Kurzbeschreibung
Aber die Reise findet ein abruptes Ende, als die junge Frau ebenso überraschend verschwindet, wie sie aufgetaucht ist. Nicht ohne dem Reisenden einen einzigartigen Gegenstand zu stehlen.
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Valentin Braitenberg ist Professor für Physik und hat zahlreiche weitere akademische Weihen. Er ist ein wissbegieriger Mensch, der nun versucht hat, einen Roman zu schreiben. Herausgekommen ist dabei eine Sammlung populärwissenschaftlicher und esoterischer Essays, garniert mit einer Liebesgeschichte. Das Paar diskutiert mit den Weisen und Gelehrten über das Verhältnis von Primzahlen zum dreieinigen Gott, über Geometrie und Kosmologie oder aber die Vollkommenheit von Geigen -- "über Dinge, die keinen normalen Menschen interessieren", wie der Erzähler selbst feststellt.
Valentin Braitenberg stellt zur Schau, dass er über seinen Tellerrand blicken kann, dass er sich hier und da umgetan hat, aber sein eigentliches Thema, die Seele, das Bewusstsein und den Sinn des Lebens, verfehlt er.
Erzählt wird das Ganze in manierlicher Altherrensprache, die manchmal vornehm ironisch klingen soll. Dabei vergaloppiert sich der Autor ordentlich, wenn er zum Beispiel geometrische Vollkommenheit im weiblichen Gesäß sucht: "Der Orros schien mir, selbst in der Verhüllung, die er in verschiedenen Farben und wechselnden Stoffen trug, das schönste Gebilde, das ich je gesehen hatte." Weh tut auch, wenn die Geliebte am Balkongeländer steht und "Sonderbares" geschieht: "Ein Geräusch zeigt an, daß ein Teil des Gases, das im Inneren des Körpers durch Gärung entstanden ist, diesen verlassen und dabei die elastische Umgebung der Körperöffnung in Vibration versetzt." Übrigens, ganz am Ende verschwindet die Schöne mit den Blähungen und klaut auch noch die Geige.
Verglichen mit Braitenbergs "unwissenschaftliche Essays" Gescheit sein stellt sich die Frage, ob der Autor nicht doch besser bedient gewesen wäre, wenn er auch in diesem Fall seine philosophischen, astronomischen und theologischen Überlegungen in Essay-Form gegossen hätte. --Matthias Kehle