17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Glauben Sie an Gott?", 29. Dezember 2009
Dem Forscher Robert Langdon(Tom Hanks) wird diese Frage mehrmals in 138 Minuten -Illuminati- gestellt. Langdon beantwortet sie nie mit einem Ja oder Nein. Genau so geht es mir, wenn ich sagen sollte, ob die Handlung von -Illuminati- gut oder schlecht sei. So einfach ist es nicht. Gleich vorweg: Dan Browns Bücher sind absolut nicht mein Ding. Klar kann der Mann schreiben. Aber wenn sich der Erfolg eines Schriftstellers irgendwann darauf beruft, die immer gleiche Geschichte wieder und wieder aufs Papier zu bringen...na ja, das ist nicht mein Fall. Die Verfilmungen der Dan Brown Romane liegen mir da schon eher. Ein Top-Regiseur wie Ron Howard, gepaart mit Schauspielern wie Ayelet Zurer, Tom Hanks, Ewan McGregor und Armin Müller Stahl, können auch einem ziemlich ausgebluteten Stoff noch eine Menge Klasse abgewinnen. -Illuminati- ist das in keiner Minute abzusprechen.
Der Papst ist gestorben. Das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes ist in Vorbereitung. Bis dahin führt Patrick(Ewan McGregor), der persönliche Diener des Papstes, die Geschäfte. Zur gleichen Zeit wird in einer geheimen Forschungsanstalt in der Schweiz ein Behälter mit Antimaterie gestohlen. Die Wissenschaftlerin Vittoria(Ayelet Zurer) kann den Raub nicht verhindern. Dann werden vier Kardinäle entführt und der Geheimbund Illuminati droht, jede Stunde einen Kardinal zu töten und anschließend den Behälter mit Anitmaterie, mitten in Rom, in die Luft zu sprengen. Der Vatikan bittet Robert Langdon um Hilfe. Der kommt nach Rom, nimmt die Spur auf und landet schnell auf dem "Heiligen Weg". Ihn muss er finden, denn dort liegt die Lösung des Rätsels. Und wieder einmal dürfen wir Langdon beim Suchen nach Zeichen und Symbolen quer durch alle religiösen Metahphern und Sagen begleiten...
-Illuminati- ist gut gemachtes, großes Unterhaltungskino. Die Logiklöcher, die schon in Browns Roman nicht zu übersehen waren, gleicht Howard mit einer Spannungsschraube aus, die sich so gnadenlos dreht, dass man keine Sekunde des Films verpassen will. Langdons Symboljagd ist dabei alles andere als neu, aber Tom Hanks zuzuschauen, wie er das Abendland vor dem Untergang rettet ist trotzdem interessant. Vor allem punktet der Film auf der Besetzungsliste. Da lässt -Illuminati- wirklich keine Wünsche offen.
Wenn sie also ein großer Dan Brown Fan sein sollten, entschuldige ich mich schon jetzt dafür, den Meister nicht im rechten Licht betrachtet zu haben. Andererseits ist es doch auch schön, nicht immer nur zu lesen, wie gut der Roman und wie schlecht die Verfilmung gelungen ist. Bei mir geht es heute einmal anders herum. Ich würde ihnen ganz sicher keinen Dan Brown Roman(jedenfalls von den bisher erschienenen) empfehlen, aber den Film -Illuminati- den kann ich ihnen bedenkenlos ans Herz legen, denn er erfüllt die elementare Grundvoraussetzung aller Kinofilme: Er unterhält wunderbar!
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Punktet in Sachen Unterhaltungswert - enttäuscht aber die Kenner der Romanvorlage, 15. Oktober 2009
Die Gefahr lauert im Geheimen. Während in Rom die Papstwahlen Gläubige auf der ganzen Welt in Atem halten, plant der untergegangen geglaubte und einst mächtige Geheimbund "Die Illuminati" den entscheidenen Schlag gegen seinen alten Erzfeind: Die Katholische Kirche. Der renomierte amerikanische Wissenschaftler (und designierter Schnitzeljagdkönig) Robert Langdon (Tom Hanks) wird hierzu in den Vatikan gerufen, denn die geheimnisvolle Illuminati hat nicht nur mehrere Kadinäle entführt und droht mit derer Ermordung, sondern plant den ganzen Vatikan zu vernichten...
Nachdem die letzte Buchverfilmung von Dan Brown "The Da Vinci Code - Sakrileg" in Sachen Einspielergebnisse sicherlich ein Erfolg war. Aber neben einer zähflüssigen Schnitzeljagd mit Überlänge und einfach langweiligen Schauspielern sehr enttäuschte, soll nun mit der Verfilmung von "Illuminati" alles besser werden.
Herausgekommen ist dabei wieder ein über zweitstündiger Film, der diesmal allerdings mehr aufs Tempo setzt und auch stellenweise mehr Action zu bieten hat. So ist es erfreulich das Regisseur Ron Howard aus einigen Mängeln des Vorgängerfilms gelernt hat. Daher schafft es "Illuminati" den anspruchslosen Zuschauer sicherlich über die zwei Stunden sehr gut zu unterhalten. Auch wenn Robert Langdon alias Tom Hanks immer noch sehr aristokratisch und steif daherkommt, so wirkt selbst er nicht mehr ganz so träge und langweilig wie im ersten Film. Auch wenn er immer noch weitab seiner Möglichkeiten ist. Auch die Nebendarsteller wie Stellan Skarsgard, Armin Müller-Stahl oder Ewan McGregor liefern ein zufriedenstellendes Schauspiel ab. Langdons Kollegin Ayelet July Zurer (als Vittoria Vetra) hingegen bleibt eindeutig hinter ihren Möglichkeiten und liefert nur einen biederen optischen Part ab.
Größtes Manko von "Illuminati" ist allerdings die stellenweise verfremdete Handlung. Scheinbar grundlos wurden Änderungen im Vergleich zur Romanvorlage vorgenommen, die sicherlich viele Fans des Buches enttäuschen werden. Auch in Sachen Logik und Detailgenauigkeit darf man nicht zu genau hinsehen, ohne dabei einen bitteren Beigeschmack zu bekommen. Die Handlung an sich ähnelt der Schnitzeljagd des Vorgängers und liefert serviert mit etwas religösem Hintergrundwissen kurzweilige Unterhaltung, die durch Actioneinlagen ein wenig aufgewertet wird.
Erfreulich ist hingegen das rundum gelungene Score von Musikgenie Hans Zimmer, dass es jederzeit schafft deutliche Akzente zu setzen und dem Film akustisch seinen Stempel aufzudrücken.
Insgesamt bleibt zu sagen, dass "Illuminati" in Sachen Unterhaltung, Musikscore und in der Besetzung der Nebendarsteller zu punkten weiß. Der Hauptdarsteller Robert Langdon wirkt auf mich viel zu blass, selbst ein 80jähriger Clint Eastwood hätte der Figur mehr Charisma eingehaucht, als Tom Hanks. Auch die Änderungen im Vergleich zum Buch wiegen schwer, so dass ich als Leser der Romanvorlage schon ein wenig enttäuscht bin und maximal 3,5 Sterne vergebe. Für einen Film der sich zumindestens im Vergleich zum "Da Vinci Code - Sakrileg" gesteigert hat.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Typischer Blockbuster mit viel Budget, aber wenig Feinschliff!, 26. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Illuminati - Extended Version [Blu-ray] (Blu-ray)
Illuminati erscheint auf Blu Ray in 4 verschiedenen Fassungen:
1. 1-Disc-Version (Amaray Hülle)
2. 2-Disc-Version (Amaray Hülle)
3. 2 Disc-Version (Buch-Hülle)
4. 2-Disc-Version (Sonderedition mit zwei Buchstützen)
Angeblich soll es noch eine Steelbook Version geben, die ich jedoch noch
nirgends gesehen habe.
Wer auf die Extras und eine schöne Hülle verzichten kann, ist mit der
1-Disc-Version auch gut aufgehoben! Auf allen Versionen befinden sich
sowohl die Kino- als auch die Extended Version (7 Minuten länger = 147
Minuten).
Ein Manko, welches mir sofort beim Ansehen auffiel:
Bei der Untertitel-Produktion muss irgendwas schiefgelaufen sein.
Sieht man den Film mit deutscher Tonspur, werden Untertitel bei
ausländischen Dialogen nur in englisch eingeblendet. Will ich diese
ausländischen Dialoge aber mit deutschen Untertiteln haben, muss ich auf
"Untertitel deutsch" stellen, habe dann aber den kompletten Film in deutsch
untertitelt. Teils fehlen auch Untertitel komplett, wo welche sein sollten.
Ein grober Schnitzer, der zwar den Film nicht schlechter
macht, aber tierisch nervt und bei einer Großproduktion dieser Güte
einfach nicht sein darf.
Die deutsche Synchronstimme von Tom Hanks (Arne Elsholtz) hört sich den
ganzen Film über an, als würde Tom Hanks lispeln bzw. eine Hasenscharte
haben. Ich dachte zuerst, dass es sich um einen neuen Sprecher handelt,
aber dem ist nicht so.....die Stimme von Arne Elsholtz soll sich einfach
aufgrund des Alters geändert haben. Mag sein, klingt aber trotzdem extrem
doof und nimmt Tom Hanks irgendwie etwas von seiner alten Art in der
deutschen Sprache.
Bild- und Tonqualität von Illuminati sind auf Blu Ray gute HD-Qualität
(muss auch sein für einen Megafilm dieses Ausmaßes). Allerdings erreicht
der Film keine Referenzwerte - auch hier wäre mehr drin gewesen!
Nun zum Film selbst:
Ich muss sagen, dass ich das Buch nicht gelesen habe - dies kann Vor- und
Nachteile haben. Fakt ist, dass ich den Vorgänger SAKRILEG schon nicht so
überragend fand. Von Illuminati hatte ich mir mehr erwartet (auch trotz
der teils mäßigen Kinokritiken). Leider wurde ich doch mehr enttäuscht als
positiv überrascht. Der Film schmeißt die Figuren sofort ins Geschehen und
nimmt sich auch im Film keine Zeit, die Charaktäre tiefer zu beleuchten.
Mag sein, dass dies aufgrund des Zeifaktors (alles vom Buch in den Film zu
bekommen, ist wie so oft eh sehr schwer) nicht so leicht ist, jedoch kam
es mir besonders in den ersten 45 Minuten so vor, als würde einfach alles
schön musterhaft und nacheinander in den Film gequetscht. Diese
Schnitzeljagd legt zwar ein hohes Tempo vor, lässt einen aber irgendwie
total kalt. Man hat alles in anderen Filmen schon weitaus besser gesehen
(z.B. Indiana Jones oder Vermächtnis der Tempelritter). Humor gibt s in
Illuminati sowieso gar nicht. Auch bauen die beiden Hauptfiguren keinerlei
Verbindung auf (ich erwarte hier keine Liebesgeschichte, aber hier
herrscht einfach totale Gefühlslosigkeit und Kälte). Gegen Ende nimmt der
Film dann doch etwas an Fahrt auf. Die Spannung steigt und trägt den Film
noch ins Mittelmaß. Insgesamt kam mir Illuminati vor wie ein typischer
Megablockbuster, der mit bekannten Hauptdarstellern, riesigem Budget und
tollen Schauwerten aufwarten kann, dem aber irgendwie drehbuchtechnisch
etwas der Feinschliff und die Seele fehlt ganz nach dem Motto: Das Buch
war eh so ein Erfolg - damit ist der Erfolg als Film auch gesichert. Man
wird hier das Gefühl nicht los, dass ein anderer Regisseur den Stoff
packender hätte verfilmen können. Von daher ist Illuminati für mich fast
schon eine der größten Enttäuschungen 2009.
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