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Ilias. Odyssee Gebundene Ausgabe – 1999


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 793 Seiten
  • Verlag: Bechtermümz (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828902227
  • ISBN-13: 978-3828902220
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 766.198 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von weiser111 am 6. Mai 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Odysseus, der Listenreiche, der große Filou, das erste und größte Schlitzohr der Weltliteratur -- in der Odyssee geht es vor allem um ihn; außerdem -- und das ist einem oft kaum bewusst -- trägt Homer hier auch viele Ereignisse aus dem Trojanischen Krieg mit, die in der Ilias nur angedeutet werden. Vor allem jedoch geht es um Odysseus' Irrfahrten und Abenteuer.
Wer die Odyssee bislang nur aus "für die Jugend bearbeitet[en]" Fassungen kennt, der wird sich erstmal wundern: Homer beginnt sein Epos nicht mit dem Anfang. Nach einer Art Vorspiel auf dem Olymp erfährt man: Odysseus ist glücklich bei den Phäaken gelandet, seine Heimat Ithaka ist nicht mehr weit. Am Hof der Phäakenkönigs erzählt er seine Abenteuer; die meisten Leser werden sich erinnern: Die Blendung des Polyphem, die Fahrt zwischen Scylla und Charybdis, die Sirenen und Kirke... und noch vieles mehr, das man nicht mehr so genau in Erinnerung hat. Eingeschoben sind Passagen, in denen es um seine Frau Penelope und seinen Sohn Telemach geht. Schließlich segelt Odysseus nach Ithaka weiter, doch einfach machen ihm die Götter die Heimkehr nicht. Erst muss er noch der vielen Freier Herr werden, die seit Jahren Penelope belagern...
Wie man sieht, greift bereits der erste Epiker der europäischen Literatur zu ausgefuchsten Mitteln, um seine Geschichte noch spannender zu machen, als sie es ohnehin schon ist. Aber nicht nur das: Im Gegensatz zur Ilias geht es in der Odyssee nicht um Heldentaten. Nicht der Kraftmeier Polyphem siegt, sondern der Fuchs Odysseus. Schon die Einleitung der Odyssee ist geprägt von List und Witz -- ja, richtig gelesen: Witz!
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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 4. November 2007
Format: Taschenbuch
Vorgesehen war es ja nicht, mich nach Jahren wieder einmal in die Odyssee zu vertiefen. Aber da ich mich beruflich mit dieser antiken Heldensaga beschäftigen musste, suchte ich eben in der Buchhandlung nach einer ungekürzten Ausgabe, die zudem keine prosaischen Veränderungen enthalten durfte. Die Empfehlung der kundigen Verkäuferin gebe ich nun in der Form einer Amazon-Rezension gerne weiter. Dabei verzichte ich allerdings auf inhaltliche Bemerkungen, gehe ich doch davon aus, dass allfällige Interessenten Odysseus weder für einen Badezusatz, noch für eine neue Luxuslimousine halten.

Mein Anliegen ist es, potenziellen Käufern die Angst vor einer Hexameter-Übersetzung zu nehmen. Die Lektüre ist viel einfacher, als mich schulische Erinnerungen erwarten liessen. Offenbar hatte mein Lehrer damals zu Recht so für Heinrich Voss geschwärmt. Klar kenne ich auch die Schwab'sche Fassung, aber wieder Mal mit Versen in Berührung zu kommen, war bei solcher Sprachleistung einfach schön.

Mein Fazit: Wer nicht eine der zahlreichen Prosaübersetzungen lesen will, kommt um die Hexameter-Version um Heinrich Voss kaum herum. Mir machte die Lektüre Spass. Schön, wenn meine Empfehlung dazu beiträgt, auch anderen die Befürchtung zu nehmen, Verse zu lesen, sei zwingend öde, schwierig und langweilig.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Adi Benter am 3. November 2011
Format: Taschenbuch
Sicher, Voß schrieb in den Jahren 1781/1793 in einem für uns heute fremd wirkenden Deutsch. Deshalb habe ich das dtv-Buch für Studienzwecke gekauft. Wer also die Ilias und die Odyssee als hochdeutsche, halbwegs zeitgemäße und unterhaltsame Bettlektüre haben will, greife zu Gustav Schwab: "Die schönsten Sagen des klassischen Altertums". Zu den 1-Stern-Kritikern muss sagen, dass die Übersetzungen von Voß seinerzeit ein voller Erfolg waren und selbst von Goethe für seinen Achilleis herangezogen wurden. Diese Übersetzungen dann 230 Jahre später mit einem einzigen Stern zu bemängeln, erscheint mir nicht angebracht. Wäre ich derselben Auffassung, wie diese Kritiker, dann hätte es für mich nur geheißen: "Ist nicht mein Ding". Auf eine Rezension hätte ich in diesem Fall verzichtet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Eltje Weiß am 13. Januar 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Für ganze Generationen gehörten die beiden Werke von Homer zum Standard, den man als gelehrte Person zu lesen hatte, wenn nicht gar auswendig zu lernen. Es ist schließlich eines der wenigen Schriftstücke der Antike, die das Mittalalter überlebt haben. Die Handlung ist komplex und bis heute spannend. Die Handlung weiter Teile kennt man aus Film und Fernsehen.

Und irgendwann kam mal der Gedanke in mir auf: Diesen Klassiker sollte ich mal lesen. Dann weiß ich, wovon alle sprechen. Und mein erster Gedanke nach drei Sätzen war: Eiderje ... wie kompliziert. Den Text schaffe ich nie.

770 Seiten Schriftgröße 8 sind an sich schon eine Herausforderung. Die überaus komplexe Handlung macht daraus eine Mammutaufgabe. Hunderte Personen, Völker und Götter tummeln sich in ihr, in Rückblenden, Einschüben und Gotteswünschen vorgestellt. Und überaus erschwerend: der Text ist in einer nicht reimenden Versform geschrieben und die Personen werden meist nicht mit ihrem Namen benannt. Sie werden vielmehr als "Enkel des...", "geliebt von Gott ...", "stammend aus ..." usw. vorgestellt, wodurch sich das ganze Chaos noch verdichtet.

Mit der Zeit liest man sich ein, aber leicht wird es nie. Wer sich wirklich für das Original interessiert, kommt an diesem Werk wohl nicht vorbei. Alle sonstwie Interessierten sollten lieber auf eine moderne Übersetzung ohne Versform zurückgreifen, die die Handlung besser beschreibt und Fließtextcharakter aufweist.
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