Ignaz ist die Verkörperung eines jeden. Fett, faul, präsig, absolut selbstverliebt und permanent mit der eigenen Verdauung beschäftigt. (Wer nicht zugeben kann, so am liebsten zu sein, sollte weder weiterlesen, noch dieses geniale Werk der Wahrheit anrühren.)
Ignaz macht alles richtig: Er verlässt nie seine Heimatstadt, schließlich gibt es da schon genug Schlimmes zu entdecken, wohnt bei seiner Mutter, die an allem schuld hat, pflegt den Kontakt zum anderen Geschlecht nur auf Distanz, und seine Ideale sind unumstößlich. Klar, dass so ein Mensch scheitert. Schade eigentlich, aber er macht allen Mut, die glauben, sie sind nur von Idioten umgeben. Denn er bringt den Beweis: Es ist so.
Zusätzlichen "Reiz" erhält dieser Roman durch die Parallelität der Schicksale des fiktiven tragischen Helden mit dem wahren tragischen Helden, dem Autor, der sich umbrachte, nachdem er keinen Verlag für dieses Buch fand, wofür er später dann posthum den Pulitzerpreis erhielt.
Zudem ist es der Übersetzung gelungen, den Witz des Originals im Deutschen sogar noch zu verbessern.