Auf die tatsächlich unüberhörbare Ähnlichkeit mit ELP wurde in den meisten rezis hier ohnehin schon mehrfach hingewiesen. Die Kompositionen von Triumvirat sind aber weit zugänglicher und - für meine Ohren - auch ,sauberer' produziert. Außerdem werden auf dieser Platte auch die Instrumentalparts nie bis zum Erbrechen ausgewälzt, sondern sind eher konzise gehalten.
Manchmal meint man hier auch die Schnittstelle zum Melodic- und Arena Rock wahrzunehmen, eben weil die eingängigen Melodien hier schon oft mit orchestralen Ausschmückungen und pompösen Sounds gepaart sind - einzig die Rockgitarre fehlt hier eben, weil es sich halt um ein Prog-Modell à la ELP handelt; die Gitarre wird nur akkustisch bei den langsamen Stücken verwendet.
Originell war das nicht unbedingt, aber es ist sehr gut gespielt, nie langweilig und vor allem erstaunlich, dass es Anfang der 70er Jahre eine deutsche Band gab die so international und professionell klang.
Von der Länge der beiden Suiten sollte man sich nicht abschrecken lassen - auf der Vorgänger Version der CD sind die einzelnen parts auf insgesamt 12 kürzere songs, die ineinander übergehen, indiziert.
Wem also das Original (ELP) zu viele Längen hat, und zu verschroben klingt, der ist mit dieser ,Light' Version des Synth-Art-Progrock gut bedient. Auf jeden Fall sind auf diesem Album die songs sehr sehr gut, weswegen sich hier 4 Sterne locker ausgehen.