Wer ist jetzt eigentlich dieser Louie Austen? Ein smarter Entertainer alter Schule, der die Zeichen der Zeit erkannt hat und nun Stimme wie Geschichten der aktuellen Club- und Dancekultur schenkt? Oder ein in die Jahre gekommener B-Alleinunterhalter, der Clubgänger seit sieben Jahren mit seinem endlosen Geschwafel und einem Gesang immer neben der Spur nervt? Irgendwo dazwischen bzw. mal so mal so liegt (m)eine Wahrheit. Die meist housigen Beats unter dem Gesang, für die die Beatschneider Phonique, Melnyk, Friction und Jungmair verantwortlich zeichnen, sind meist gelungen und Up-To-Date. So kann man beim Hören einiger Tracks durchaus in Ekstase geraten, die nächste Tanzfläche aufsuchen oder entspannt mitwippen. Manche Tracks sind aber einfach platt und langweilig, bisweilen nervig, so dass man sich auf einmal beim Skippen ertappt, weil man Gesang oder die Beats oder beides zusammen echt nicht mehr ertragen kann. Louie Austen, eine außergewöhnliche Persönlichkeit der Musikkultur zwischen Genialität und Desaster.