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Eine Spülmaschine braucht der Werbemann Max nicht, aber auch keinen Chef, der zu idiotisch ist, seine Idiotie einzusehen. Als Gutmensch und Ökopax, der unter seinem Agenturchef Ronni und dessen zynischem Geschäftsgebaren leidet, würde Max am liebsten nur Werbung für ökologisch Unbedenkliches und Friedenskampagnen treiben. Daher sein bornierter, aber sehnlichster Wunsch, allen Idioten zur Selbsterkenntnis zu verhelfen. Am nächsten Morgen muss Max bestürzt feststellen, dass die Welt sich auf das Merkwürdigste verändert hat. Das Gute schlägt zurück!
35 kluge Seiten später segelt die süße, unter ihrer Auftragslast ständig stöhnende Elfe ihrem nächsten Fall entgegen, einem nervös-brillianten Jungregisseur, der unter den an sich selbst gestellten filmischen Ansprüchen förmlich zu ersticken droht. Von Versagensängsten schließlich völlig gelähmt, versiegen Jungfilmer Pauls Breitwand-Ideen -- dafür fließt das Bier in rauen Mengen. Für die Filmkunst verloren und kurz vor dem finalen Delirium, erscheint erneut das rettende Lichtmädchen. Mittlerweile präpariert, kann sich der Leser leicht ausmalen, dass auch bei Paul Wunschfilm- und Erfüllung abgrundtief auseinanderklaffen.
Ein ausgebrannter Groschenroman-Autor auf der Suche nach dem eigenen Ich und der ultimativen Autobiografie; eine altlinke Mama, die sich von ihrem Punklümmel-Sohn nicht auf das Altenteil schieben lassen möchte -- die zugegebenermaßen etwas ausgelutschte "Was-wäre-wenn-Feenkonstellation" hat Jakob Arjouni (Happy birthday, Türke!, Ein Freund) hier zu völlig neuen und ungeahnten Höhen getrieben. In fünf kleinen, aber umso bittereren Wahrheitspillen, nötigt er den Leser, sein Sehnsuchts- und Wunschprogramm tunlichst noch einmal zu überdenken. Wie Arjouni auf grandiose Weise aufzeigt, kann alles auch ganz anders ausgehen. --Ravi Unger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kurzweilig und vielschichtig,
Rezension bezieht sich auf: Idioten. Fünf Märchen (Gebundene Ausgabe)
Märchen im 21. Jahrhundert. Geht das überhaupt?Ob es wirklich Märchen sind, die Jacob Arjouni in seinem Buch zusammengestellt hat ist fraglich. Das einzig Märchenhafte ist die Fee, die in jeder der fünf Episoden auftaucht um den Protagonisten einen Wunsch zu erfüllen. Bei der Wunscherfüllung sind Liebe, Geld, Gesundheit und Unsterblichkeit ausgeschlossen und die Wünsche dürfen den Wert einer Waschmaschiene nicht überschreiten. Ob es ein frustrierter Werbefachmann, ein Regisseur in der Schaffenskriese, eine Mutter die es ihrem Sohn noch mal beweisen will, der erfolglose Journalist oder der "Schundhefte" schreibende alte Mann ist. Sie alle haben einen Wunsch frei, und zu verfolgen wie sie auf den Wunsch kommen, wie er in erfüllung geht ist äußerst interessant zu lesen. Ein Motiv, dass sich durch jedes der fünf Märchen zieht ist die Tatsache, dass die Protagonisten alle ein Selbstbild entworfen haben, dem sie nicht mehr gerecht werden könne. Der Regisseur zB. versucht schon in jungen Jahren an Sergio Leone heranzukommen und fängt aus Angst zu scheitern an zu trinken. Der freie Journalist wartet so lange auf die Chance der Festeinstellung bis sie drei mal vorbei ist..... Jede der Episoden ist aufs neue spannend, witzig und tragikomisch. Man kann dieses Buch in einem Zug durchlesen und denkt trotzdem Tage später noch über die einzelnen Personen nach. Fünf Idioten ist eines der besten Bücher die ich seit langem gelesen habe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unterhaltsam und witzig!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Idioten. Fünf Märchen (Gebundene Ausgabe)
Auf den neuen Arjouni bin ich ehrlich gesagt durch Elke Heidenreichs Sendung "Lesen" aufmerksam geworden. Als ich das Buch dann in Händen hielt und kurz hineinschnupperte, konnte ich mich nicht mehr davon trennen. Es liest sich absolut leicht, locker und amüsant und ist dabei wunderbar intelligent. Nach jedem Märchen hinterlässt Arjouni einen erstaunten, schadenfrohen oder bemitleidenden Leser. Jede Geschichte für sich ist gut, aber immer anders. Es geht dabei um eine kleine Fee, die jedem der Protagonisten einen Wunsch erfüllt. Dabei darf es nicht um Geld, Gesundheit, Liebe und Unsterblichkeit gehen. Das wertvollste, was sie von "oben" genehmigt kriegt ist eine Waschmaschiene, die natürlich keiner haben will. Allerdings hätten einige Figuren die anstatt ihrer verhängnisvollen Wünsche mal lieber genommen! :-)Ein nettes Lesevergnügen für einen Abend! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Es menschelt ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Idioten: Fünf Märchen (Taschenbuch)
Erschreckend, wie realitätsnah es wohl ist, wie Arjouni die Menschen einschätzt und zeichnet. Ein guter Beobachter. Müsste man sagen "Leider"?Was würde man sich selber wünschen? Würde man sich genauso verrennen, wie die Charaktere in seinen fünf Märchen? Vielleicht würde man sich nach Lesen des Buches doch sicherheitshalber den Geschirrspüler wünschen. Ein Buch, das auch zum Überdenken des eigenen Selbst einlädt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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