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Produktinformation
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Ilium ist der erste Teil eines zweibändigen Projekts, das nichts weniger unternimmt, als Homers Epos in einem SF-Kontext neu zu erfinden. Simmons lässt seine Musen drei Fäden spinnen: Auf der ersten Handlungsebene eintausend Jahre in der Zukunft kehrt Thomas Hockenberry, Historiker und Homerkenner des 21. Jahrhunderts als Quantenwesen ins Leben zurück. An seine Vergangenheit kann er sich nur fragmentarisch erinnern. Sein Wissen über die Antike ist jedoch noch vollständig erhalten, und genau darauf kommt es an: Seine neuen Herren sind die Götter des griechischen Pantheons, das sich auf dem Mars-Berg Olympos Mons befindet.
Die zweite Handlungsebene spielt auf der Erde, auf der noch genau eine Million Menschen leben. Sie werden von mechanischen Dienern umsorgt und von den geheimnisvollen »Voynix« betreut. In vieler Hinsicht gleichen die Menschen den »Eloi« aus H. G. Wells Zeitmaschine -- sie sind saft- und kraftlose Dummköpfe, die ihre Zeit damit verbringen, von einer Party zur nächsten zu »faxen«. Der 99jährige Harmann ist da eine Ausnahme. Er möchte mehr über seine Welt herausfinden und über die beiden Ringe, von denen die Erde inzwischen umgeben ist -- dem angeblichen Aufenthaltsort der Menschen nach dem Tode.
Der dritte Handlungsstrang nimmt seinen Anfang auf den Monden des Jupiter, wo so genannte »Moravecs« -- autonome biomechanische Künstliche Intelligenzen -- Erze und andere Rohstoffe abbauen und ihre lange Lebenszeit dazu nutzen, Shakespeare und Proust zu analysieren. Den Moravecs fällt auf, dass auf dem Mars merkwürdige Löcher in das Gewebe der Wirklichkeit gerissen werden -- vermutlich die Folge der unkontrollierten Quantensprünge der dort beheimateten Götter. Daraufhin schicken sie ein Raumschiff zum roten Planeten, um nach Ursachen und Ausmaß der Katastrophe zu forschen und gegebenenfalls etwas dagegen zu unternehmen ...
Ilium ist Science Fiction auf höchstem erzählerischem Niveau. Dan Simmons gelingt es, jede der drei Erzählebenen spannend zu gestalten und ganz allmählich Verbindungslinien zwischen ihnen zu knüpfen. Bezeichnend für ihn ist die Mischung aus modernsten Erkenntnissen der Naturwissenschaften und leidenschaftlicher Neuinterpretation klassischer Literatur. Was auf den ersten Blick absurd klingt, wirkt innerhalb des phantastischen Romankontexts völlig überzeugend.
Ein endgültiges Urteil über Ilium wird sich erst nach dem Erscheinen des abschließenden zweiten Bandes Olympos fällen lassen. Was jetzt schon außer Frage steht: Dan Simmons hat die hohen Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, erfüllt -- wenn nicht sogar übertroffen. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gigantischer Epos,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Homer ist Tod, es lebe die Ilias...Dan Simmons erschafft in diesem Buch die Welt der alten Griechen neu und versetzt bzw. vernetzt das Geschehen mit der Zukunft. Ilium ist ein sensationelles Crossover, das irgendwo zwischen Science Fiction und Nacherzählung des Kampfs um Troja angesiedelt ist. Jeder, der dem Medium Science Fiction aufgeschlossen gegenübersteht sollte es mit Herrn Simmons versuchen. Die Geschichte versprüht ein wahres Feuerwerk an guten Einfällen. Einige der negativen Bewertungen sagen, dass im Buch keine Spannung aufkommt und dass das ganze vor allem in den ersten 150 Seiten recht wirr rüberkommt. Hier ein klares Ja, aber man sollte bedenken dass Ilium und Olympos zusammengehören und über 1.600 Seiten dick sind. Gebt dem Autor doch erst einmal die Chance die Bühne für sein Epos zu entwickelt. Das Ganze wird ab der Mitte des ersten Bandes so spannend, dass man das Buch nur noch ganz schwer aus der Hand legen kann! Der Schreibstil und die Sprache von Herrn Simmons haben sich bisher immer wohltuend aus der breiten Masse der Veröffentlichungen herausgehoben. Das gilt hier ebenfalls uneingeschränkt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diese Helena ist es wert, fragt Hockenberry!.....,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Um einmal Stephen King zu zitieren: "Dan Simmons schreibt wie ein Gott!"Noch nie hat mir das Lesen einer Space Opera so viel Spaß gemacht wie im Fall von Ilium. Zurück zur Geschichte: inmitten der Wirren des Trojanischen Krieges findet sich der ehemalige Philosophie-Professor Thomas Hockenberry wieder. Er hat keine Ahnung wie er dort hingekommen ist, aber er ist da, noch. Im Auftrag der Muse Melete berichtet er dank modernster Technologien live vom Trojanischen Krieg, beinahe schon zu live für seinen Geschmack. Um ihn herum tobt ein Gemetzel wie es die Welt noch nie zuvor gesehen hat. doch halt. Hockenberry ist Experte für Homers Ilias, doch was er sieht entspricht nicht dem was der alte griechische Poet niedergeschrieben hat. Doch wieso? Hockenberry macht sich auf die Suche nach Antworten. Doch er bleibt nicht unbeobachtet, die Götter des Olymps haben ein Auge auf ihn geworfen. Währenddessen gehen irgendwo anders in der Galaxis fünf Moravecs, biochemische Cyborgs, auf eine Entdeckungsreise die, die merkwürdigen Vorkommnisse auf dem Mars aufklären sollen. Ihre Reise führt sie zum Olympos Mons, dem höchsten Berg der Galaxis, wo ein schrecklicher Krieg stattfindet. Zur selben Zeit auf der Erde frönen inzwischen Daeman, Harman und Ada ihren sexuellen Vorlieben, die sie unterwegs auf Odysseus treffen lässt. Der Seefahrer und Kriegsherr unterrichtet sie in „Leben“ und führt sie zu verborgenen Plätzen der Erde, die nur noch von wenigen Menschen bewohnt wird. Dabei stoßen sie auf ein lange gut gehütetes Geheimnis über die Vergangenheit der Menschheit. Eine Odyssee beginnt. Dan Simmons bisheriges Meisterwerk ist in jeder Hinsicht über alle Zweifel erhaben. Es klotzt wo es muss und kleckert nicht, oder wie wir Österreicher sagen würden, es ist von vorne bis hinten einfach nur geil. Es ist spannend, unterhaltsam, sexy, intelligent, interessant und obendrein animiert es so manchen zum Lesen der Ilias, mich zum Beispiel. Daher kann ich Ilium allen Freunden von Space Operas und all jenen die gerne mal einen Blick riskieren wollen, nur ans Herz legen, sie werden es nicht bereuen. Ein echtes Meisterwerk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
HOCHSPANNUNG & FANTASIEOVERKILL!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ilium (Taschenbuch)
Auf die Gefahr hin Aussagen anderer Leser zu wiederholen, die diesen Roman hier bereits besprochen haben, komme ich dennoch nicht um eine "Kritik" dieses außergewöhnlichen Buches herum.Wer hier einen historischen Roman erwartet, wird zumindest überrascht sein, residieren die Götter des Olymps doch auf dem Marsberg Mounts Olympos und man schreibt das Jahr 3000. Die Götter, nanotech-manipulierte Geschöpfe ungewisser Herkunft, entsenden durchs Raum-Zeit-Kontinuum mit HighTek ausgerüstete Beobachter, geklonte Menschen vergangener Epochen, an den Schauplatz der legendären Schlacht um Troja und greifen auch selbst wunderwirkend ins Geschehen ein. Die Ereignisse eskalieren, als sich einer der Beobachter, Literaturprofessor Hockenberry aus dem 20. Jahrhundert, der Willkür der Allmächtigen zu widersetzen beginnt, eine Affaire mit der schönen Helena anfängt und Trojaner und Griechen zum Kampf gegen die Götter anstachelt... Unterdessen machen sich aus dem Asteroidengürtel künstliche Intelligenzen auf, um die ungewöhnlichen Ereignisse auf dem Mars aufzuklären und den Missbrauch des Raum-Zeit-Kontinuums, der eine stellare Katastrophe herbeibeschwört, zu beenden. Derweil fristet auf der zukünftigen Erde im Jahr nach 3000 der vergnügungssüchtige Rest der Menschheit ein kulturloses "Eloi"-Dasein und die höherentwickelten "Nachmenschen" wurden inzwischen in ihren Orbitalstädten von einem Monster aus dem Kontinuum, Caliban, dahingemetzelt. Das mag nun alles recht durchgeknallt klingen. Der Autor schafft es aber, ein faszinierendes, bizarres Universum zu erfinden, das den Leser, der sich erstmal in das umfangreiche Werk eingelesen hat, nicht mehr so schnell aus seinem Bann läßt. So fiebert man schon bald mit den plastisch dargestellten Figuren, erlebt (recht drastisch geschilderte) historische Schlachten, stellare Katastrophen und düster-gruselige Episoden, gewürzt mit einem Volkshochschulkurs "Literaturgeschichte für Fortgeschrittene". Wie bereits in seinen beiden vorherigen Mammut-Epen "Hyperion-Gesänge" und "Endymion" (die ich bedingungslos zum Lesen empfehle!) ist dies Teil 1 einer Folge von 2 Büchern, da die Werke aus verlagstechnischen Gründen (Umfang!) zweigeteilt wurden. So stellt Simmons wieder im ersten Teil, hier "Ilium", die Fragen: wer sind die Götter und weshalb ihr Interesse an Troja, wieso verschönern die "Kleinen Grünen Männchen" den Mars mit Steinkopfmonumenten, wie kam es zum grausigen Schicksal der Nachmenschen und was ist mit den vielen verschwundenen Altmenschen geschehen, was treiben die ausserirdischen Voynixe auf der Erde etc... Der in Vorbereitung befindliche Teil 2 "Olympos" wird endlich die Antworten liefern und wer bereits "Ilium" gelesen hat, wird die Fortsetzung garantiert keinesfalls verpassen. Ich bin jedenfalls schon gespannt!!! Absoluter Tipp nicht nur für Science Fiction-Freunde, kreiert Simmons hier doch einen wirklich anspruchsvollen und visionären, dabei aber auch spannenden und actionreichen Lesegenuss. Höchstwertung! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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