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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Bildungsgeschichte der *großen* Ideen.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ideen: Eine Kulturgeschichte von der Entdeckung des Feuers bis zur Moderne: Eine Kulturgeschichte von der Erfindung des Feuers bis zur Moderne (Gebundene Ausgabe)
Wer dieses Buch hat, braucht keine Freunde mehr -
Denn er hat genug zu lesen für die nächsten Monate...! Peter Watson nennt sein Buch "Ideen" und im Untertitel ganz bescheiden "Eine Kulturgeschichte von der Entdeckung des Feuers bis zur Moderne". Es ist allerdings eine unglaublich riesige Sammlung an Bildungsgeschichten über das Auftauchen und Verschwinden von Ideen und Kulturen. Watson fängt nicht gerade klein an. Es geht mit vorsprachlichen Ideen los und endet nach knapp 1300 Seiten beim Elektron, den Elementen und dem trügerischen Ich. Dazwischen nimmt Watson alles auseinander: die Idee der Städte, des Volkes Israel, die Idee von Jesus, die Ideengeschichte der Zahlen, die Kultur des Pinsels... (ja, Luftholen - es sind alles solche Kracher.) Die Idee Europas, die Entdeckung der Bildung, die Ursprünge des Liberalismus, die Idee der Fabrik, die Anfänge der Statistik, die Entdeckung des Unbewussten, die Erfindung der Zeit,... undundund. Es ist kaum zu aushalten und ich muss gestehen, dass ich immer noch mittendrin bin. Watson seziert die Ideen, untersucht die großen Zusammenhänge. Häufig genug ist es eine ganz neue Welt, die sich da eröffnet. Fazit: viel zu lesen, viel zu lernen und ein großes Buch, das unisono von der NZZ und dem Neuen Deutschland gelobt wird. DAS will was heißen. Wer sich also weitläufig bilden will und die Bildungsgeschichte der Ideen einmal nicht nur oberflächlich kennen lernen, sondern mehr wissen will, der hole sich diese 1300 Seiten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ausgewogene Darstellung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ideen: Eine Kulturgeschichte von der Entdeckung des Feuers bis zur Moderne: Eine Kulturgeschichte von der Erfindung des Feuers bis zur Moderne (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch stellt der Autor die Entwicklung der wichtigsten Ideen dar (vom Feuer bis zu Freud). Die Darstellung beginnt mit den Erfindungen der Urmenschen (Feuer, Faustkeil, Religion) und endet bei der "Entdeckung" des Unterbewusstseins durch Freud. Das zwanzigste Jahrhundert wird in einem anderen Buch behandelt.
Einige der Ideen sind: - Kapitalismus, Liberalismus, Fabriken, Armut / Reichtum, Adel / Bürgertum / Arbeiter - Marx, Sozialismus, Gewerkschaften - Religionen und Atheismus - Entstehung der Geisteswissenschaften (Soziologie, Wirtschaftswissenschaften) - Nationalismus, Imperialismus - Verhältnis von Staat und Kirche bzw. Kaiser und Papst - Darwins Evolutionstheorie und deren Verbindungen zu Soziologie, Wirtschaftswissenschaften, Rassismus - Philosophie von der Antike (Plato, Aristoteles) über Leibniz, Spinoza und Kant bis zum amerikanischen Pragmatismus (Dewey) - politische Theorien wie Demokratie und Gewaltenteilung von der Antike über Machiavelli, Locke und Hobbes zur Moderne (vor allem Mill und Marx) - Entwicklung der Naturwissenschaften (vor allem Kopernikus, Newton und Galilei) und deren Probleme mit der Inquisition Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragen, die im Buch auch beantwortet werden: - Welche Verbindung besteht zwischen Reformation und Kapitalismus? - Warum entstand die führende Zivilisation in Europa? - Weshalb waren China, Indien und Islam früher Europa voraus und warum kehrte sich dieses Verhältnis um? Das Buch ist auf dem neuesten Stand; so werden z. B. auch schon die Zwergurmenschen auf der Insel Flores (von manchen "Hobbits" genannt) beschrieben. Die Darstellung ist i. d. R. ausgewogen. Nach Ansicht des Autors ist der rote Faden der Ideengeschichte die Suche nach der Seele bzw. dem menschlichen Bewusstsein. Diese Frage habe von den Naturwissenschaften und der Vernunft abgelenkt und zu übernatürlichen Spekulationen geführt; eine allgemein akzeptierte Antwort gibt es bis heute nicht. Deshalb sei die Philosophie des rationalen Aristoteles insgesamt hilfreicher gewesen als die des idealistischen Plato. Natürlich wird jeder etwas finden, was seiner Meinung nach besser oder zusätzlich hätte beschrieben werden können. Mir kam z. B. die Darstellung der Wirtschaftswissenschaften etwas zu kurz. Wenn man die Evolution der Wirtschaftswissenschaften von Smith über Ricardo zu Marx beschreibt, hätte man auch die größte Revolution der Wirtschaftswissenschaften erwähnen sollen (nämlich die "subjektive Wertlehre" von Menger, Walras, Jevons um 1870; durch diese wird u. a. Marx' Lohntheorie widerlegt). Die von Menger gegründete "österreichische Schule" stellt die Folgen der Industriellen Revolution nicht so negativ dar wie der Autor: Es stimmt demnach zwar, dass durch die Industrialisierung viele Arme in die Fabriken der Städte strömten, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten mussten; auf dem Land ging es ihnen aber zuvor noch schlechter (wenn sie dort nicht ohnehin verhungerten). Viele Missstände lassen sich auf die Napoleonischen Kriege und staatliche Eingriffe in die Marktwirtschaft (z. B. Steuern auf Fenster, sodass fensterlose Häuser gebaut wurden) zurück führen. Das kann man in "Capitalism and the Historians" von Hayek nachlesen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der seinen Horizont erweitern möchte. Man lernt auf jeder Seite etwas Neues. (Hinweis: Ich habe die englischsprachige Originalfassung des Buches gelesen.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gigantisches Werk,
Von weisserstier (Wien, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Ideen: Eine Kulturgeschichte von der Entdeckung des Feuers bis zur Moderne: Eine Kulturgeschichte von der Erfindung des Feuers bis zur Moderne (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein Konzentrat der menschlichen Kulturgeschichte, der Geschichte der Ideen. Auf jeder Seite wird eine Fülle von Informationen geliefert, dass das Leserhirn fast überlastet ist. Es wird nicht reichen, dieses Buch nur einmal durchzulesen, sondern man wird es immer wieder gerne zur Hand nehmen, um Entwicklungen und Strömungen besser zu verstehen. Trotz aller Abzweigungen und Nebenwege gelingt es dem Autor in der komplexen Materie einen roten Faden beizubehalten und dem Leser die Entwicklung der menschlichen Ideen nahe zu bringen. Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die Interesse an Geschichte haben.
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