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Illusion Freiheit?: Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung
 
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Illusion Freiheit?: Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung [Broschiert]

Michael Pauen
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 272 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (14. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596159288
  • ISBN-13: 978-3596159284
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 454.610 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Pauen
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was heißt es, frei zu handeln? Wie verhält sich die Annahme eines deterministischen Naturzusammenhangs zu jener Freiheit, die wir für verantwortliches Handeln voraussetzen? Gilt gar, wie es einige Hirnforscher sehen wollen, dass unsere Freiheit nur eine Illusion ist? Michael Pauen entwirft eine Interpretation des Freiheitsbegriffs, die eine Reihe von Missverständnissen aufklärt, neue Erkenntnisse der Neurowissenschaften berücksichtigt und Ansatzpunkte für die Klärung von Schuld und Verantwortung im juristischen Sinn an die Hand gibt. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Michael Pauen, Jahrgang 1956, ist Professor für Philosophie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie des Geistes, zum Verhältnis von Neurowissenschaften und Philosophie sowie zu den anthropologischen Konsequenzen der Hirnforschung. Im Fischer Taschenbuch Verlag liegt vor: "Einführung in die Philosophie des Geistes". -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Philosophie für Kinder und Kinder als Philosophen liegen im Trend. Sollte sich später erweisen, dass dahinter eine bewusste Marketingstrategie zur Rettung der brüchig gewordenen Liebe zur Weisheit steckt, kann man von einem vollen Erfolg sprechen. Doch dieses Buch ist alles andere als einfache Kost, nichts für Kinder, nichts für Ungeduldige und nichts für Denkfaule. Es braucht also eine gehörige Portion Interesse, damit einem während der Lektüre der 244 Textseiten Lust und Genuss nicht abhanden kommen. Und Freude an sprachlichen Genauigkeiten, Hirnforschung und philosophischem Denken.

Der Autor, dem Bild nach ein blutjunger Professor an der Otto-von-Guericke-Universität Magedeburg, steht in einer langen Reihe von Denkern, die sich mit dem Problem menschlicher Willensfreiheit befassen. Neue Aktualität erhielt die Frage, ob wir Menschen einfach gut kaschierte Roboter oder selbstbestimmende Wesen seien, durch die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung. Nicht ganz frei vom Abwehrreflex der Philosophen gegenüber branchenfremden Wissenschaftlern zieht Michael Pauen aus, um das Konzept des freien Willens zu retten. Das gelingt ihm wie allen anderen nur, indem er ein paar Annahmen als gegeben voraussetzt und gegenteilige Annahmen als Missverständnisse bezeichnet. Das ist nicht als Kritik zu verstehen, sondern liegt einfach in der Natur der Sache.

Nach Pauen ist es nicht entscheidend, ob eine Handlung determiniert, also vorausbestimmt ist, sondern wodurch sie bestimmt ist. Wird sie durch die Person selber bestimmt, dann ist sie frei. Dies und die Abgrenzungen von Vorherbestimmtheit zu Zwang und Zufall klingen in den Worten Michael Pauens plausibel. Doch für mich hatten die klugen und geschliffenen Argumentationen so wenig überirdische Beweiskraft wie die Behauptungen der Neurologen. Denn nach wie vor klingt mir der Satz des Bremer Neurologen Gerhard Roth in den Ohren, Sprache diene in erster Linie der Rechtfertigung des eigenen Verhaltens. Und wer unterwegs ist, um das Konzept der Willensfreiheit zu retten, muss sich stärker auf die Kraft der Emotionen einlassen, als dies Pauen tut. Ein Philosoph, der 2004 ein Buch über Willensfreiheit vorlegt und sich laut Klappentext im Einklang mit den neueren Erkenntnissen der Hirnforschung sieht, sollte dem limbischen System mehr Beachtung schenken und zumindest die aktuellsten Publikationen von Antonio R. Damasio und seinen Mitstreitern verarbeiten.

Ich habe die Lektüre trotz dieser Unterlassungssünde des Autors nicht bereut. Denn Pauen ist kein philosophisches Leichtgewicht, plaudert nicht munter drauflos, weicht unangenehmen Expeditionen nicht aus und zieht seinen Ansatz konsequent durch. Damit ist sein Buch kein billiges Me-too-Produkt, sondern die intensive Auseinandersetzung mit einer der schwierigsten Fragen überhaupt, eine philosophische Denkschule und ein Besuch im eigenen Kopf.

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43 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
So wichtig die Verständigung zwischen hermeneutischem Denkansatz und neurobiologischen Befunden auch ist, so sehr fördert dieses über die bloße Aktualität hinausgehende Spannungsfeld derzeit eine Reihe modisch -überflüssiger Elaborate zutage. Wer so anmaßend und selbstgefällig wie Pauen über die Teppiche der Philosophie(geschichte) und "der empirischen Wissenschaften" huscht und dabei vorgibt, dies alles zu über- und zu durchschauen, wer dabei den Leser gerne für unmündig und belehrungsbedürftig hält, der kann sich "das Gehirn" recht geistreich vorstellen und trefflich darüber spekulieren. Leider sind die Begrifflichkeiten aber arg verschwommen, und das Denken ist so ungenau wie die Sprache des Buches. Die liebe Not z.B. mit dem Konjunktiv soll offenbar durch eine Unzahl umständlicher Relativsätze ausgeglichen werden. Derlei putzt "philosophisch" naturgemäß ganz ungemein. Es ist zu bedauern, daß hier die Spekulation über die Wissenschaftlichkeit triumphiert. Ein wenig mehr Bescheidenheit sowie ein Grundkurs in Neurologie könnten vielleicht Abhilfe schaffen. gez. Prof. Dr. G. Köpf, München
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