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Ikkyu, Band 1: Bd 1 [Taschenbuch]

Hisashi Sakaguchi , Josef Shanel , Matthias Wissnet
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

November 2008
Der Buddhismus hat viele bedeutende Protagonisten hervorgebracht. Der schillerndste unter ihnen war der Zen-Meister Sojun Ikkyu, der im frühmittelalterlichen Japan lebte. Im krassen Gegensatz zur herrschenden Lehre suchte er Erleuchtung bei Frauen, im Alkoholgenuss und im Verzehr von Fleisch. Im heutigen Japan genießt Ikkyu deshalb Kultstatus.  Hisashi Sakaguchi zeichnet in dem vierbändigen Manga IKKYU die packende Lebensgeschichte dieses außergewöhnlichen Mannes nach - in detaillierten und schönen Bildern. Für dieses Meisterwerk der Manga-Geschichte wurde Sakaguchi nach seinem Tod mit dem Preis der Vereinigung japanischer Comiczeichner ausgezeichnet. Band eins seiner faszinierenden Biografie beschreibt, wie aus dem verstoßenen Kaiserspross ein nachdenklicher Novize wird, der aus Verzweiflung über den Sittenverfall der weltlichen und religiösen Führer und über die schreiende soziale Ungerechtigkeit die Vorzüge des bequemen Klosterlebens gegen ein asketisches Dasein als Bettelmönch tauscht. PRESSESTIMMEN zu IKKYU: "Superlative sollte man sparsam verwenden, hier aber ist einer angebracht: das vierbändige Manga-Epos «Ikkyu» gehört zu den größten Comic-Meisterwerken überhaupt." (Hans Keller, Kulturmagazin www.the-title.com)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 308 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551780617
  • ISBN-13: 978-3551780614
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 431.842 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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5.0 von 5 Sternen Die verrückte Wolke 23. November 2008
Ich wollte schon wieder enttäuscht wegen des immergleichen rosa Mädchenmangaschunds aus der Comicabteilung gehen, bis mir ein roter Band ins Auge ragte, den ich noch nicht kannte. Carlsen Comics hat es tatsächlich gewagt mal wieder eine Serie abseits der üblichen romantischen Komödie und dem weiblichen Mainstreamkäufer von 12-17 Jahren zu veröffentlichen und mittendrin die Biografie des Ikkyu, einem Zen-Buddhistischen Mönch, herauszubringen (oder besser gesagt, zu "verstecken").
Die Reihe "Ikkyu" beschreibt das Leben und vorallem Wirken des bekannten und als exzentrisch geltenden Zen-Meisters, der als Kind ins Kloster geschickt wurde um einem Attentat auf sein Leben entgegenzuwirken. Schließlich ist Sengikumaru (so sein Geburtsname) kein normaler Bauernjunge, sondern der Sohn des Kaisers. Voll Zweifel aufgrund seiner Herkunft, dem Lebenssinn, den Widersprüchen des Mönch-Daseins versucht er seinen Weg, vorallem durch Humor, zu meistern und geht keinen Konflikt aus dem Weg.

Angereichert ist die Geschichte zudem mit den Wirren der Kriegshandlungen zwischen nördlichem und südlichem Hof und dem Leben der Menschen zu dieser Zeit. Wobei "Wirren" tatsächlich zutrifft, denn wenn man die japanische Geschichte nur im Asatz kennt, sind die meisten Kaiser, Familiennamen und Regierungswechsel nur Randnotizen, die man eben hinnimmt, die aber leider manchmal den sonst sehr flüssigen Storyverlauf stören.

Der Handlungsaufbau und vorallem die Zeichnungen Sakaguchis sind allerdings großartig. Der Zeichenstil stellt eine perfekte Mischung aus leicht überzeichneten Shonen-Manga-Charakteren, die man auch mal in albernen Situationen vorfindet und kalligraphisch anmutenden Pinselstrichen, die mal stilisiert, mal realistisch wiedergegeben nicht nur das Auge wunderbar unterhalten.

Für jeden der Lone Wolf and Cub, Vagabond, Lady Snowblood und Sonne und Mond mag.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ikkyu - einer der größten Zenmeister Japans 15. Februar 2009
Ikkyu Sojun war eine der großartigsten Gestalten des japanischen Zen.
Ikkyu ist in Japan ungeheuer populär und viele Geschichten und Legenden ranken sich um seine Gestalt.
Für ihn war Zen nicht nur das stille Meditieren im Schutzraum des Kloster. Vielmehr muß sich der Zen im Alltag bewähren. So schreibt man ihm die Idee zu, die Zubereitung von Tee als Meditations- und Kunstweg zu gestalten.
Ikkyu war dem etablierten Zen des Klosters gegenüber immer kritisch eingestellt. Er warf den Priestern vor, in bloßen Formen erstarrt zu sein und den Geist verloren zu haben. Darum verließ er das Kloster und lebte mit einer blinden Nonne zusammen, für die er glühende Liebesgedichte schrieb. Seine Liebesgedichte zählen mit zu den berühmtesten Werken der japanischen Lyrik.
Die Geschichte Ikkyus mit dem ganzen zeitgeschichtlichen Hintergrund wird hier in diesen Manga - Bänden lebendig. Zwar eine ungewöhnliche Methode, sich einer großartigen Gestalt und seiner aufregenden Lebenszeit zu nähern, aber alle Begebenheiten, die hier erzählt werden, beruhen auf historischen Tatsachen.
Eine hervorragende Quelle nicht nur für Manga Fans, um ein gutes Stück japanischer Geschichte und eine der faszinierendsten Gestalten des japanischen Zen kennen zu lernen, über die im deutschsprachigen Raum kaum Literatur existiert.
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5.0 von 5 Sternen Das Leben des Wandermönches Ikkyu (1394–1481) 21. Oktober 2012
Von KalyanaMitrah TOP 1000 REZENSENT
Durch dieses Buch habe ich Mangas lieben gelernt. Um dieses 4-bändige Meisterwerk - jeder Band zeichnet einen bestimmten Lebensabschnitt nach - zu schätzen, musst du aber kein Liebhaber dieses Genres sein. Was hier geboten wird, ist die Aufarbeitung japanischer Kulturgeschichte (15. Jh.) und ein tiefer Einblick in das Leben des Wandermönches Ikkyu. Ich habe alle vier Bände regelrecht verschlungen und bin dadurch der Welt der Graphic Novels begegnet, wofür ich heute sehr dankbar bin. Ich finde, hier sind wirklich Superlative angebracht. Ich empfehle das Buch nicht nur allen, die sich für Japan, Zen-Buddhismus oder Mangas interessieren. Ich lege die Lektüre auch all jenen ans Herz, die sich mit einem ganz außergewöhnlichen Menschen beschäftigen möchten, ein Mensch, der die Äbte und Priester in Frage gestellt hat, der ins Herz von Buddhas Lehre vorgedrungen ist und im Alltag das umsetzte, was durch die verknöcherten Strukturen und Traditionen japanischer Klöster verunmöglicht worden war. Einer, der auszog, das wahre Leben kennen zu lernen. Ein heller Geist.
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