Mike Judge, einer der führenden IQ-Forscher der Welt, der mit "Beavis & Butthead" den IQ-Verfall der Gesellschaft bereits in hervorragender Weise dokumentiert hat, setzt mit "Idiocracy" seine nicht enden wollende Kreativphase fort. Seine wissenschaftliche Stammbaumanalyse ergab, dass sich die Dummen stets viel stärker vermehren als die Intelligenten, und dieses Phänomen hat er nun 500 Jahre in die Zukunft extrapoliert.
In unserer Zeit werden der Sachbearbeiter Joe und die Straßennutte Rita für ein militärisches Projekt eingefroren - und dann leider vergessen. Sie wachen erst 500 Jahre später wieder auf, in einer Welt, die so genial degeneriert ist, dass ich während des gesamten Films vor Lachen auf dem Boden gelegen habe. Die perfekte Umsetzung der neuen Weltordnung darf man sich einfach nicht entgehen lassen! Konzerne beherrschen die Welt, aus dem Wasserhahn kommt eine Art Gatorade, und die Reste von Maschinen und Robotern organisieren mehr schlecht als recht das Leben der Menschen. Diese schauen - neben 80% Werbung - Sendungen wie "Hau mir in die Eier" oder "Der Arsch". Das Lieblingsthema ist Sex und die Lieblingsantwort "Fuck you", weshalb Rita etwas besser in der Zukunft zurechtkommt.
Der Film ist eine geniale Dystopie. Zu kritisieren ist nur, dass der Film eigentlich zu realistisch ist um lustig zu sein. Menschen, die nur noch wörtlich das Geplapper ihres Fernsehers wiederholen; ein ehemaliger Wrestler als Präsident (mit Schwarzenegger und Ventura als Gouverneur fehlt nur noch eine Stufe); verseuchtes Trinkwasser (die Liste der Chemikalien im heutigen Trinkwasser liest man sich in den USA besser nicht mehr durch); dämliche Spiele im Fernsehen - mit Dartschießen auf nackte Hintern hat "Jackass" das Niveau von 2505 bereits exakt erreicht. Wir haben das alles schon längst! Nur Intelligenz und Bildung müssen noch aussterben, aber in den USA werden seit Jahrzehnten die Fragen in IQ-Tests vereinfacht, um den Durchschnitt "100" zu halten, und in Europa liefert PISA ja hoffnungsvolle Ergebnisse :-))