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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen97
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am 25. August 2012
George Clooney's "The Ides of March" handelt von dem aufstrebenden Polit-Berater Steven (Ryan Gosling), der den Wahlkampf eines demokratischen Präsidentschafts-Kandidaten planen darf, und dabei immer mehr in die Falle gerät, sich zwischen Erfolg und den bisherigen eigenen Überzeugungen entscheiden zu müssen. Das Werk basiert auf einem Theaterstück, dessen Verfilmungsrechte sich Leonardo di Caprio gesichert hat, der die Hauptrolle zunächst selbst spielen wollte.

Der Film stellt die Welt der Politik, insbesondere in den USA mit ihren Interessenskonflikten, Selbstdarstellungen, Affären und Personalbeziehungen meiner Meinung nach perfekt dar. Es wird aufgezeigt, wie schnell die Politik eigentlich absolut gut-Gesinnte zu machthungrigen Charakteren macht, die sich immer weniger an ihre eigenen Werte und moralischen Überzeugungen halten, aber auch, dass die Übernahme dieser Strukturen für inhaltliche, politische Veränderungen scheinbar notwendig ist.

Ryan Gosling ist als Hauptdarsteller ideal besetzt, auch die anderen Rollen können überzeugen. Clooney zeigt, dass er hinter wie vor der Kamera (er führt Regie und spielt gleichzeitig den Präsidentschaftsbewerber) große Klasse ist.
Auch die Filmmusik ist gut gewählt.

Insgesamt ist "The Ides of March" einer der besten Polit-Filme unserer Zeit geworden. Besonders gut gelungen ist meines Erachtens die Schlussszene.
Für Politik-Desinteressierte wird der Film aber eine Enttäuschung sein.

Bild- und Tonqualität der Bluray sind gut.
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am 8. Mai 2014
Endlich mal eine Hollywoodproduktion, die ohne stupide Aktion auskommt. Ein film der nicht nur unterhält, sondern auch die Machenschaften der Politik aufdeckt und dabei spielt es keine Rolle ob es sich um den amerikanischen Wahlkampf handelt oder sonst wo. Intrigen und dreckige Spielchen beherrschen alle gut.

In Diesem Film können alle Darsteller mehr als überzeugen. Die Figuren ziehen den Zuschauer in ihren Bann! Das ganze wurde dann noch mit den passenden Bildern und einer spannenden Musik unterstrichen.

Durch und durch ein sehr gelungener Film
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TOP 500 REZENSENTam 27. Februar 2016
Die Iden des März basieren auf dem in den USA bekannten Theaterstück Farragut North, das am Broadway und dann in Los Angeles lief. Es wurde von George Clooney und Grant Heslow für den Film adaptiert wurde. Beau Willimon, der Autor des Bühnenstücks, hat seine eigenen Erfahrungen aus der Mitarbeit in diversen Wahlkampagnen und einem Präsidentschaftswahlkampf einfließen lassen. Das Stück ist gleichsam das Extrakt seiner langjährigen Erfahrungen mit der Welt der Politik. Die Figuren sind zwar fiktiv, aber es sind fiktionale Verschmelzungen der politischen Akteure, denen er begegnete.

DEMOKRATEN-WAHLKAMPF
Nicht von Anfang an sollte es um einen Wahlkampf im Lager der Demokraten gehen. Clooney arbeitete zuerst an einer Geschichte über einen charismatischen Evangelikalen, der eine große Nummer in der Republikanischen Partei werden sollte, der nach der Nominierung Dinge sagt wie "Jesus würde keine Waffe tragen", wodurch alles ins Wanken geraten sollte. Beau Willimon, der Autor von Farragut North lieferte eine Skriptvorlage, die Heslow und Clooney weiterentwickelten.

BEGEISTERUNG
Die Begeisterung für das politikkritische "Farragut North" hat viele gute Schauspieler angezogen. Manche hatten das Stück viermal vorher gesehen. Sie wollten unbedingt mitmachen, auch wenn Budget und Gagen gering waren. Im Theaterstück hat Paul Zara, der Wahlkampfleiter und Boß von Stephen Meyers die Affäre mit der Praktikantin. Clooney hatte die Idee den Präsidentschaftskandidaten, der im Stück gar nicht zu sehen ist, ins Spiel zu bringen. Er hat den Einsatz erhöht. In einer Szene sagt Meyers zu Morris: "Wenn du Präsident werden willst, kannst du Krieg führen, lügen, betrügen, das Land in den Bankrott treiben, aber niemals eine Praktikantin verführen. Dafür kriegen sie dich."

IST DAS ALLES WAHR?
In der sog. "Operation Chaos" in Ohio votierten Unabhängige und Republikaner für einen Kandidaten der Demokraten, den sie in der Präsidentschaftswahl glaubten, besiegen zu können. (Das ist ein Wahlbetrug, der der doppelten Stimmabgabe des schlitzohrigen Chefredakteurs der ZEIT Giovanni di Lorenzo bei der Europa-Wahl wenig nachstünde, wenn dieser gleich noch andere Wähler mit doppelter Staatsbürgerschaft angestiftet hätte). Nach dem Theaterstück wurde der Autor Willimon oft gefragt, ob es stimmt, ob das wirklich alles passiert ist. Seine Antwort war, daß diese Dinge zunehmend geschehen. Alles, was im Film gezeigt werde, daß Gesetze gebrochen werden, der Demokratieprozeß manipuliert werde, die geheimen Absprachen, die Machtkämpfe, all das sei wahr. Es sei unheimlich, daß Politiker so agieren, um ins höchste Amt des Landes zu kommen.

In den Extras kommt wird Stuart Stevens, einer der echten Wahlkampfberater, zu Wort. "Wir stellen alles dar, was Leute an der Politik hassen", beschreibt er sein Metier. Das Verhältnis der sog. Wahlkampfberater zur Presse sei sehr strukturiert und inzestuös, man brauche sich gegenseitig. Es sei eine Haßliebe.

FAZIT
Der Film ist ein shakespearehaft überhöhtes Lehrstück darüber, wie die amerikanische Demokratie ihre Kandidaten für das Amt des Präsidenten findet. George Clooney, der für sein politisches Engagement bekannt ist, war es als Darsteller und als Regisseur um eine spannende Politik-Kritik zu tun: Es beginnt idealistisch, um schließlich pessimistisch und realistisch zu enden.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. August 2014
Der Film macht es sich nicht leicht. Leicht wäre es gewesen, die Republikanische Partei mit moralischer Korruption in Verbindung zu bringen. Stattdessen geht es um den Vorwahlkampf der Demokraten. Der Vorteil für die Story liegt auf der Hand: Die Fallhöhe ist größer, und der potenzielle Fall beeindruckender.

George Clooney inszeniert im klassischen Hollywoodstil, ohne jeglichen Firlefanz. Professionell, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen (in dieser Hinsicht könnte Clooney vielleicht eines Tages das Staffelholz von Clint Eastwood übernehmen). Der Akzent liegt klar auf den schauspielerischen Leistungen. Und was das angeht, hat der Film viel zu bieten: Neben George Clooney, dessen Rolle vergleichsweise klein ausfällt, sind Ryan Gosling, Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti zu sehen. Hoffman und Giamatti sind gewohnt gut. Gosling agiert weitgehend mit stoischem Ausdruck, was man ihm aber nicht als Mangel auslegen sollte, – bei Robert Mitchum hat das schließlich auch niemand getan.

In einigen entscheidenden Momenten der Geschichte lässt sich nicht ausmachen, was Goslings Figur, den Berater Stephen Meyers, wirklich bewegt. Meyers selbst dürften seine eigenen Beweggründe nicht klar sein. Er entscheidet sich einfach, so und nicht anders zu handeln. Das eine Mal tappt er dadurch in eine Falle, das andere Mal gewinnt er durch Intriganz. Jenseits dieses Geschehens fragt sich zum einen, was das für Meyers Integrität und politische Glaubwürdigkeit bedeutet, und zum anderen, inwieweit moralische Integrität im politischen System überhaupt Bestand haben kann. Ist nicht Meyers’ nihilistischer Konkurrent der demokratischen Gegenseite, der Berater Duffy (Giamatti), derjenige, der die Professionalität eines Beraters am besten verkörpert?

Was Clooney erzählen möchte, ist nicht wirklich neu. Politfilme der sechziger und siebziger Jahre haben dieses Feld bereits gründlich beackert (allerdings: Wer kennt die heute noch?). Doch mit der Figur des Stephen Meyers wird immerhin ein neuer Aspekt beleuchtet. Hier ist es nicht die Macht, die korrumpiert, sondern die Mechanismen eines sozialen Systems, in das die Beteiligten auf Gedeih und Verderb verstrickt zu sein scheinen.
Damit sind wir bei einem Problem des Films: Worauf will Clooney eigentlich hinaus? Lautet die fatalistische Botschaft: So läuft es nun einmal im wirklichen Leben. Oder will der Film Punkte markieren, an denen man widerstehen sollte und notfalls aus dem Spiel aussteigen müsste? Doch weder bei Meyers noch bei dem Kandidaten Mike Morris lässt sich ein solcher Punkt klar benennen, – jedenfalls dann, wenn man nach einem allgemeingültigen Kriterium sucht. Morris bekennt an einer Stelle seiner Frau gegenüber, er sei schon fast zu viele schlechte Kompromisse eingegangen, und er bekräftigt einen Punkt, hinter den er nicht zurückweichen wolle, – was er dann am Ende aber doch tut. Die Frage, wie viele integritätsschädliche Kompromisse man eingehen darf, um wenigstens etwas von dem ins Ziel zu bringen, um dessentwillen man ursprünglich angetreten ist, bleibt im Film unbeantwortet und sogar unthematisiert.
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am 13. Januar 2012
Nachdem mich George Clooneys bisherige Regie-Arbeiten nicht gerade in Verzückung versetzt haben - vor allem das Polit-Geschwafel in dem viel gepriesenen Good Night, and Good Luck fand ich viel zu öde und spröde - muss ich dem für sein politisches Engagement berüchtigten Schauspieler, Produzenten und Regisseur diesmal den viel beschworenen großen Wurf bescheinigen.

Vor allem beeindruckt Clooneys Gespür für Rhythmus: Gerade als man im dialoglastigen Wahlkampfgerangel zwischen den beiden Präsidentschaftsbewerbern und ihren Helfern den Überblick zu verlieren droht und mal wieder die Hoffnung verliert, hier noch etwas zu sehen zu bekommen, was man nicht oft genug gesehen hat (in Der Kandidat oder Bill McKay - Der Kandidat etwa oder der satirischeren Spielart Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt), nimmt der Film eine kolossale Wendung und wandelt sich zum furiosen zwischenmenschlichen Drama, dem kaum eine der Hauptfiguren unbeschadet entrinnt: weder der ehrgeizige Wahlkampfmanager Stephen Meyers (Ryan Gosling) noch sein Vorgesetzter Paul (Philip Seymor Hoffman), noch der Präsidentschaftskandidat und Gouverneur Mike Morris (Clooney), für dessen Kampagne beide tätig sind, und schon gar nicht die Praktikantin Molly, die gleichsam eine hochexplosive Wahlkampfbombe mit sich herumträgt. (Bei Praktikantinnen ist seit Bill Clinton im Umfeld der Demokraten bekanntlich immer Vorsicht geboten.)

Als Stephen sich mit Duffy (Paul Giamatti), dem Kampagnenleiter von Morris' großem Rivalen im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, trifft und der ihm ein unmoralisches Angebot unterbreitet, gerät Stephens Karriere ins Straucheln. Denn die heimliche Unterredung fliegt auf. Sein Chef Paul feuert Stephen - mit Zustimmung von Gouverneur Morris. Für Stephen bricht eine Welt zusammen. Inzwischen ist er jedoch, da er mit ihr eine Affäre hat, Mollys Geheimnis auf die Spur gekommen und setzt dieses, nachdem er so unbarmherzig vor die Tür gesetzt wurde, ebenso gnadenlos für seine Zwecke ein. Am Ende wird Stephen restlos desillusioniert sein und die Legende vom besseren Präsidenten, den er lange Zeit in Morris sah, in Trümmern liegen.

Clooney spart aber auch sonst nicht mit Seitenhieben gegen den Politikbetrieb. Nicht nur die offensichtliche Anspielung auf Monica Lewinsky ist überdeutlich; auch nicht eingelöste Versprechungen aus Präsident Obamas Wahlkampf finden sich unversehens auf der Goldwaage wieder, wenn man Morris' öffentliche Auftritte aufmerksam verfolgt. Man muss es Clooney hoch anrechnen, dass er, der selbst mit den Demokraten sympathisiert, in diesem Film nicht die Republikaner zur Zielscheibe seiner bissigen Kritik am eiskalt geführten Kampf um die Kandidatenkür gemacht hat. Man soll ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Entscheidender Schwachpunkt ist die Figur der Molly, die von Rachel Evan-Wood dargestellte Praktikantin, der das Drehbuch einfach zu viel abverlangt: Zuerst erscheint die attraktive Blondine als selbstbewusstes, durchtriebenes Luder, das sich im Polit-Zirkus "hochschläft", dann auf einmal als zerbrechliche Mimose. Um das überzeugend zu vermitteln, hätte Clooney dieser Figur mehr Raum geben müssen. Immerhin kommt Molly ebenfalls aus einer Politiker-Familie und zwanzig Minuten, in denen man über deren Geschichte mehr erfährt, hätte der Film mühelos verkraftet, zumal Mollys Vater einen kurzen, aber gewichtigen Auftritt hat, der so ebenfalls ziemlich unvermittelt wirkt. Der Vorteil von Clooneys Konzentration auf Stephen und seine psychologische Entwicklung liegt in der Handlungsstringenz, die dazu führt, dass der Film eine verblüffende Dynamik entfaltet, nachdem das Drama um Molly seinen Lauf genommen hat.

Fazit: Bei Good Night, and Good Luck hat es für einen Oscar nicht gereicht; diesmal ist mehr drin! Der Film wurde für das beste Drehbuch nominiert.

Für Freunde von Der Kandidat und Absolute Power.
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am 5. März 2016
Ich finde diesen Streifen schwierig zu bewerten.
Das liegt nicht daran, dass ich ihn schlecht finde, denn das tue ich nicht. Aber zwischen Charakteren und Zuschauer herrscht stets eine Kluft, es gibt keine einzige Identifikationsfigur, jeder spielt ein doppeltes Spiel.
Für jemanden wie mich, der seinen Zugang zu einem Film primär über das Gefühl findet, führt diese Art des Erzählens deshalb zu einem dauernden Empfinden des Ausgesperrtseins.
Natürlich unterstreicht die Erzählweise dadurch das allgegenwärtige Geschäft aus Lügen und Intrigen in der Politik und passt deswegen hervorragend. Es gibt keinen einzigen Guten in dieser Geschichte, stattdessen spielt sie mit den Grautönen, mit den Abgründen, die Menschen auf dem Weg zu Einfluss und Macht, durchschreiten (müssen?).
Für mich bleibt ein Zwiespalt, der sich nicht lösen lässt.

Spannend ist der Streifen allemal, auch wenn er sie mehr aus Worten denn aus Taten zieht. Zuschauer, die großen Wert auf Actionszenen legen, sollten ihn deshalb lieber im Regal stehen lassen.

Die Schauspieler machen hinter ihren politischen Masken einen guten Job, auch wenn ich finde, dass ein George Clooney schon mehr Charisma ausgestrahlt hat als in seiner Rolle als Gouverneur Mike Morris.
Ryan Gosling gefällt mir gut, er kann sowohl Komödien als auch ernste Rollen.
Hoffman spielt seinen Part gewohnt überzeugend und Marisa Tomei mag ich einfach. Sie verleiht sogar dem Charakter der ehrgeizigen und egozentrischen Journalistin eine irgendwie süße Note.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich The Ides Of March sehenswert finde, er mir aber nicht nahe geht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Politik im wahren Leben nicht immer so abläuft, wie es dem Zuschauer hier vor Augen geführt wird.
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am 18. Mai 2012
Wahlkampf in den USA. Zwei demokratische Kandidaten liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da die Republikaner schwächeln, hat der Gewinner gute Chance Präsident zu werden. In Ohio kommt es zur Vorentscheidung. Die beiden Wahlkampfmanager Paul Zara und Tom Duffy wissen worum es geht und spinnen im Hintergrund ihre Fäden. Zara's rechte Hand ist Stephen Myers und dieser wird für Duffy zum Ziel einer Intrige. Der aufstrebende Myers ist korrekt und loyal. Dennoch verstrickt er sich zunehmens in einem banalen Ereignis, dass auch für seine Arbeitgeber zu Verhängnis wird.

Der Politthriller wird spannend erzählt. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen bauen die wirkenden Charakteren langsam auf und lassen sie sympathisch erscheinen. Überraschende Wendungen leiten die Katastrophe ein. Gut ausstaffierte Szenarien verwöhnen das Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein ordentlicher Genrefilm gelungen.
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am 6. Mai 2014
Den Film sollte man sich bis zum Ende anschauen, sonst verpasst man hier eine sehr Spannende Story.
Klar ein Aktionfilm ist es nicht und soll es auch nicht sein, es geht hier einfach um das dreckige Spiel der Politik.

Deshalb 5 Sterne!
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TOP 500 REZENSENTam 27. Februar 2016
Mike Morris wirkt auf den ersten Blick wie der Typ Politiker, der die Leute zu begeistern versteht: Smart, redegewandt, integer. Doch Stephen, Mitglied des Wahlkampfteams, das Morris zum Posten des nächsten US-Präsidenten verhelfen soll, entdeckt, dass Morris Mist gebaut hat, durch den die ganze Kampagne zum Scheitern verurteilt sein könnte...
Ides of March spielt vom Titel an das geschichtliche Ereignis der Ermordung Cäsars an. Doch genauso gut könnte der Film den Titel als Anspielung auf den römischen Gott Janus tragen: Das Gesicht des Janus. Denn ebenso doppelgesichtig wie der römische Gott, ist hier die Doppelmoral der Politik, die konsequent durchgespielt wird. Was nach Außen integer wirken soll, wird hinter den Kulissen mit linken Tricks, faulen Abkommen erst möglich gemacht.
Ides of March ist der Film für jeden, der ohnehin kein Vertrauen in die Politik hat und definitiv kein Film für jemanden, der an das Gute in der Politik glaubt. Der Film ist keine leichte Kost und bietet absolut keine Identifikationsmöglichkeiten, denn keine Person hat hier eine weiße Weste. Von daher ein Film für jeden, der etwas schwierige Filmkost mag, die ein konsequent negatives Bild präsentiert. Mit Sicherheit eine der unsympathischsten Rollen von George Clooney.
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am 28. Dezember 2011
Vorweg: Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Inhalt der DVD "The Ides of March" und enthält Spoiler.

Die Kunst am Politthriller und auch der Grund, warum es nur wenige gute gibt, ist es, möglichst realistisch und doch gleichzeitig packend eine Geschichte zu erzählen. In den meisten Fällen kommt dabei ziemlich abgedrehter Quatsch zustande, der entweder Politiker zeigt, die es in der Realität niemals geben würde (z.B. Pierce Brosnan in Ghostwriter) oder einfach eine völlig bescheuerte Rahmenhandlung bietet.

George Clooney gelingt es in "The ides of March" auch dank herausragender Schauspieler einen relativ stringenten, logischen und realistischen Thriller zu kreieren. Die Rahmenhandlung stellt dabei das Duell zweier Demokratischer Präsidentschaftskandidaten dar (einer davon Clooney), die sich im Vorwahlkampf im Bundesstaat Ohio befinden. Überschattet wird dieser Wahlkampf von dem Duell um die Stimmen eines anderen Senators und seiner knapp 350 Deligierten, die den Vorwahlkampf praktisch entscheiden würden.
HIer tritt die erste große Stärke des Films auf. Clooney spinnt sehr geschickt ein Netz aus Machtkämpfen, absurden Abhängigkeiten (der Senator verlangt als Gegenleistung das Amt des Außenministers bzw. Vize-Präsidenten) und unmoralischen Tricksereien.
Philipp Seymor Hoffman (sensationell!) und Ryan Gosling (erstaunlich gut) nehmen dabei die Rollen der Wahlkampfberater von Clooney ein und geraten ziemlich schnell selbst in einen Machtkampf hinein, in dem verraten, betrogen, intrigiert und erpresst wird.

Der Film macht sehr eindrucksvoll deutlich wie perfide und machtbesessen einige Leute in diesen Politikkreisen drauf sind. Natürlich wird hier bewusst überzeichnet (Clooney und Gosling im Streitgespräch in einer Restaurantküche), aber unterm Strich erscheint die Handlung in keiner Phase inkonsequent oder unlogisch. Die Aussage ist sehr deutlich: In der Politik ist letztlich jeder nur sein eigener Freund. Beklemmend zum Schluss, dass genau dieses Prinzip zum Erfolg führt für Gosling (der durch Erpressung im Amt bleibt und seinen "Kontrahenten/Kollegen" Hoffman aussticht) und Clooney (der durch sein Einknicken und die Aufgabe seiner Ideale zum fast sicheren Wahlsieger wird). Die Sympathieverteilung entwickelt sich im Laufe des Films quasi entgegengesetzt. Ist zunächst das Duo Clooney/Gosling sehr sympathisch und zur Identifikation geeignet, wird schlussendlich fast Hoffman zu Identifikationsfigur, die den Intrigen der beiden anderen zum Opfer fällt.

Bis hier hin: starker Film, 5 Sterne!

Leider hat Clooney in seinen Film auch noch eine Praktikantin untergebracht. Und hier wird es dann zum Teil zu viel des Guten. Diese Praktikantin (20 Jahre alt!!!) schläft zunächst mit Gosling (Zitate wie "ich wollte schon immer mit dir schlafen" hätte es nicht zwingend bedurft), bis schließlich rauskommt, dass sie (offenbar freiwillig??? bleibt etwas unklar...) auch mit Clooney im Bett war, von ihm schwanger ist, abtreiben muss und sich schließlich und endlich aus Panik selbst umbringt.
Zwar verstärkt diese Geschichte noch einmal dieses Perfide im Machtkampf der Protagonisten (auf Einzelschicksale wird gepfiffen), allerdings wird hier zu sehr der Pfad des Plausiblen verlassen. Die Praktikantin wirkt schon eher wie eine 15-jährige, die es mit dem Denken nicht so wirklich zu haben scheint. Überhaupt passt sie mit ihrer treudoofen, naiven Art so gar nicht in die illustre Runde von abgewichsten Tricksern. Bis zum Schluss bleibt für mich auch unklar, was genau sie in diesem Inner circle zu suchen hat.

Dennoch, als Fazit kann man auf jedenfall festhalten: Ziemlich spannend, zwar am Anfang etwas verworren mit vielen Handlungssträngen, nimmt jedoch nach einer halben Stunde extrem Fahrt auf!
Sehenswert!
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