Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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72 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Holz & Kälte!, 21. Oktober 2009
Sting ist vielseitig und manchmal war ihm vielleicht langweilig. Da wird Police reaktiviert oder historische Musik reproduziert - es bleibt wie immer alles Geschmackssache, Halbherziges macht er aber nicht!
Ich bin ein großer Freund seiner Sologeschichten, denn er gibt sich den Dingen hin und die Euphorie ist in jedem Ton zu spüren, überträgt sich und erzeugt wirklich echten Kunstgenuß. Nein, ein 500. Weihnachtsalbum mit einer Neuauflage sämtlicher abgenudelter Amerikanischer Supermarkt-Burner a la >Santa Claus is coming to town< oder Sonstigem hätte ich auch nicht ertragen. Ein Winter-Album sollte es werden und es klingt genauso schön, wie frischer Schnee und kalte Luft.
Wer sich nicht richtig traut, kann mit dem grandiosen "Soul cake" beginnen, einem mitreißendem Akkustic-Song und so lebendig wird es dann auch nie wieder. Mehr Kamin- als Weihnachtssongs, eher bedächtig und traditionell, auch etwas spärlich, aber nicht langweilig. Ein rundes Album zum Entspannen. Es klingt nordisch, manchmal Irisch, manchmal Keltisch und immer nach Holz und Kälte und ich empfehle zum Reinhören >Christmas at sea< und >You only cross my mind in winter<. Für Weihnachtsfans: >Lo how a rose E er blooming< (Es ist ein Ros entsprungen).
Ohne falsche Erwartungen ... dieses ist ein ruhiger Abendspaziergang für die Ohren an der frischen Luft während sich die natürliche Schönheit der dunkleren Jahreszeit zeigt, frei von Kitsch und Glitter - mehr nicht, aber das ist auch nicht wenig. Wem das zu spröde und unkuschelig scheint, unbedingt erst Reinhören!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sting steht drauf ..., 24. Oktober 2009
... ist aber nicht drin. Aber das hat man nach den ersten Hörproben auch nicht erwartet. Trotzdem war sein Name der Hauptgrund für mich, dieses Album zu kaufen. Von einem anderen Künstler hätte dieses eigenwillige Album sicherlich wenig Chancen auf dem Musikmarkt.
Aber diese meine Einschätzung hat auch viele Vorteile: Würde jeder bekannte Künstler immer nur seinem Stil treu bleiben, könnten wir uns natürlich auf ihn verlassen, würden aber auch irgendwann ein wenig gelangweilt sein, oder? Wer will schon immer Einheitsbrei? Auch wenn es die Lieblingsband ist.
Sting hat schon so einige Wandlungen durchgemacht. Sting solo war noch NIE Police. Und trotzdem hat er seine Chance und Popularität genutzt, Interessantes und Neues zu machen, uns anzubieten. Und ich habe diese Wandlung sehr genossen.
Doch dieses Album ist schon sehr eigenwillig. Weihnachstlieder und Traditionals von Sting? Dieses Album lebt größtenteils von der einzigartigen Stimme Stings. Es klingt manchmal wie "Hausmusik": Die Familie trifft sich nach einem langem und anstrengendem Jahr in der Fremde in besinnlicher Runde zur Weihnachtszeit. Jeder holt sein Instrument heraus (welches er zufällig dabei hat) und man beginnt zu musizieren. Der Familienvater übernimmt natürlich die Stimme - ist ja logisch, oder? Wenn man das kleine Booklet aufschlägt, wird dieser Eindruck durch das erste Foto noch unterstützt.
Es ist qualitativ sicherlich gute "Hausmusik", das Cello, die Klarinette, die Geige etc. passen gut zusammen, werden nicht aufdringlich gespielt. Und Stings Stimme "umarmt" die Instrumente sehr angenehm.
Dem ruhigen Einstieg mit "Gabriel's Message" folgt ein wenig Tempo. "Soul Cake" und "There's No Rose ..." sind ein wenig schneller, wohingegen "The Snow ..." fast schon Sprechgesang ist. "Lo How A Rose ..." ist eine sehr schöne Interpretation von "Es ist ein Ros' entsprungen", vielleicht nicht nur zur Weihnachtszeit angenehm zu hören. Bei "The Burning Babe" kommt zum Ende durch einen jazzigen Saxophonabgang ein wenig der bekannte Sting hindurch. Alle anderen Songs wirken wohl eher im Gesamtkonzept und sind im ersten Moment nicht sehr hervorstechend.
Fazit: Ein sehr besinnliches Album, eine schöne Stimme - aber kein typisches Sting-Album. Und wenn nicht Sting draufstände, wäre es nicht in meinem CD-Schrank. Ob ich es vermissen würde, weiß ich nicht genau. Das kann ich vielleicht nach der kalten Jahreszeit sagen, in welcher es mich sicher begleiten wird.
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41 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sting`s persönliche Winterreise..., 13. Oktober 2009
..beginnt Anfang diesen Jahres in einem Haus in der Toscana.(Nein, keine Angst, der Held kommt nicht mit hochgeschlossenem Mantel und Pelzkragen aus der Tür und sein Blick schweift auch nicht in die gottverlassene Toscanische verschneite Tiefebene wie bei Rosamunde Pilcher)Sting und Produzent und Dirigent Bob Sadin(bekannt durch arbeiten mit Milton Nasciemento und Madeleine Peroeux und Kathleen Battle)arbeiten hochkonzentriert an Stings neuen Album, das sich mit Weihnachts, Wiegen und Volksliedern auseinander setzt. Sting fährt einige illustre Namen dabei auf(Chris Botti und Ibrahim Malouff, Trompeten)Daniel Hope, Violine, Dominic Miller, Gitarre, um nur einige zu nennen.
Und um es vorweg zu nehmen, man sollte Stings "Songs from the Labyrinth" mit den John Dowland Kompositionen gemocht haben und sich auf das eine oder andere Musikalische Abenteuer hierbei ein zu lassen.
Sting und seine Musiker interpretieren stimmungsvolle Klassische Musik, die zum zuhören zwingt. Purcells "The Cold Song" oder auch Schuberts "Leiermann" aus dessen Winterreise mutiert zum etwas Freigeistigen
"Hurdy Gurdy Man" auf Englisch, sowie "Lo how a Rose e èr Blooming" entpuppt sich mit zartem von Julian Suttons Melodeon begleitet, als ".. es ist ein Ros entsprungen" und wirkt dabei gar nicht mal "peinlich" . Mit "Hounds of Winter" und " Lullaby for an Anxious Child" steuert er noch zwei Eigenkompositionen dazu und lässt auch da den berühmten Funken überspringen.
Der Eröffnungssong "Gabriels Message" mit dezenter Trompete und Fidel begleitet, hat den gewissen Charme sich auf den Song einlassen zu wollen.
Man sollte das ganze Album vielleicht als abenteuerlustig bezeichnen, irgendwie gegen den Strich gebürstet, aber doch durchaus, wenn man Zeit und Muße mitbringt, reizvoll und verstörend gleichzeitig. Für viele wird Stings Platte nach dem zweiten Song im Bermudadreieck eines jeden CD Regales verschwinden(oder wenn rechtzeitig genug gekauft, als Mitbringsel für die Omma zu Weihnachten weitergereicht)aber man sollte Sting für den Mut, die Abenteuerlust und den Genius danken, etwas gegen den derzeitigen mitunter musikalischen(banalen) Strom zu schwimmen und so eine Platte gemacht zu haben.
Zitat Sting(aus einem gelesenen Interview) " Ich denke über das nach, was mir die Vergangenheit gebracht hat.Und frage mich , was ich wohl vom kommenden Jahr erwarten kann." Wir sind auch gespannt und sicher, dieses Album
wird die Fans polarisieren...
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