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Ill oder Der Engel und die Philosophen
 
 
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Ill oder Der Engel und die Philosophen [Gebundene Ausgabe]

Valentin Braitenberg
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Reisender macht in einem Hotel eine jener Zufallsbekanntschaften, die nichts Zufälliges zu haben scheinen. Er trifft eine junge Frau, die sich, ohne lange zu überlegen, dem Reisenden anschließt. Sie folgt ihm auf einer Reise quer durch Europa bis in den Jerusalemer Felsendom. Sie machen bei einem Informatiker, einem "idiot savant", einem Geigensammler und einem sehr diesseitigen Theologen Station, von denen sie sich Antworten auf ihre Fragen erhoffen: Was ist und wo sitzt das Bewußtsein? Was erkennen wir, wenn wir etwas erkennen? Warum können Computer keine Gesichter erkennen? Ist die Seele in der Unvollkommenheit zu suchen?
Aber die Reise findet ein abruptes Ende, als die junge Frau ebenso überraschend verschwindet, wie sie aufgetaucht ist. Nicht ohne dem Reisenden einen einzigartigen Gegenstand zu stehlen.

carpe.com

Ein wissbegieriger Mensch mit einem Geigenkasten zieht aus, um etwas über die Seele zu lernen. Schnell begibt sich eine schöne Frau an seine Seite, und so ziehen die beiden durch die Welt, um da und dort -- in Italien, England oder Israel -- Station bei Gelehrten und Weisen zu machen.

Valentin Braitenberg ist Professor für Physik und hat zahlreiche weitere akademische Weihen. Er ist ein wissbegieriger Mensch, der nun versucht hat, einen Roman zu schreiben. Herausgekommen ist dabei eine Sammlung populärwissenschaftlicher und esoterischer Essays, garniert mit einer Liebesgeschichte. Das Paar diskutiert mit den Weisen und Gelehrten über das Verhältnis von Primzahlen zum dreieinigen Gott, über Geometrie und Kosmologie oder aber die Vollkommenheit von Geigen -- "über Dinge, die keinen normalen Menschen interessieren", wie der Erzähler selbst feststellt.

Valentin Braitenberg stellt zur Schau, dass er über seinen Tellerrand blicken kann, dass er sich hier und da umgetan hat, aber sein eigentliches Thema, die Seele, das Bewusstsein und den Sinn des Lebens, verfehlt er.

Erzählt wird das Ganze in manierlicher Altherrensprache, die manchmal vornehm ironisch klingen soll. Dabei vergaloppiert sich der Autor ordentlich, wenn er zum Beispiel geometrische Vollkommenheit im weiblichen Gesäß sucht: "Der Orros schien mir, selbst in der Verhüllung, die er in verschiedenen Farben und wechselnden Stoffen trug, das schönste Gebilde, das ich je gesehen hatte." Weh tut auch, wenn die Geliebte am Balkongeländer steht und "Sonderbares" geschieht: "Ein Geräusch zeigt an, daß ein Teil des Gases, das im Inneren des Körpers durch Gärung entstanden ist, diesen verlassen und dabei die elastische Umgebung der Körperöffnung in Vibration versetzt." Übrigens, ganz am Ende verschwindet die Schöne mit den Blähungen und klaut auch noch die Geige.

Verglichen mit Braitenbergs "unwissenschaftliche Essays" Gescheit sein stellt sich die Frage, ob der Autor nicht doch besser bedient gewesen wäre, wenn er auch in diesem Fall seine philosophischen, astronomischen und theologischen Überlegungen in Essay-Form gegossen hätte. --Matthias Kehle

Der Verlag über das Buch

Eine kurze Geschichte von der Seele – »Was bleibt sind Fragen: Fragen zum Weitergrübeln, kluge Fragen … ›Alles Interessante ist zwischen den Zeilen‹, heißt es einmal. Stimmt: Wer dort sucht, findet in diesem Buch jede Menge kleiner Juwelen.«Der Spiegel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Braitenberg, geboren 1926 in Bozen, Studium der Medizin und Psychiatrie, Habilitation für Kybernetik und Informationstheorie, von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1994 Direktor am Max-Planck-Institut für biolo-gische Kybernetik in Tübingen. Er ist mit einer Künstlerin aus New York verheiratet und lebt mit ihr in Tübingen, Meran und Neapel. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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