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Ilona wird Kibbuznik
 
 

Ilona wird Kibbuznik [Kindle Edition]

Anita Friedrich
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Sommer 1973 fährt die zwölfjährige Ilona Stein mit ihren Eltern, ihrem vierjährigen Bruder Michael und ihrem Hund Biever auf dem Schiff Nili ihrer neuen Heimat Israel entgegen. Sie hat nur ungern von Wien Abschied genommen und sie hat Angst vor dem Neuen, das sie in Israel erwartet. Ihre Eltern, Michael und sie werden nicht wie bisher in einer Stadtwohnung leben, sondern in einem kleinen Dorf mitten in der Wüste. Das dieses Dorf ein Kibbuz ist, erfüllt das Mädchen mit besonderen Schrecken. llona und ihr Bruder werden nämlich in Givat Moshe nicht bei den Eltern wohnen, sondern jeder für sich in seiner Gruppe im Kinderhaus. Diese Kindergesellschaft ist es, vor der Ilona am meisten Angst hat. Die Kinder von Givat Moshe führen ihre eigene Wirtschaft und haben ihre eigenen Gesetze.

In Haifa werden sie von ihren Verwandten und deren Tochter Jaara abgeholt. Am nächsten Morgen lernt Ilona auch Jaaras Schwester Thamar kennen. Mit Jaara schließt sie sofort Freundschaft, doch die dreizehnjährige Thamar ist so ganz anders als ihre Freundinnen in Wien.
Sie bleiben zwei Wochen in Haifa, dann kommt der gefürchtete Tag. Ein Wagen von Givat Moshe holt sie ab und bringt sie in den Negev.

Vom ersten Tag an ist Ilona die ganze Kibbuzgesellschaft verhaßt. Zu plötzlich hat sich ihr Leben total verändert. Noch gestern lebte sie mit ihrem Bruder bei ihren Eltern, heute allein mit fünfzehn Kindern in einem eigenen Haus. Zwar sind die Kinder nett zu ihr und eines der Mädchen spricht sogar deutsch, doch Ilona fühlt, daß sie mehr trennt als nur die Sprache.

Auf einen Ausflug in den Galil kommen sich die Kinder endlich näher und lernen einander verstehen. Und dann ist da noch Juval, ein Junge aus einer zerrütteten Stadtfamilie, der im Kibbuz als Pflegekind aufgenommen wurde und nun in Ilonas Gruppe lebt. Wie Ilona muß er sich erst an das veränderte Leben gewöhnen und obwohl sie sich nur schwer miteinander verständigen können, werden sie Freunde.

Gerade fangen Ilona und Juval an, sich im Kibbuz einzuleben, da bricht der 4. arabisch-israelische Krieg aus. Bange Wochen vergehen in Sorge um Väter und Brüder an der Front. Schneller, als unter gewöhnlichen Umständen, beginnen die beiden Kinder sich mit ihren Kameraden in Givat Moshe zu identifzieren.

Der Krieg ist vorüber, obwohl an einzelnen Fronten noch gekämpft wird. Fünf junge Männer der Siedlung sind gefallen, andere lieben verwundet im Krankenhaus von Beer Sheva.

Verzweifelt bemühen sich die Frauen und Kinder von Givat Moshe, die Arbeit allein zu bewältigen. Ilona hilft wo sie kann, doch ab und zu, wenn sie gerade nichts zu tun hat, geht sie zum Babyhaus und blickt durch das Fenster in eines der Bettchen, wo ihr neugeborenes Brüderchen Doron liegt. Fast unmerklich verblaßt Wien in ihr. Aus Ilona wird das Kibbuzkind Ilana.


L e s e p r o b e:

Einen kleinen Handkarren hinter sich herziehend liefen Mariamne und Ilona durch den Kinderbezirk. Überall begegneten ihnen Kinder, die alle irgendwie beschäftigt waren. Keines schien müßig zu gehen. Aus den Kindergärten der Kleinen drangen muntere Stimmen. Ilona hoffte, irgendwo Michael zu sehen. Sie konnte ihn nirgends entdecken. "Vielleicht spielt er drinnen", meinte Mariamne.

Als sie den Wohnbezirk der Erwachsenen betraten, sprang ihnen Biever entgegen. Er wollte sich überhaupt nicht mehr beruhigen und ließ sich sogar von Mariamne streicheln.

Deborah Stein war zu Hause. Unter ihren Händen hatte sich das kleine Haus schon etwas verändert. In beiden Zimmern standen Blumen, auf den Tischen lagen Decken und in den Bücherregalen hatte sie die ersten Bände eingeordnet. Sie bot den beiden Mädchen Limonade und Kekse an. "Gefällt es dir im Jugendhaus, Loni?", fragte sie.

"Mm", machte Ilona. Sie konnte noch nicht sagen ob es ihr gefiel oder nicht. Zuviel Neues stürmte auf sie ein.

Auf dem Sofa lagen ihre Sachen. Gemeinsam mit Mariamne trug sie alles nach draußen in den Handkarren. Dann sagten sie 'shalom' und zogen den Karren zum Jugendhaus. Biever lief

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Theo
Format:Kindle Edition
Über dieses wunderbare Buch wurde alles Wesentliche in den vorhergehenden Rezensionen schon gesagt. Ich schließe mich diesen voll und ganz an.
Ein Thema, welches in den letzten Jahren vernachlässigt wurde, daher werde
ich das Buch eindringlich weiter empfehlen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geschichte erleben 6. Juli 2011
Format:Kindle Edition
Auswandern - fast täglich können wir Menschen via Fernsehen dabei begleiten. sie alle sind auf der Suche nach einem besseren Leben und Hoffen auf mehr Freizeit und Geld. Spätestens hier beginnen die Unterschiede zu der von Anita Friedrich erzählten Geschichte. Sie muss mit den Eltern auswandern in ein Land, in dem noch immer Krieg herrscht und das Leben ganz anderen Regeln unterworfen ist, als sie es kennt. Der Biografie der Autorin kann man entnehmen, dass sie weiß, wovon sie schreibt und dieses Hintergrundwissen ist beim Lesen auch deutlich spürbar. Ein Buch nicht nur für Kinder/Jugendliche. Hier erfahren auch Erwachsene sehr viel.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von E.M. VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Kindle Edition
In ihrer eindringlichen und anschaulichen Sprache erzählt uns Anita Friedrich die Geschichte Ilonas, die mit ihren Eltern nach Israel auswandert. Zuerst ist der Teenager völlig kontra, aber mit jedem weiteren Schritt in das unbekannte Land beginnt Ilona sich nicht nur mit dem Fremden abzufinden, nein, die Liebe zu Israel wird in ihr geweckt. Und so, wie Ilona das Land Stück für Stück lieben lernt, so beginnen auch wir darauf neugierig zu werden. Wir können schließlich nicht anders und tauchen ganz ein in den Stoff, stehen neben Ilona und sehen mit ihren Augen. Zugleich bringt uns das Buch den jüdischen Glauben näher und das ist gerade in unseren Zeiten, in denen Intoleranz, Angst vor allem Fremden und alte, dumme Vorurteile wieder auferstehen, ganz besonders wichtig. Ich hoffe, dass es ganz, ganz viele Menschen lesen und dass diese es auch den ewig Gestrigen nahebringen!
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