Wer von einem Crossover galaktische Schlachten, epische Auseinandersetzungen und weltbewegende Veränderungen erwartet liegt hier vollkommen falsch. Wer jedoch eine Story jenseits der Crossover Klischés erleben will, mit minimalen und schockierenden Enthüllungen ist hier goldrichtig!
Debbie wird ermordet und zwar verbrannt. Es gibt keine Spuren, keine Beweise. Das Alarmsystem der JLA hat völlig versagt, obwohl es das beste ist was es auf der Erde gibt. Die JLA zerbricht sich den Kopf wer dahintersteckt, aber selbst Batman kommt nicht weiter.
Der Killer schlägt nochmals zu, es gibt Tote zu beklagen und ein schreckliches Geheimnis reißt eine Kluft ins Silver Age der Comics und einen Nagel mitten in die Metawesengemeinschaft. Aus Vertrauen wird Misstrauen, aus Freundschaft wird Feindschaft und die Folgen münden direkt in das OMAC Projekt und führen damit quasi in die Infinitie Crisis.
Und als wäre das noch nicht schlimm genug, findet Atom heraus wer der Mörder ist und was sein Motiv war. Auch Batman dämmert es und die Enthüllung reißt die Kluft zwischen den Metawesen sogar noch tiefer...
Metzler und Morales legen einen packenden Krimi vor, bei dem man höllisch aufpassen muss nicht die falschen Schlüsse zu ziehen. Es gibt genügend Action, aber der Schwerpunkt liegt auf einer Story die man so schnell nicht vergessen wird. Die schockierenden Enthüllungen sind gigantischer als jede noch so angeblich große Veränderung die DC in den letzten Jahren durch Crossover vortäuschen wollte.
Identity Crisis ist genau das richtige für den Comic Fan, Unterhaltung pur mit unerwarteten Wendungen, Enthüllungen und einem richtigen Knalleffekt am Ende. Doch die Enthüllung des Mörders ist durchaus logisch geschildert und absolut glaubwürdig. Metzler und Morales haben ganze Arbeit geleistet.
Als Ergänzung empfehle ich noch das Flash Identity Crisis Special das die Kluft nochmals vergrößert.
Für jeden Comic Fan ist Identity Crisis ein Muss!