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Idiotentest: Roman [Taschenbuch]

Tom Liehr
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 243 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 5 (23. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746621836
  • ISBN-13: 978-3746621838
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 80.317 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tom Liehr
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Freibier für "Herrn Lehmann"

Henry fährt Taxi und wohnt in einer WG mit dem Musikjournalisten Walter und dem Computerfrickler Gonzo. Der Mittelpunkt ihres Lebens ist eine behagliche Gardinenkneipe im Erdgeschoß ihres Neuköllner Hauses. Hier tri8t sich allabendlich eine Handvoll skurriler Typen, die bei alten Hits und Faßbier vom Leben träumen. Ein rasend komischer Roman über die Liebe, das Erwachsenwerden und die Freundschaft.

Über den Autor

Tom Liehr, geb. 1962 in Berlin, war Redakteur, Rundfunkproduzent und DJ. Seit 1998 Besitzer eines Software-Unternehmens. Er lebt in Berlin. Bislang erschienen seine Romane Radio Nights (2003), Idiotentest (2005), Stellungswechsel (2007), Geisterfahrer (2008) und Pauschaltourist (2009). Mehr zum Autor unter: www.tomliehr.de.

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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Jetzt ist Polen offen!, 13. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Idiotentest: Roman (Taschenbuch)
Henry Hinze, Neuköllner Taxifahrer und überzeugter Pilstrinker, im magischen und zugleich kritischem Alter eines Mannes – von 30 Jahren – schlägt sich mehr schlecht als recht durch sein etwas verwursteltes Leben. Zusammen mit dem Musikjournalisten Walter und dem langnasigen Computer- und Platinentüftler Gonzo wird eine gemeinsame WG bewohnt, in der es manchmal drunter und drüber geht. Hier wird nicht nur tagtäglich Askie-Buchstabensuppe aus dem FiFo-Markt gelöffelt, sondern wild diskutiert und vor allem...tief ins Glas geschaut.
Als Henry jedoch eines Morgens nach einer – wie soll es auch anders sein – durchzechten Nacht plötzlich Andrea neben sich im Bett liegen hat, scheint sich in seinem bisher so nutzlosen Leben doch noch etwas zu entwickeln. Andrea, jene Bedienstete aus dem Wohnzimmer, der Stammkneipe des besten Freundes Harry, der seine Deadline laut der Ärzteschaft schon längst überschritten hat und praktisch nur noch in den Tag hinein lebt, um seiner HIV-Erkrankung zu trotzen und die letzten Tage zu genießen. Doch auch diese Tage scheinen gezählt, denn Harry wird schon bald ins Krankenhaus eingeliefert. Und plötzlich wird alles anders... Denn jetzt ist Polen offen!

Ein fantastischer Roman, der nicht nur erquickend und äußerst humorvoll geschrieben ist, sondern zugleich das chaotische Leben einer Berliner Wohn- und Trinkgemeinschaft widerspiegelt, dessen Sinn des Lebens noch immer als offene Frage im Raum steht.

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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen rasend komisch?!?!, 8. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Idiotentest: Roman (Taschenbuch)
wie rasend komisch (eigenbeschreibung) dieser roman ist, könnte man sofort feststellen, wäre die obige leseprobe nur ein ganz klein wenig länger. da wird nämlich beschrieben, wie klein-henni das geld verliert und daraufhin von seinem vater solange mit einem teppichklopfer geprügelt wird, bis ihm "das blut über die oberschenkel läuft". der vater erschlägt bald darauf hennies schwester, aber keine angst, DAS wird dann eh nur mehr so nebenbei erwähnt und außerdem stirbt der bösewicht ja auch im knast.

rasend komisch, oder?

in dem ton geht es zwar nicht weiter, aus klein-henni wird groß-henry und der ist leider komplett durch den wind, völlig verantwortungs- und gedankenlos, oberflächlich und, zumindest mir, absolut unsympathisch. ansatzweise humorig wird es, wenn henrys leben beschrieben wird und man merkt wieder einmal, daß es doch noch leute gibt, die noch weniger auf die reihe kriegen als man selbst. wenn letztendlich doch alles gut ausgeht, so ist das definitiv nicht der verdienst des "helden"!

die witzchen kommen hauptsächlich aus den beschreibung ("das auto roch wie der schließmuskel eines toten", "es müffelte wie ein penner im schritt"...) und aus den zahlreichen mißgeschicken der hauptfigur. wer darüber lachen kann, dem sei dieses buch wärmstens empfohlen.

wirklich zugute halten muß man dem autor, daß er schreiben kann, seine formulierung sind nicht nur ausgefeilt, seine sätze haben mitunter halbseitenlänge.

wer kaminer mag, wird auch mit liehr wahrscheinlich glücklich. witziger ist aber sedaris, stilsicherer hornby und regeners figuren wachsen einem schneller und dauerhafter ans herz.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Mit dem Taxi ins Wohnzimmer, 21. September 2005
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Idiotentest: Roman (Taschenbuch)
Henry Hinze wacht eines Morgens auf und sieht Andrea in seinem Zimmer. Nackt. Das muss ein Traum sein, Dabei haben sie sich geschworen, nichts mit jemandem aus dem „Wohnzimmer" anzufangen. „Sie" das sind die drei Bewohner der Neuköllner WG, neben Henry der Musikjournalist Walter und der Computerfreak Gonzo. Und Andrea ist Bedienung in ihrer Stammkneipe, dem „Wohnzimmer". Im Wohnzimmer trifft man die drei öfter als in ihrer WG.

Andrea wird zum Problem. Henry hat nichts gegen Frauen in seinem Bett, jedenfalls dann nicht, wenn sie oft wechseln und bald wieder verschwinden. Alles andere macht ihm Angst. Und Andrea ganz besonders. Denn die sieht er - das lässt sich nicht vermeiden - jeden Abend. Sein sorgfältig ungeregeltes Leben, das er zwischen „Wohnzimmer", Taxifahren und One-night-stands aufgeteilt hat, gerät in Unordnung. Was sagt man in solchem Fall, wie verhält man sich? Im ungeschriebenen Verhaltenscodex des Coolseins findet sich dafür kein Eintrag.

Dann wird sein bester Freund Harry ins Krankenhaus eingeliefert. Es sieht nicht gut aus. Und Henrys Strategie, im Zweifelsfall Nichts zu tun, bricht zusammen. Plötzlich muss er handeln.

Romane über Männer, die nicht erwachsen werden wollen und diesen Wunsch mit viel Alkohol zu verwirklichen suchen, gibt es viele. Schon Karl May hat mit dem blau-rotem Methusalem ein Exemplar davon porträtiert. Nick Hornby („High Fidelity") und Sven Regener („Herr Lehmann") haben die aktuelle, „coole" Variante beigesteuert.

Natürlich tritt vieles davon auch in diesem Buch auf: Die Entschlusslosigkeit, der Stolz auf die eigene Unabhängigkeit, die ganz eigene Szene im „Wohnzimmer". Das ist nicht neu, aber dafür sehr witzig erzählt. Doch so ab Seite 60 steuert der Autor in diesem Buch einen eigenen Kurs. Da entfaltet sich Henrys ureigenste Geschichte. Und die hat der Autor wirklich gut dargestellt. Lebendige Personen, eine Schreibe, die zur Geschichte passt und vor allem sein Witz fesseln den Leser und bieten ein Leseerlebnis der ganz eigenen Art. Nach meiner Meinung deutlich besser als „Herr Lehmann". Es gibt eben auch in Deutschland Autoren, die erzählen können.

Fazit: Weit weg von cooler Ich-Bespiegelung oder von literarischer Unverbindlichkeit wird hier gekonnt eine Geschichte erzählt, die Hornby durchaus gleichwertig ist. Unbedingt empfehlenswert.

(C) Hans Peter Roentgen

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