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Ihr wahrer Name: Ein Vic Warshawski Roman
 
 
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Ihr wahrer Name: Ein Vic Warshawski Roman [Taschenbuch]

Sara Paretsky , Sonja Hauser
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 493 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 3 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492239064
  • ISBN-13: 978-3492239066
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 397.675 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vic Warshawski ermittelt endlich wieder! Die wehrhafte und charismatische Privatdetektivin arbeitet in Sara Paretskys fesselndem neuen Krimi an der Aufklärung eines verworrenen Versicherungsbetrugs und hilft einer jüdischen Freundin, die von den Schrecken ihrer Vergangenheit in Nazideutschland erneut heimgesucht wird.

Isaiah Sommers hat ein Problem. Nach dem Tod seines Onkels erhält der farbige Arbeiter von der Versicherungsgesellschaft Ajax die Auskunft, dass die fällige Lebensversicherung bereits vor zehn Jahren ausbezahlt worden sei. An wen und unter welchen Umständen, bleibt ein Geheimnis. Warshawski stöbert in der Zentrale der Gesellschaft herum und gewinnt den Eindruck, dass man dort einiges zu verbergen hat. Nach dem gewaltsamen Tod eines Versicherungsagenten erhärtet sich ihr Verdacht.

Unterdessen wird Warshawskis Freundin Lotty Herschel von einem gewissen Paul Radbuka bedrängt. Radbuka behauptet, Herschel und ihren Freundeskreis bereits im Wien der 40er-Jahre gekannt zu haben und mit einem ihrer Freunde nahe verwandt zu sein. Während der Schrecknisse des Holocausts habe man sich damals aus den Augen verloren. Auch gegen Lottys Willen beschließt die Detektivin, der Sache auf den Grund zu gehen. Fündig wird sie während der Demonstrationen zweier rivalisierender Bürgerrechtsgruppen, nämlich der Organisation des schwarzen Aktivisten Alderman Durham und der seines orthodoxen jüdischen Gegenspielers Joseph Posner. Die Aktionen beider Gruppierungen richten sich nämlich gegen die Ajax Versicherungsgruppe. Der Kreis schließt sich.

Sara Paretsky lässt sich stets Zeit mit der Veröffentlichung eines neuen Romans. Das tut ihrem Einfallsreichtum und ihrer Hauptfigur gut. Vic Warshawski strahlt ungebrochene Faszination aus, nichts ist zu spüren von den Abnutzungserscheinungen vieler Serienhelden. Die Autorin legt ungewöhnlich großen Wert auf ein detailliertes und plausibles Gesamtbild ihrer Hauptfigur. Sie arrangiert ihre anspruchsvollen Plots mit Gespür für die richtige Dramaturgie, mit Humor und feiner Spannung. Vic Warshawski und ihre Schöpferin gehören ohne Zweifel zu den modernen Klassikern des Genres. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Vic Warshawski ist die einzige Privatdetektivin von Weltformat.« Donna Leon

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unglaubwürdig 17. September 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich nur 2 Sterne von mir, da mir aber die ersten Bände der "Warshawski" Reihe noch in sehr sehr guter Erinnerung sind, doch noch ein Punkt mehr:
Ich habe das Buch ( Thriller wäre der falsche Ausdruck) im englischen Original gelesen und wollte eigentlich nach den ersten 150 Seiten aufgeben. Das ganze ist zu gedehnt, zu zäh, dazu noch vollkommen spannungslos geschrieben, viele Handlungsstränge und Ebenen, die angedeutet werden (KZs, Judentum, Sklaverei, internat. Versicherungen und Versicherungsbetrug), dazu die persönlichen Verwicklungen und Beziehungen. Es zieht und zieht sich.... Und die Auflösung: lachhaft. Was Schweizer Versicherungsdirektoren so alles in den USA treiben....
Außerdem fehlt auch über lange Strecken der Witz, der sonst die
Warshawsky-Reihe auszeichnete, es war alles sehr bemüht.
Recht unbefriedigend, aber als Deutscher interessant - mit gemischten Gefühlen zu lesen - war der Besuch von Lotti in Österreich nach 50 Jahren. Ihre ganze Geschichte und ihr Aufwachsen in England, welches auf den letzten Seiten des Buches erzählt wurde, kam sehr amerikanisch-pathetisch-bemüht daher, um nicht zu sagen, kitschig !
Grundsätzlich kamen wir (Nachkriegs-) Europäer im Buch nicht besonders gut weg.
Fazit: Recht unbefriedigend. Sarah Paretsky wollte meiner Meinung nach zu viele Themen auf einmal unterbringen - politische wie auch menschliche - dies war aber einfach zuviel !
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
V.I. Warshawsky heisst die toughe Privatdetektivin aus Chicago ermittelt bereits in ihrem 10. Fall im 20 Jahr nach dem Erscheinen des ersten Krimis von Sara Paretsky. In dieser Zeit hat sich Paretsky von ihrer ursprünglichen Idee, einen weiblichen Sam Spade zu kreieren, gelöst und statt dessen eine sehr eigenwillige und starke Version des weiblichen Privatdetektivs geschaffen. Während V.I. ihren beruflichen Alltag mit einer gehörigen Portion Mut und Selbstbewußtsein meistert, wirkt sie im privaten Bereich eher ängstlich und von Selbstzweifeln durchsetzt.
Dieses Spannungsfeld findet sich in "Ihr wahrer Name" stärker als je zuvor, da sich hierin die professionellen Ermittlungen V.I.'s mit den privaten Verbindungen überschneiden. Während sie beruflich einen vermeintlichen Versicherungsbetrug an einer schwarzen Arbeiterfamilie untersucht, wird ihre beste Freundin von einem Menschen bedrängt, der behauptet ihr leinhaftiger Bruder zu sein. Wie üblich schafft es Paretsky, diese beiden scheinbar unabhängigen Handlungsstränge miteinander zu vereinen, ohne dabei die aktuellen politischen Geschehnisse des heutigen Chicago zu vernachlässigen. Im Gegensatz zu den meisten ihrer weiblichen Kolleginnen schafft es Paretsky, diese Vielschichtigkeit ihrer Handlungen so zu bewältigen, dass ein flüssig lesbarer und hochspannender Krimi dabei entsteht.
Lediglich der Schluss des neuesten V.I. Warshawsky Abenteuers gerät ein kolein wenig zu pathetisch und kitschig, was jedoch dem Lesevergnügen an sich keinen allzu großen Abbruch gibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
auch wenn dieses Buch eigentlich eher die Geschichte von Lotty, Max und Carl ist.

VI erhält von Isaiah Sommers den Auftrag herauszufinden, warum die Ajax-Versicherung (bereits bekannt aus früheren VI-Fällen) die Lebensversicherung für seinen verstorbenen Onkel Aaron Sommers nicht ausbezahlt. Ajax ist mittlerweile von der Edelweiß-Versicherung aus der Schweiz übernommen worden.

Während der Ermittlungen laufen Proteste gegen Versicherer, die Verträge mit Holocaust-Opfern tätigten und nunmehr ihre Archive öffnen sollen. Gleichzeitig protestiert eine Gruppe Afro-Amerikaner, dass ein einzuführendes Gesetz nicht nur für Holocaust-Opfer, sondern auch für Opfer der Sklaverei gelten soll.

Die vom lokalen TV gefilmten Proteste bringen einen Mann auf die Bildschirme der Chicagoer, der behauptet Jude zu sein und dieses erst unter Hypnose bei seiner Therapeutin Rhea Wiell wiederentdeckt zu haben.Er sei als Kind in Treblinka gewesen und den Häschern nur durch Zufall entkommen.Es handelt sich dabei um Paul Radbuka. Radbuka ist instabil und meint in Max oder Lotty oder Carl überlebende Verwandte entdeckt zu haben und will sich partout nicht vom Gegenteil überzeugen lassen.

Lotty, die bisher ihre Vergangenheit nahezu unter Verschluß gehalten hat, reagiert -gelinde ausgedrückt- seltsam. Max ist wegen der Aufdringlichkeit Radbukas in Sorge und Carl ist zynisch.

Die Zusammenhänge zwischen Aaron Sommers, einem Afro-Amerikaner, und jüdischen Protesten bzw. Holocaust-Opfern scheinen zunächst nicht klar. VI stellt die Zusammenhänge jedoch mit viel Geschick her. Nebenbei wird Maxs, Carls und Lottys Lebensgeschichte aufgerollt und die Schrecken der Nazizeit nochmals verdeutlicht.

VI ist in diesem nicht ihr gewöhnlich geistreich, spritziges Selbst. Sie scheint "erwachsener" und ausgeglichener geworden zu sein. Spritzigkeit würde allerdings auch nicht in das Rahmengeschehen dieses Buches passen. Sie ist allerdings immer noch geradeheraus, nimmt kein Blatt vor den Mund und lässt sich von niemandem etwas sagen.

Die Mitteleuropäer kommen in diesem Buch in der Tat nicht besonders gut weg, aber man kann Geschichte eben nicht veleugnen und ich denke, die Autorin hat mit den gleichzeitig laufenden Protesten der Afro-Amerikaner auch den ehemaligen Sklavenhaltern eine Art Denkzettel verpasst, wenn man so will.

Auch wenn Paul Radbuka vermutlich Sympathien wecken sollte, fand ich ihn einfach nur enervierend. Nichtsdestotrotz hätte ich mir gewünscht, mehr über seinen wirklichen Hintergrund zu erfahren. Gleiches gilt für Rhea Wiell (ist sie nun ein "Scharlatan" oder nicht?).

Trotz seines bedrückenden Inhalts, der sich nicht wirklich gut in einer kurzen Rezension wiedergeben lässt (dazu ist er einfach zu verschachtelt), hat mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Auch deshalb, weil es die Sicht der Amerikaner zu potentiellen Reparationen für Holocaust-Opfer wiedergibt. Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt.

Warum dann nur 4 Sterne? Weil mir VIs üblicher Witz gefehlt hat. Ansonsten ist es ein hervorragendes Buch, wenn auch kein Thriller.

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