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Ilias: Übertragen von Raoul Schrott. Kommentiert von Peter Mauritsch
 
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Ilias: Übertragen von Raoul Schrott. Kommentiert von Peter Mauritsch [Broschiert]

Homer , Raoul Schrott
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 672 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (21. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596184355
  • ISBN-13: 978-3596184354
  • Originaltitel: Ilias
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 173.373 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Ilias des Homer in einer brillanten Übersetzung, die uns das Epos um den troianischen Krieg in seiner ganzen Lebendigkeit zugänglich macht. Der Zorn des Achilles, die Schlachten zwischen Griechen und Troianern, die spöttischen Machenschaften der olympischen Götter all dies erzählt in einer poetischen und zeitgemäßen Sprache, die den Sinn des homerischen Ausdrucks verdeutlicht und so diesem Text, dem kulturellen Fundament Europas, neuen Glanz verleiht.
"Homers Epos handelt vom Krieg und von den friedfertigen Begegnungen der Menschen, den anständigen und den schlechten, privat wie öffentlich; es zeigt, wie die Götter miteinander und mit den Menschen umgehen und auf welche Weise sich diese Beziehungen dann gestalten; es schildert Himmelserscheinungen, die Unterwelt und nennt die Abstammungen der Götter und Heroen." Platon Ion

Über den Autor

Homer ist der erste namentlich bekannte Dichter der griechischen Antike. Er lebte vermutlich gegen Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. in den von Griechen kolonisierten Gebieten Kleinasiens und gilt als Schöpfer der ältesten Werke der abendländischen Literatur: der Ilias, der Odyssee und der Homerischen Hymnen. Schon in der Antike wurde über Homers Person und Herkunft diskutiert: Smyrna, Athen, Ithaka, Pylos, Kolophon, Argos und Chios beanspruchten, als sein Geburtsort zu gelten. Über sein Leben ist wenig Genaues bekannt. Die ersten sicheren literarischen Zeugen sind Pindar, Heraklit und Simonides. Wahrscheinlich zog er als fahrender Sänger (Rhapsode) von Hof zu Hof und trug seine Lieder und epischen Dichtungen dem adligen Publikum vor. Armut und Blindheit werden ihm zugeschrieben, seine Teilnahme am Sängerkrieg in Chalkis und sein Tod auf Ios bleiben Vermutung.Raoul Schrott, Jg. 1964, studierte Literatur und Sprachwissenschaft in Innsbruck, Norwich, Paris und Berlin. Er lebt in Innsbruck und Seillans (Provence). Für sein Werk wurde er bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.Peter Mauritsch ist Assistenzprofessor für Alte Geschichte und stellvertretender Vorsitzender der Curricula-Kommission für Alte Geschichte und Altertumskunde an der Karl-Franzens-Universität Graz.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sprachebene verfehlt 10. September 2010
Von M. Heider
Es kann nur als ambitioniertes und lobenswertes Unterfangen bezeichnet werden, eine Neuübersetzung oder vielmehr -übertragung der Ilias vorzulegen, die sich nicht in erster Linie an philologischen Gesichtspunkten orientiert, sondern versucht durch Verwendung einer zeitgemäßen Sprache den 2800 Jahre alten Text dem interessierten Leser des 21. Jahrhunderts zugänglich zu machen. Für den Versuch gebührt Herrn Schrott Anerkennung.

Leider entstellt seine gewählte Sprachebene die Ilias und erzeugt ein Zerrbild. Die Übertragung Schrotts strotzt vor deftigen, unzweideutigen Ausdrücken, speziell in den direkten Reden. Diese Unflätigkeit, an der prinzipiell nichts auszusetzen wäre, mag modern erscheinen, entspricht aber ganz und gar nicht der Sprache Homers. Deftigkeit und Unflätigkeit kommt auch in der ältesten erhaltenen griechischen Literatur nicht selten vor, etwa bei Archilochos -- allerdings enthält sich Homer einer solchen Ausdrucksweise zur Gänze. Wenn aber ein Autor eine bestimmte Sprachebene, die er hätte ohne weiteres verwenden können, vermeidet, so wird man das als bewußt eingesetztes gestalterisches Element ansehen dürfen; wenn also eine Übertragung von der im Original vorherrschenden Sprachebene abweicht, so kann man nur von einer Entstellung des Originals sprechen. Eine "moderne" Übersetzung wäre eine Übersetzung in kontemporäre Hochsprache, nicht aber in kontemporäre Umgangssprache -- auch Homer verwendet schließlich als bewusstes gestalterisches Element die Hoch- und nicht Umgangssprache seiner Zeit.

Die Übertragung Raoul Schrotts vermittelt somit zwar einen Eindruck von der Handlung der Ilias, wer aber über dieses sehr dürftige Gerüst hinaus mit dem Werk vertraut werden möchte, wird von ihr nur in die Irre geführt. Insgesamt ist etwa die Übersetzung Schadewaldts verbal nur ganz unwesentlich antiquierter und kaum schwieriger zu verstehen als jene Schrotts, vermittelt aber einen ungleich originalgetreueren Eindruck des Werkes.
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5 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das die Übersetzung von Raoul Schrott nicht die Reimsprache des originals zu erhalten versucht und daher fast wie eine Prosa lesbar ist, war mir im Vorfeld bekannt und mit ein Grund endlich diesen alten Schinken zu lesen.

Positiv fällt auf, dass Schrott nicht blind den Sagenstoffes übersetzt, sondern sich auf die neuesten Erkenntnissen über die Umstände der Ilias stüzt. Als Bonus zum eigentlichen Stoff sind auch Zusammenfassungen der älteren Kypria und der Aithiopis abgedruckt in deren Handlungsrahmen die Ilias stattfindet.

Fünf Sterne gibt es dennoch nicht, denn an einigen Stellen war die Übersetzung schwer oder erst nach mehrfachem Lesen wirklich zu verstehen. Dazu trägt sicherlich auch die österreichische Wortwahl und Rechtschreibung bei, die der Verleger ruhig an das in Deutschland geläufige Deutsch hätte anpassen können.
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