Zunächst war ich etwas irritiert, denn die Inhaltsbeschreibung hörte sich für mich nicht sehr nach Sabine Kornbichler an, sondern eher nach einem Krimi.
Im Buch selbst steht dann der Todesfall von Gregor Gaspari aber gar nicht so sehr im Mittelpunkt, er ist nur der Fokus, um den die Entwicklung kreist. Die Ermittlung der Polizeibeamten wird zum Beispiel nur so weit geschildert, wie sie Helen betreffen.
Wie immer beschreibt Sabine Kornbichler unheimlich spannend und mitreissend, was in den beteiligten Personen vorgeht, wie Helen den Tod ihres Mannes zu verkraften versucht, wie sie damit umgeht, und wie sie anfängt, noch einmal ihre ganze Beziehung zu ihrem man zu durchleben...
Auch die Nebenfiguren werden genau durchleuchtet - Annette, die Freundin, die sich nicht immer wie eine verhält, Joost, ihr notorisch untreuer Mann, und deren komplizierte Beziehung.
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen, weil ich förmlich in das Buch, in die Krisenstimmung hineingesogen wurde - was mir ein Paar schöne Augenringe beschert hat.
Ein wirklich rundum gelungenes Buch:
Kleine Anmerkung für Hamburger: Das Buch spielt für Einheimische unverkennbar in der schönsten Stadt der Welt, und alle Eimsbüttler werden ihre Freude daran haben, ihren Lieblingsstadteil wieder zu erkennen (samt Straßennamen *g*)