und Starrsinn darstellt, ist für die Kunstgeschichte ein Glücksfall: Als auch Kandinsky's Werke als "Entartete Kunst" vernichtet werden, bewahrt Münter im Versteck in ihrem Murnauer Haus über 100 seiner Gemälde auf - den größten Teil des bedeutenden Frühwerks von 1910-1914, das sie nach dem 2. Weltkrieg in eine Stiftung einbringt. (Heute im Lenbach-Haus in München zu sehen.)Die Autorin schreibt anschaulich, spannend und gut lesbar. Störend empfinde ich mitunter eine zu starke und unkritische Identifikation mit Gabriele Münter. Kandinsky kommt so oft als der Bösewicht daher. Mehr zwischen den Zeilen zeigt sich auch Münter's schwieriger und leicht verletzbarer Charakter. Das Buch gibt auch einen guten Einblick in die Entstehungsgeschichte des "Blauen Reiter" und seine Protagonisten.Auch in diesem Kreis stößt Gabriele Münter auf die zeitbedingten Vorbehalte gegen eine Nicht-Ehefrau seitens der Ehepaare Marc und Macke, deren Glück durch den Kriegstod der beiden Maler nur von kurzer Dauer sein sollte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gabriele würde sie gefallen,
Rezension bezieht sich auf: Im Bann des Blauen Reiters: Das Leben der Gabriele Münter - Romanbiografie (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Es ist so schwer, und scheint so leicht: einem außergewöhnlichen Menschen gerecht zu werden. Diese Biografie ist auf sympathische, offene , kenntnisreiche und eben auch liebevolle Weise gelungen.Gabriele Münter ist begabte Künstlerin, Avantgardistin, Liebende und Verlassene, mutig und weitgereist. Den ganzen Facetten ihrer Persönlichkeit wird ihr in dieser Biographie gerecht: einfach, aber nicht simpel, geradezu, aber nicht gefühlsarm, die eigene Begabung als etwas Selbstverständliches wahrnehmen und daraus immer wieder einen neuen Anspruch an sich ableiten. Sehr lesenswert. Sehr zart bei aller Genauigkeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eher ein Frauenroman.....,
Von Bianca (Brasilien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Im Bann des Blauen Reiters: Das Leben der Gabriele Münter - Romanbiografie (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Diese Buch aehnelt eher einem Frauenroman als einer Kuenstlerbiographie. Im wesentlichen geht es im gesamten Buch um den Heiratswunsch von Gabriele Muenter und der Dokumentation des Werkes von Kandinski ohne jegliche kuenstlerische Auseinandersetzung.
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