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Ihm in die Augen sehen: 80 Tage in der Gewalt von Marc Dutroux Taschenbuch – 1. März 2006


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426778475
  • ISBN-13: 978-3426778470
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 365.245 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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„Ich war zwölf, nahm mein Fahrrad und machte mich auf den Weg zur Schule. Ich heiße Sabine. Ich wohnte in einem belgischen Dorf, und auf dem Weg zur Schule bin ich verschwunden“. – So rührend lapidar beginnt der Bericht über ein Martyrium. Am 28. Mai 1996 wurde Sabine Dardenne entführt und gefangen gehalten von dem Mann, den sie in ihrem Buch nur als „Monster“ oder „Dreckskerl“ tituliert. Bis zu ihrer Befreiung befand Sabine sich achtzig Tage in den Fängen des belgischen Kinderschänders und Mädchenmörders Marc Dutroux. Acht Jahre später wirft sie einen erschütternden Blick zurück.

Der Schrecken begann in Gestalt zweier Männer in einem schäbigen Lieferwagen, die sie von ihrem Rad rissen und unter Drogen setzten. Während in ganz Belgien die Fahndung anrollt, beginnt Sabines Albtraum: Angekettet im dunklen Verlies, die modrige Matratze, Dutroux‘ verlogene Lösegeldstory, verzweifelte Briefe an die Eltern, die nie abgesandt werden, die gierigen Hände des Mannes mit den fettigen Haaren, die Nacktfotos. Schließlich die Vergewaltigungen (man ist dankbar für das Ausblenden der fürchterlichsten Details). 173 Seiten eines grauenhaften Protokolls zerren an den Nerven.

Dann die Befreiung. Auf Drängen Sabines nach einer „Gefährtin“, entführt Dutroux Laetitia Delhez. Doch nun ist die Polizei auf der Spur des Mannes, der wegen „guter Führung“ vorzeitig entlassen wurde. Nach der Rettung bleiben Schuldgefühle gegenüber Laetitia und Scham gegenüber den Eltern. Sabine lehnt Therapieangebote ab. Ihr simples, aber pragmatisches Rezept: Das Vergangene wird ausgeblendet. Der Selbstheilungsprozess beginnt.

Man mag es Verdrängung nennen, es funktioniert...bis zum letzten, schwersten Gang: Das Wiedersehen mit dem Peiniger und seinen Helfershelfern vor Gericht. Doch auch in dieser Extremsituation zeigt Sabine Standfestigkeit. Die ungewohnte Gerichtssituation irritiert mehr, als der Blick in Dutroux‘ Augen. Die Bitte um Verzeihung, geäußert von seiner Frau, verweigert Sabine. Zu groß ist der Hass. Eine Reaktion, die nach all den widerfahrenen Ungeheuerlichkeiten nur zu verständlich ist. Dutroux‘ Verbrechen ließen die gesamte belgische Nation bis in ihre Grundfesten erbeben. Sabine Dardennes mutige Erinnerungen fassen den Horror nachträglich in grausige Bilder. –Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

»Manchmal, im Film, entführen Verbrecher das Kind des Polizisten. Und man kann es nicht glauben, man sagt sich, das passiert nur den anderen, das ist nur ein Film, nicht die Realität. Und doch befand ich mich in genau solch einem Film.«

Für Sabine Dardenne wurde grausame Wirklichkeit, was andere nur aus dem Kino kennen. Als sie am 28. Mai 1996 auf dem Weg zur Schule entführt wird, ist ihre Kindheit mit einem Schlag zerstört. Der Mann, der ihr das antut, ist für die Polizei kein Unbekannter: Marc Dutroux war bereits einschlägig verurteilt und wegen »guter Führung« vorzeitig entlassen worden. Als man ihm endlich auf die Spur kommt, macht die »Affäre Dutroux« europaweit Schlagzeilen – doch über dem Skandal droht in Vergessenheit zu geraten, welches Schicksal Sabine Dardenne und die anderen Opfer von Dutroux erlitten haben.

Mit einer an Infamie nicht zu überbietenden Legende hat Marc Dutroux Sabine nicht nur physisch, sondern auch seelisch zu seiner Gefangenen gemacht: Er machte ihr weis, sie sei gekidnappt worden, um von ihren Eltern 3 Millionen Francs zu erpressen. Weil die Eltern die geforderte Summe nicht aufbringen könnten, wolle »der Chef« Sabine töten. Nur er, Dutroux, könne sie beschützen.

Sabine vertraut dem Mann, der bereits vier andere Mädchen getötet hat, und versucht sich mit der Lage zu arrangieren, achtzig schreckliche, endlose Tage lang. Sie ahnt nicht, dass alles nur eine Lüge ist, dass er nicht ihr Schutzengel ist.

Täglich macht Sabine Dardenne Notizen und hält fest, was mit ihr geschieht. Sie schreibt Briefe an ihre Eltern, Hilferufe, Beschwörungen. Es sind Briefe, die nie ankommen, Briefe, in denen sie auf kindliche Weise erzählt, was sie erlebt. Sie ist krank, ihr tut alles weh, sie wird gehalten wie ein Tier...

Acht Jahre hat es gedauert, bis Sabine Dardenne von der schlimmsten Erfahrung ihres Lebens sprechen kann. Jetzt bricht sie das Schweigen. Sie will aufklären, will aufrütteln, damit sich nie wiederholt, was sie durchmachen musste. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Schila am 26. November 2004
Format: Gebundene Ausgabe
Was mich an Sabine Dardennes' erschütterndem Bericht am meisten beeindruckt, ist ihre bewundernswerte Stärke. Sie erlaubt nicht, daß Dutrouxs' schmutziges Kellerloch fortan ihre Welt bestimmt, daß der Perverse ihr Menschenbild verzerrt.
Die Welt, das ist Sabines selbstbestimmte Welt, Familie, Freunde und Tiere. Die Menschen, das sind die Tausende, die sich an den Suchaktionen beteiligt haben, die Ermittler, die sie befreiten oder der freundliche Gerichtsdiener Jules. Dieser Dutroux hingegen ist ein Monster, ein Feind der Menschen und des Lebens das Sabine so sehr liebt.
Ich glaube, nur so ist es zu erklären, daß die Autorin heute ein weitgehend "normales" Leben incl. Beziehung führen kann.
Obgleich sie dem Leser die wohl schlimmsten Details aus 80 Tagen (!!!) Gewalt, Manipulation und menschenunwürdiger Existenz erspart, ist ihr Bericht nur schwer zu ertragen, insbesondere wenn man über eine gewisse Vorstellungskraft verfügt...
Doch sie bringt nicht nur die Kraft auf, zu überleben, sie weigert sich auch, die kleine Sabine, das wehrlose Opfer des großen bösen Teufels zu bleiben - als selbstbewußte junge Frau sieht sie ihm im Gerichtssaal in die Augen, sieht ihn in all seiner verlogenen, feigen Erbärmlichkeit - "und es war dieser Dreckskerl, der den Blick zu Boden richtete".
Nach der Lektüre stellt man sich zwangsläufig die Frage „wie hätte ich mich verhalten?" und es ist fast unmöglich darauf eine Antwort zu finden. In jedem Fall aber macht Sabine Dardennes' Beispiel Mut, sich den eigenen Dämonen zu stellen, wie immer sie auch aussehen mögen. Das man sie überwinden kann, hat sie eindrucksvoll bewiesen.
Möge ihr weiteres Leben von Licht, Liebe und Frieden erfüllt sein.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 28. Januar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Als selbst Betroffene habe ich dieses Buch erst mit gemischten Gefühlen gelesen. Ich dachte es würde sehr schwer sein über die Misshandlungen zu lesen.
Sabine aber umschreibt diese und bietet so keine Angriffsfläche, für Leute die gern so etwas lesen würden. Wenn jemand von diesem Buch enttäuscht sein sollte, so könnte ich mir durchaus vorstellen, dass er es "schade" fand keine detailierten Schilderungen vorgesetzt bekommen zu haben.
Ich bewundere die Autorin für ihren Mut, heute, aber ganz besonders damals, als 12 Jährige, die so tapfer durchgehalten hat und sich nicht unterkriegen ließ.
Sabine Dardenne ist sicherlich ein Beispiel an Stärke und an Hoffnung.
Sie hat dieses Buch allen Opfern sexueller Gewalt gewidmet. Hoffen wir dass dieses Buch Einblick gibt in die Tragweite von Gewalt an Kindern und ein Zeichen setzt, damit sich soetwas wirklich nie, nie wieder wiederholen kann.
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53 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Cornelia Diedrichs am 10. Juli 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durch gelesen. Nicht weil es so fesselnd war, sondern weil es sich einfach lesen ließ. Der Text selbst war nicht anspruchsvoll, was ich jedoch als Vorteil sehe für so ein sensibles Thema. Was will man von diesem Buch erwarten? Ich wusste es nicht und gerade deswegen habe ich es mir gekauft. Ich war zu jung um mitzubekommen, was und wer das Monster von Belgien war/ist. Ich hatte drüber gehört, aber ich konnte nicht viel mit anfangen. Ich erhoffte mir nähere Informationen. Diese bekam ich und zwar aus erster Hand. Sabine hat das Grauen erlebt und überlebt. Es ist erschreckend, dass ein Mensch einem Kind so was antun kann. Im Buch befinden sich keine genauen Schilderungen des Missbrauchs, was ich begrüße, doch die Andeutungen lassen Grausames erahnen. Sabine ist eine starke Frau geworden und es ist bewundernswert, dass sie die Kraft hatte, dieses Buch zu schreiben. Das Buch beginnt an dem Tag an dem sie entführt wurde. Sie schildert ihren Aufenthalt, die Gehirnwäsche, die ihr verpasst wurde, ihre Rettung, das Heimkommen und den Jahre später stattfindenden Prozess. Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch wirklich empfehlen kann. Wer sich für das Thema im Allgemeinen interessiert, dem sollte diese Lektüre nicht fehlen. Wer sich bewusst machen will, wie wertvoll eine Kinderseele ist, auch der sollte dieses Buch lesen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Nadine1978 am 20. August 2008
Format: Gebundene Ausgabe
An den Skandal um Dutroux erinnere ich mich noch sehr lebhaft. Im Gegensatz zu vielen anderen schrecklichen Geschichten ist diese Sache auch nicht in Vergessenheit geraten. Leider gibt es Leute, die das ganze Land Belgien mit Dutroux identifizieren. Vor ca. einem Jahr habe ich auf einer Party eine Belgierin kennengelernt, und ein taktloser Mensch sagte ihr nach zwei Minuten Bekanntschaft, bei Belgien denke er immer als erstes an den Fall Dutroux... Sie hat es zum Glück gelassen aufgenommen.

Die Autorin dieses Buches ist eines der beiden Dutroux-Opfer, das überlebt hat. Sie war zwölf, als sie 1996 auf dem Schulweg gekidnappt wurde ' angesprungen, vom Rad gezerrt und in einen Lieferwagen geworfen. Man fühlt sich hilflos, wenn bei Sabines Schilderung klarwird, daß sie absolut keine Chance hatte. Dutroux und ein Komplize haben ihr eine Woche lang aufgelauert und einfach auf einen günstigen Moment ohne Zeugen gewartet. 'Schneller als ich denken konnte, befand ich mich im Innern des Kastenwagens (...). Natürlich habe ich versucht, mich zu wehren, aber ich war viel zu klein. Ich war zwölf, sah aber aus wie zehn, ein Meter fünfundvierzig, dreiunddreißig Kilo (...). Das Ganze (...) hat sicher eine Minute gedauert.' Die Tips, die Kinder für solche Fälle bekommen ' schreien, hauen, treten -, klingen da nur noch so ratlos und untauglich, wie sie sind.

Dutroux sperrt Sabine ein und erzählt ihr eine absurde Geschichte: Er sei ihr 'Beschützer' und würde sie bewachen, und zwar vor irgendeinem fiesen Chef, der Lösegeld von ihren Eltern fordere ' die könnten nicht zahlen, und deshalb müsse sie bei ihm, Marc Dutroux, bleiben.
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