"Igby!" ist verschroben, witzig, rebellisch und frech. Das gilt für den Film als Ganzes wie für den gleichnamigen Titel-Antihelden im Einzelnen.
Dargestellt wird der pubertierende New Yorker Außenseiter von Kieran Culkin, der damit viel gutmachte, was er Jahre zuvor mit seichten Kinderfilmen "verbrochen" hatte. Seine ebenso schräge Mutter Mimi wird von Altstar Susan Sarandon verkörpert - und das erfrischend blasiert, wohlgemerkt. Ebenfalls mit dabei ist Jeff Goldblum in der Rolle des charakterlosen Immobilien-Maklers D.H. Erst gibt er Igbys jovialen Mentor, dann wendet sich das Blatt in Richtung Tracht Prügel für den jungen Schützling. Amanda Peet spielt Goldblums Geliebte und führt den jungen Igby in die tieferen Geheimnisse körperlichen Wohlbefindens ein.
Der Film läuft zu schräger Hochform auf als Igby Slocumb, jr. sich in Sookie Sapperstein verknallt. Bei Namen wie diesen wenig wunder. Dargestellt wird die attraktive Sookie von Claire Danes. Bei ihr würden wohl nicht nur Pubertierende die Hormone singen hören, oder?
Stellenweise erinnert der Film an den 1970er-Klassiker "Harold und Maude". Und wie dieser nimmt "Igby!" bis zum Schluss überraschende Wendungen, was besondere Filme eben besonders und auch nach mehrmaligem Ansehen immer noch sehenswert macht.
Als Special gibt es das Making-of "Auf den Spuren von Igby". Was die Sterne angeht, heißt's: Gimme high five.