Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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127 von 134 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Holz & Kälte!, 21. Oktober 2009
Sting ist vielseitig und manchmal war ihm vielleicht langweilig. Da wird Police reaktiviert oder historische Musik reproduziert - es bleibt wie immer alles Geschmackssache, Halbherziges macht er aber nicht!
Ich bin ein großer Freund seiner Sologeschichten, denn er gibt sich den Dingen hin und die Euphorie ist in jedem Ton zu spüren, überträgt sich und erzeugt wirklich echten Kunstgenuß. Nein, ein 500. Weihnachtsalbum mit einer Neuauflage sämtlicher abgenudelter Amerikanischer Supermarkt-Burner a la >Santa Claus is coming to town< oder Sonstigem hätte ich auch nicht ertragen. Ein Winter-Album sollte es werden und es klingt genauso schön, wie frischer Schnee und kalte Luft.
Wer sich nicht richtig traut, kann mit dem grandiosen "Soul cake" beginnen, einem mitreißendem Akkustic-Song und so lebendig wird es dann auch nie wieder. Mehr Kamin- als Weihnachtssongs, eher bedächtig und traditionell, auch etwas spärlich, aber nicht langweilig. Ein rundes Album zum Entspannen. Es klingt nordisch, manchmal Irisch, manchmal Keltisch und immer nach Holz und Kälte und ich empfehle zum Reinhören >Christmas at sea< und >You only cross my mind in winter<. Für Weihnachtsfans: >Lo how a rose E er blooming< (Es ist ein Ros entsprungen).
Ohne falsche Erwartungen ... dieses ist ein ruhiger Abendspaziergang für die Ohren an der frischen Luft während sich die natürliche Schönheit der dunkleren Jahreszeit zeigt, frei von Kitsch und Glitter - mehr nicht, aber das ist auch nicht wenig. Wem das zu spröde und unkuschelig scheint, unbedingt erst Reinhören!
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Viel Feuer und Tee fürs Herz, 27. Oktober 2009
Jedes Jahr aufs neue beginnt der Winterfreund ein wohliges Bauchgefühl zu bekommen, wenn die ersten Morgenstunden von trübem Dämmerlicht heimgesucht werden, der unverkennbare Geruch von heizungwarmer Luft einen Umschließt und die Aktionsflächen der Kaufhäuser erste Weihnachtsleckereien anpreisen. Um es vorwegzunehemen, ein reinrassiges Weihnachtsalbum schauen Sie sich auf dieser Seite nicht an. Mit einem Saison Album haben wir es trotzdem zu tun. Schaut man sich die diesjährigen Veröffentlichungen auf diesem Sektor an stechen dem Freund von Qualitätsmusik wohl 2 Namen besonders ins Auge. Bob Dylans "Christmas in the heart" und das Album das Sie sich hier grade anschauen. Gegensätzlicher könnten beide nicht sein. Ruft Dylans Album grade die für die 50er jahre typischen heimeligen Weihnachtsabende in den USA an, beschwört er dabei die (zurecht nostalgisch vereehrten) Prophezeiungen der Prä-Konsum Weihnachtsgeister herauf, so nimmt uns Sting mit zu noch älteren Geistern. Die sind mitunter nicht so freundlich und produkttauglich, würden sich nicht mit Nat King Cole an heissen Maronen erfreuen und doch belehrt uns Sting eines besseren, wenn wir denken wir könnten auf sie verzichten. Läuft man in einer frostigen Nacht durch einsame Feldwege und füttert vorher seinen MP3 Player mit diesem Album beginnt man es auf noch viel tiefere Arten zu entdecken. Dieses Winteralbum zeigt so viele Dinge , die einem vorher kein anderes Weihnachtsalbum offenbaren wollte. Es ist entspannend, beruhigend und ermahnend zugleich. Ein Appell nicht nur die nahe Vergangenheit zu betrachten."Soul Cake" "Christmas at Sea" und "the snow it melts the soonest" sind wunderschöne und gespenstisch wohlige Weisen, die schon viel zu lange niemand mehr wahrgenommen hat. Musikalisch und klanglich bewegt sich Sting auf gewohnt hohem Niveau. Die Steerpike Studios geben dem ganzen eine ungewöhnliche Tiefe.
Ich weiss das viele Kritiken in renommierten Zeitschriften nicht so euphorisch auf dieses Album reagiert haben, rate aber jedem dazu sich seine eigene Meinung zu bilden. Sting wird seine Hinwendung zu "intellektuelleren" Musikrichtungen immer mit Skepsis oder Belustigung begegnet. Ich selbst habe auch nie viel davon gehalten und bin der Meinung das bspw. seine John Dowland Interpretationen auch in viel bedeutenderen künstlerischen Interpretationen vorliegen. Nichts desto trotz will ich Künstler die über den Tellerrand schauen können und einfach alles realisieren das sie wirklich wollen. Wenn das Ergebnis so klingt wie dieses Album, freue ich mich umso mehr.
Das ich bei all der Begeisterung trotzdem einen Stern abziehe musste ich mir lange überlegen, kam aber nicht drum herum. Als alter Jazzer kann ich es beim besten Willen nicht ertragen, das bei der sehr beswingten Nummer "The Burning Babe" Sting es geschafft hat mit Kenny Garrett und Jack DeJohnette zwei absolute Koryphäen für sein Album zu gewinnen, diese aber fast schon abgewürgt werden durch die Beschneidung des Stückes auf 2:46! Wenn es zur Nummer passen würde OK, es müssen nicht immer 10 Minuten Improvisationen sein. Aber grade wenn es etwas in Fahrt kommt, was hört man da??? Ein Fade out!!! Nennen Sie mich nachher einen Dickkopf, Ignoranten Fanatiker Puristen oder sonstwas... aber das ertrage ich nicht :-)
Allen eine schöne Vorweihnachtszeit. Mögen Sie alle Zeit für sich finden.
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49 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sting`s persönliche Winterreise..., 13. Oktober 2009
..beginnt Anfang diesen Jahres in einem Haus in der Toscana.(Nein, keine Angst, der Held kommt nicht mit hochgeschlossenem Mantel und Pelzkragen aus der Tür und sein Blick schweift auch nicht in die gottverlassene Toscanische verschneite Tiefebene wie bei Rosamunde Pilcher)Sting und Produzent und Dirigent Bob Sadin(bekannt durch arbeiten mit Milton Nasciemento und Madeleine Peroeux und Kathleen Battle)arbeiten hochkonzentriert an Stings neuen Album, das sich mit Weihnachts, Wiegen und Volksliedern auseinander setzt. Sting fährt einige illustre Namen dabei auf(Chris Botti und Ibrahim Malouff, Trompeten)Daniel Hope, Violine, Dominic Miller, Gitarre, um nur einige zu nennen.
Und um es vorweg zu nehmen, man sollte Stings "Songs from the Labyrinth" mit den John Dowland Kompositionen gemocht haben und sich auf das eine oder andere Musikalische Abenteuer hierbei ein zu lassen.
Sting und seine Musiker interpretieren stimmungsvolle Klassische Musik, die zum zuhören zwingt. Purcells "The Cold Song" oder auch Schuberts "Leiermann" aus dessen Winterreise mutiert zum etwas Freigeistigen
"Hurdy Gurdy Man" auf Englisch, sowie "Lo how a Rose e èr Blooming" entpuppt sich mit zartem von Julian Suttons Melodeon begleitet, als ".. es ist ein Ros entsprungen" und wirkt dabei gar nicht mal "peinlich" . Mit "Hounds of Winter" und " Lullaby for an Anxious Child" steuert er noch zwei Eigenkompositionen dazu und lässt auch da den berühmten Funken überspringen.
Der Eröffnungssong "Gabriels Message" mit dezenter Trompete und Fidel begleitet, hat den gewissen Charme sich auf den Song einlassen zu wollen.
Man sollte das ganze Album vielleicht als abenteuerlustig bezeichnen, irgendwie gegen den Strich gebürstet, aber doch durchaus, wenn man Zeit und Muße mitbringt, reizvoll und verstörend gleichzeitig. Für viele wird Stings Platte nach dem zweiten Song im Bermudadreieck eines jeden CD Regales verschwinden(oder wenn rechtzeitig genug gekauft, als Mitbringsel für die Omma zu Weihnachten weitergereicht)aber man sollte Sting für den Mut, die Abenteuerlust und den Genius danken, etwas gegen den derzeitigen mitunter musikalischen(banalen) Strom zu schwimmen und so eine Platte gemacht zu haben.
Zitat Sting(aus einem gelesenen Interview) " Ich denke über das nach, was mir die Vergangenheit gebracht hat.Und frage mich , was ich wohl vom kommenden Jahr erwarten kann." Wir sind auch gespannt und sicher, dieses Album
wird die Fans polarisieren...
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