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Illusion Fortschritt. Die vielfältigen Wege der Evolution [Gebundene Ausgabe]

Stephen J. Gould
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1998
Was wäre, wenn Evolution nicht dasselbe wie Fortschritt bedeutete? In 'Illusion Fortschritt', seinem persönlichen Lieblingsbuch, geht Stephen Jay Gould dieser Frage nach und gelangt zu bahnbrechenden Einsichten. Aus Sicht des Menschen war Evolution lange Zeit gleichzusetzen mit der Zunahme von Komplexität. Der Mensch als das komplexeste aller Lebewesen galt folglich als ihre Vollendung. Doch hier, so Gould, täuschen wir uns. Zwar haben sich einige wenige Lebewesen, insbesondere die Säugetiere, zu größerer Komplexität hin entwickelt, aber die große Mehrheit der Organismen, z. B. die Bakterien, zeigen keine solche kontinuierliche Tendenz, obwohl sie von ihrer Anzahl, Vielfalt und Entwicklungsgeschichte her die erfolgreichsten Organismen der Erde sind. Gould zufolge gilt demnach ein Prinzip der Variation, das außer der Entwicklung zu immer komplexeren auch die zu einfacheren Strukturen vorsieht. Anhand zahlreicher Beispiele aus dem Alltagsleben, aus dem Sport und auch aus seiner eigenen Lebensgeschichte entwickelt Gould in ebenso überzeugender wie unterhaltsamer Weise seine Argumentation. 'Illusion Fortschritt' ist eines der wichtigsten Bücher zum Thema Evolution von einem der bedeutendsten Forscher auf diesem Gebiet.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 287 Seiten
  • Verlag: Fischer (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100278070
  • ISBN-13: 978-3100278074
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 279.031 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Arme Menschheit! Kopernikus reißt sie aus dem Mittelpunkt der Welt, Freud raubt ihr den Glauben an den Verstand, und Darwin läßt sie daran zweifeln, ob sie von einem Schöpfer bereits fertig auf diesen Planeten gesetzt worden ist. Immerhin: Wenn es nach Darwin geht, sind wir doch immer noch die Krone der Schöpfung. Schließlich hat die Evolution lange gebraucht, bis sie den erfolgreichen Homo sapiens nach etlichen Vorversuchen und Beta-Releases wie Bakterien, Käfern, Dinosauriern und Affen endlich hervorgebracht hat.

Jedenfalls ist das der Punkt, den uns Stephen Jay Gould mit seinem Buch Illusion Fortschritt nahebringen möchte: Eine zielgerichtete Evolution hat es nicht gegeben. Die Arten auf diesem Planeten entwickeln sich durchaus nicht automatisch hin zu "höheren" Lebenwesen. Und überhaupt: Wie steht es mit den aberbilliarden Bakterien, die die Erde von den Eiskappen bis in die Tiefsee besiedeln?

Gould versucht, die Menschen von ihrem letzten Sockel zu holen. Und er tut dies mit einleuchtenden Argumenten: Weil die Triebkraft der Evolution die zufällige Variation der Arten ist, entstehen neben einfachen Wesen eben auch komplexere wie die Menschen. Aber eben nicht, weil die Natur dem Trend gehorcht, immer komplexere Wesen hervorzubringen, sondern einfach, weil das eben auch geht. Warum sollte die fruchtbare Natur eine ökologische Nische nicht auch mit Mehrzellern besetzen, wenn sie keinen stören?

So sind Pflanzen, Insekten, Säugetiere und Menschen nur eine zufällige Variation des Prinzips "Leben" -- und der Homo sapiens durchaus nicht die Krone der Schöpfung, sondern nur eine Spielart derselben. Wir können zwar zum Mond fliegen, aber zum Beispiel nicht in hundert Grad heißen Quellen überleben oder uns von Steinen und Hitze ernähren wie manche Bakterienarten, denen Gould flugs die Schöpfungskrone aufsetzt: Seit Jahrmilliarden überleben Bakterien -- das zeigt, daß das Konzept "Bakterium" das eigentliche Erfolgsrezept des Lebens ist.

Belegen kann der Geo- und Zoologe Gould seine Sicht der Dinge mit allerlei Beobachtungen seiner Forschungskollegen und nicht zuletzt mit vielen Baseball-Statistiken, die er geduldig -- zum Teil bis an die Grenze der Penetranz -- erklärt. Leider nur schwer verdaulich für Europäer, findet doch die begeisterte amerikanische Baseball-Kabbalistik hier nur wenig Echo.

Dennoch: Vielleicht ist Goulds Griff zum Baseball sogar einer der Pluspunkte dieses Buches. Denn wenn Gould die wesentlichen Ideen hinter der Evolution anhand des sinkenden Trefferdurchschnitts der "Batter" (die mit dem Baseballschläger) erklären kann, zeigt das, daß die Konzepte, die hinter der Entwicklung des Lebendigen stehen, auch anderswo greifen: Vermutlich sogar in der Entwicklung der Wissenschaft, der Musik und der bildenden Künste.

Illusion Fortschritt ist nicht nur Biologieinteressierten ans Herz zu legen, sondern auch Geisteswissenschaftlern und Feuilletonisten. Die dürften sich zwar daran stören, daß Gould das Auftreten von Intelligenz und Bewußtsein für einen grandiosen Zufall hält, doch keine Sorge: Hier schießt Gould über sein Ziel hinaus und man darf getrost anderer Meinung sein. --Stefan Albus

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stephen Jay Gould, geb. 1941, war Professor für Zoologie und Geologie an der Harvard University und zugleich Kurator des Universitätsmuseums für vergleichende Zoologie. In Deutschland wurde er durch zahlreiche Bücher bekannt, darunter Die Lügensteine von Marrakesch, Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt und Zufall Mensch. Stephen Jay Gould starb 2002 in New York. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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4.0 von 5 Sternen Evolution als statistischer Trend 13. Februar 2002
Gould versucht in seinem Buch zu zeigen, dass die biologische Evolution entgegen der landläufigen Meinung keinen Trend zum Fortschritt zeigt. Die Evolution kann zwangsläufig nur bei den Lebewesen mit der geringsten Komplexität beginnen. Dies sind die Bakterien. Von dort aus kann sie sich nur in Richtung zu immer größerer Komplexität ausbreiten. Gould fasst diese Entwicklung als statistischen Trend auf, dessen Schwankungen nicht nur in Richtung größerer Komplexität ablaufen, sondern auch Rückentwicklungen mit sich bringen. Als Beispiel dafür nennt er Parasiten, die meist Simplifizierungen der Tiere sind, bei denen sie schmarotzen. Unter diesen Gesichtspunkten wurden Entwicklungslinien bisher teilweise falsch interpretiert. Sehr ausführlich diskutiert er die Evolution der Pferde, bei der immer wieder ein Trend zur Zunahme der Körpergröße und Ausprägung bestimmter morphologischer Merkmale gesehen wurde. Gould weist anhand des sehr umfangreichen Datenmaterials überzeugend nach, dass die Entwicklung der Pferde von so vielen Zufällen abhing, dass an deren vorläufigem Ende auch ebensogut eine kleinwüchsige Art mit einer anderen Morphologie hätte stehen können. Die einzige Lebensform, die die Jahrmillionen relativ unverändert überdauert hat und auch noch in Zukunft weiter Bestand haben wird, ist diejenige mit der geringsten Komplexität und der größten Individuenzahl: die Bakterien. Alle komplexeren Lebewesen kommen gemäß einer schiefen statistischen Verteilung in geringerer Zahl und mit der entsprechenden Variationsbreite vor. Aufgrund dieser Überlegungen, würde die Evolution auf der Erde ein zweites Mal völlig anders ablaufen. Lesen Sie weiter... ›
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ist zwar schon `ne Weile her, das ich Goulds Klassiker gelesen habe, aber ich muss sagen er ist mir nur positiv im Gedächtnis haften geblieben. Wie anhand der Baseball-Statistiken so einige Missverständnisse der allgemeinen Evolutionsbiologie aufgezeigt werden, hat mich überzeugt. Und dass der Mensch im Vergleich zu den "kernlosen Überlebensmaschinen" so einige Mängel hat, sollte wohl längst jedem klar sein.
Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber wer sich für Naturwissnschaft und Sport(statistiken) begeistern kann, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
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