Nach dem Erhalt der CD habe ich mir zunächst im Booklet die nicht gerade euphorischen Texte angesehen und mich somit auf eine äußerst düstere Grundstimmung des Albums eingestellt. Als Titel 1 dann begann wähnte ich mich in einem anderen Film. Ein Song, der -ohne Übertreibung- bei entsprechender Promotion einer der Sommerhits dieses Jahres hätte werden können. Relaxter geht es kaum. Titel 2 ist sehr fetzig und macht einfach eine Menge Spass. Nummer 3 ist für mich die Überraschung schlechthin. Gesungen von einer Tochter Roger Glovers. Eine so angenehme neue Stimme habe ich schon lange nicht mehr gehört. Dazu diese majästische Hammondorgel, wow! Titel Nr 4 erinnert an Madness, auch hier geht es aüßerst heiter zu. Nr. 5: Jetzt wird es erstmalig härter, tiefe Stimme, treibender Bass, auch gut. Nummer 6 war wohl zu hart, jetzt kommt zur Entspannung wieder so ein Spassmacher mit diesmal sparsamer Instrumentierung. Gute Musik kann so einfach sein, wenn die Melodie sitzt. Bei Titel 7 gelingt es Roger Glover, mit zurückhaltenden Beginn Spannung zu erzeugen und die schönen Töne auch wirken zu lassen. Wir schreiben Titel Nummer 8 "Welcome to the moon", und auch der Song gefällt, ordentliche Verzerrung und erste Anzeichen auf Pink-Floydsche Annäherungen. Nummer 9: Wieder diese - diesmal noch schönere - weibliche Stimme, ich fasse es einfach nicht. Ein Lied, das ein Höchstmaß an Zufriedenheit und Harmonie vermittelt, zum dahinschmelzen. Stück Nummer 10 hat eine markante Stimme, der Kontrast zu Dame von eben ist erheblich. Es gibt nur Gitarre, Bass und Percussion, ein Song aus der Abteilung "Pfadfinder-Lagerfeuer-Song", ich geniesse ihn allerdings auch ohne Feuer und Kluft. Mit Track 11 wird es dramatischer, jetzt sind songprägende Geigeneinsätze dabei, super! Nummer 12: Ein drittes und letztes Mal die Dame am Mikrofon, diesmal mit Unterstützung von Hörnern, ein fulminanter Bigband-Sound der mich fast wegbläst. Synthi-Klänge eröffnen die 13, es folgt jetzt wieder so eine glücklich und zufriedend machende Melodie mit schön gezupfter Gitarre, auch die Stimme äußerst angenehm. Bei Stück Nummer 14 kommt mein erster zaghafter Kritikpunkt. Hier meint man am Anfang Roger Waters zu hören. Aber wenn dieser wieder so glücklich stimmende Refrain einsetzt ist alle Pink-Floyd-Nähe verziehen, ein weiterer Höhepunkt dieses Albums. Nummer 15 hat einen leichten orientalischen Einschlag, das macht auch diesen Song interessant, auch wenn er gegenüber den 14 ersten ein wenig abfällt. Im letzten Track gibt es dann auch noch eine unüberhörbare Nähe zu Deep Purple, der Song fällt daher etwas aus dem Rahmen. Fazit: Ein bunter Mix, der mir sehr gut gefällt und hoffentlich auch vielen anderen.