Nunja, viele Ideen für eine Rezension sind mir zwischendurch eingefallen, aber leider vergesse ich sowas immer wieder, wie auch immer.
Das Buch hörte sich gut an und ich dachte es ist nur einfach nen bisschen schärfer, als das hervorragende Werk von Walter van Rossum mit "Meine Sonntage mit Sabine Christiansen" ... weit gefehlt.
Während das Buch von Rossum's etwas Politik-lastiger, aber auch intelligenter und wahrer erscheint, erschrickt mich das Buch von Gerken doch sehr in seiner Fäkalsprache.
Es wird über jeden auf seiner "Todesliste" hergezogen, egal welcher Couleur, auch selbst vor Toten wie Millowich, der sich um sehr viel Sympathien verdient gemacht hat, wird gelästert und bösegeredet, das es einen schon anekelt.
Ha, nicht das jemand meint, ich gehöre zur Klasse der Weicheier ... nein, ich bin ein grosser Fan von Volker Pispers, der doch bei Politikern auch kein Blatt vor den Mund nimmt, aber bei Gerken ist die Grenze zwischen wahrer, scharfzüngigen Kritik und dummes Fäkalgerede ohne Inhalt und Sinn, sehr verschwommen.
Man weiss nie, ob jetzt was Wahres dran ist, oder Gerken nur einfach "Darmausgang in Kopfhöhe" verwendet ... um es mal in seiner Sprache auszudrücken.
Nein ... ich muss sagen, die eine oder andere Stelle hat ein leichtes Schmunzeln hervorgerufen, auch wegen durchaus interessanter Wortwahl, aber ich tat mich schwer bis zum Ende durchzuhalten ...
Zum Glück war das Ende mit Sonja Zietlow noch einigermassen "witzig", sofern man sowas als Witz versteht, aber ansonsten fand ich es eher schlecht, dummdreist, unterjedem Niveau und absolut nicht empfehlenswert.
Aber die Geschmäcker unterscheiden sich halt ... meinen Geschmack, hat das Buch nicht getroffen ...
Da lese ich dann doch lieber ein Walter van Rossum oder Michael Moore.