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Iconic Turn. Die neue Macht der Bilder
 
 
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Iconic Turn. Die neue Macht der Bilder [Illustriert] [Taschenbuch]

Hubert Burda , Christa Maar
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 452 Seiten
  • Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 3 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832178732
  • ISBN-13: 978-3832178734
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 421.433 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Bilder waren nie zuvor so präsent wie heute. Neben die künstlerischen Bilder sind gleichrangig technische, naturwissenschaftliche und mediale Bilder getreten. Die Allgegenwart der Bilder im Fernsehen, die zunehmenden Visualisierungen in den Naturwissenschaften und die Bild gebenden Verfahren in der Medizin haben Bildern eine nie gekannte Präsenz und Bedeutung gegeben, der sich niemand entziehen kann. Iconic Turn antwortet auf die Forderung nach einem interdisziplinären Blick auf die neue vielfältige Bilderwelt. Noch gibt es sie nicht, die fächerübergreifende Bildwissenschaft, die die spezifischen Blickwinkel von Geistes- und Naturwissenschaften zusammenführt. Doch ist innerhalb der Geisteswissenschaften, insbesondere unter Kunst- und Medienhistorikern, eine rege Debatte darüber entstanden, wie sie aussehen könnte und welche Themen sie vorrangig behandeln sollte. Iconic Turn ist der erste Versuch, das komplexe Thema Bild in seiner Vielfalt zu erfassen. Prominente Vertreter aus Geistes- und Naturwissenschaften, aber auch bekannte Bilder-Macher kommen zu Wort. Das thematisch breit gefächerte Spektrum berührt philosophische, kunst- und kulturwissenschaftliche Fragen ebenso wie Fragen der Naturwissenschaften nach dem Erkenntnisgewinn von Computervisualisierungen. Iconic Turn. Die neue Macht des Bildes versammelt eigens für dieses Buch verfasste Originaltexte. Autoren: Jan Assmann, Hans Belting, Gottfried Boehm, Reinhard Brandt, Stephan Braunfels, Horst Bredekamp, Bazon Brock, Norman Foster, Wolfgang Heckl, Stefan Heidenreich, Martin Kemp, Friedrich Kittler, Heinz-Otto Peitgen, Rolf Pfeifer, Willibald Sauerländer, Wolf Singer, Peter Sloterdijk, Barbara Stafford, Bill Viola, Peter Weibel, Wim Wenders, Anton Zeilinger und Semir Zeki. Die Herausgeber: Christa Maar ist Präsidentin der Burda-Akademie zum Dritten Jahrtausend und Vorstand der Hubert Burda Stiftung. Die promovierte Kunsthistorikerin arbeitete zunächst als Drehbuchautorin und Regisseurin von Fernsehfilmen. Von 1988 bis 1992 war sie Chefredakteurin der Kunstzeitschrift PAN. Zuletzt erschienen die von ihr herausgegebenen Bücher Die Technik auf dem Weg zur Seele (1996), Virtual Cities (1997), Internet & Politik (1998), Gesundheit aus dem Darm (2003) und bei DuMont Weltwissen Wissenswelt (2000). Hubert Burda ist Verleger und Vorstandsvorsitzender der Hubert Burda Media. Der promovierte Kunsthistoriker initiierte zusammen mit Christa Maar die Vorlesungsreihe ICONIC TURN an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Leiter eines modernen Medienunternehmens und als Vorsitzender des Hochschulrates der LMU setzt sich Hubert Burda für die verstärkte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein.

Über den Autor

Prof. Dr. Hubert Burda ist Verleger und Vorstandsvorsitzender der Hubert Burda Media. Der promovierte Kunsthistoriker initiierte zusammen mit Christa Maar die Vorlesungsreihe ICONIC TURN an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Leiter eines modernen Medienunternehmens und als Vorsitzender des Hochschulrates der LMU setzt sich Hubert Burda für die verstärkte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft ein. 2007 wurde Hubert Burda mit der "Jakob Fugger-Medaille" für hervorragende Verdienste um das Zeitschriftenwesen in Deutschland ausgezeichnet.Christa Maar ist Präsidentin der Burda-Akademie zum Dritten Jahrtausend und Vorstand der Hubert Burda Stiftung. Die promovierte Kunsthistorikerin arbeitete zunächst als Drehbuchautorin und Regisseurin von Fernsehfilmen. 1988 - 1992 Chefredakteurin der Kunstzeitschrift PAN. Zahlreiche Veröffentlichungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "karlaz7"
Das meint und schreibt der Richtige, er weiß, wovon er spricht. Er macht seine guten Ge-schäfte damit, am Nerv der Zeit und an den Hebeln kommerzialisierter Meinungsbildung und des Bilderhandels. Und er ist auch noch promovierter Kunsthistoriker mit entspre-chend profundem Wissen und aktuellem Interesse: Hubert Burda, Verleger und Vor-standsvorsitzender der Hubert Burda Media (Focus, Bravo & Co.) Er und Christa Maar, Präsidentin der „Burda-Akademie zum Dritten Jahrtausend" sind im Angedenken des ge-meinsamen, an Krebs früh verstorbenen Sohnes Felix („Kunst und Medien" waren dessen wissenschaftliches Thema) die Herausgeber der soeben erschienenen Veröffentlichung, die auf eine sehr erfolgreiche Vorlesungsreihe 2002/ 2003 an der und in Verbindung mit der Universität München zurückgeht:
ICONIC TURN. Die neue Macht der Bilder
Hg.: Christa Maar und Hubert Burda, Köln 2004
Und deshalb gleich und generell aus dem Einleitungstext des erfolgreich-multikompetenten Medienverlegers zitiert - darum geht es, und im analysierenden Postu-lat ist auch eine kunst- und kulturpädagogisch ausgesprochen bedeutungsvolle Perspekti-ve, eine zukunftsfähige Auftragslage für „kulturelle und künstlerisch-ästhetische Bildung" mit formuliert:
„Als Verleger und Mann der Praxis bin ich in hohem Maße daran interessiert, dass junge Menschen etwas lernen, was sie in ihrem späteren Berufsleben umsetzen können. In mei-nem Geschäft, den Medien, aber auch in vielen anderen Branchen, besetzen Bilder (Images) und ihre Herstellung, Verwendung und Funktion (Imaging) einen zunehmend wichtigeren Bereich. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch aus Gründen einer kom-petenten Medienkritik sowie einer gut ausgebildeten Medien- und Bildkompetenz ist es notwendig, dass eine neue Generation von Bild-Experten entsteht. Es muss Menschen geben, die wissen, wie Bilder entstehen, sowohl ganz praktisch wie auch in der Imaginati-on, und die sagen können, aufweIche Weise Bilder gelesen werden müssen und warum es so wichtig ist, den Kontext, in dem sie stehen, mit einzubeziehen. Es ist außerdem von großer Wichtigkeit, dass man erklären lernt, auf weIche Weise welche Bilder wirken und sich mit der Macht verbinden." (S.12) Aktuell erweitert: Das gilt im Prinzip „für alle".
Klar geht es um die zunehmende Bedeutung von „Bildkompetenzen" in einem weiten Ver-ständnis („Das Bild der Welt in der Welt der Bilder"), es geht um das Ende der „Gutenberg-Galaxis" (McLuhan) des linearen Textes und der Wortkommunikation zugunsten der Ein-dringlichkeit und Präzision, Komplexität und Mehrdeutigkeit der alltäglichen, der künstleri-schen und der technisch-wissenschaftlichen Bilder, real und digital, sense & cyber ver-netzt, und im Verbund mit Sprache, Klang, Dramaturgien und entsprechend weltweiter Verbreitung in Zeit und Raum: Die Globalisierung des Visuellen, der Bedarf des Interdis-ziplinären und der Dekodierung, der Navigation entsprechend Aufmerksamkeit und Inte-resse in den zunehmend Bild dominierten und neurophysiologischen funktionalen Me-dienwelten und visuellen Wirklichkeiten vielerlei Arten und Sorten.
In diesem Dschungel Kinder und Jugendliche „kompetent" zu machen, heißt neu, ihnen „Bildkompetenz" als zumindest parallel gleichwertig zur „Lesekompetenz" bzw. im Verbund mit dieser zu vermitteln - für das dritte Jahrtausend ...
Der Sammelband mit 24 meist prominenten Einzelbeiträgen ist dem Bedeutungszuwachs der Bilder, ihrer neuen Macht interdisziplinär auf der Spur:
 Im Klärungsversuch, was ein „Bild" denn überhaupt sei (Gottfried Boehm u.a.)
 Im Kontext „Neuro": wie Bildwahrnehmung funktioniert und wie die inneren Bilder äußere Bilder werden (Wolf Singer u.a.)
 Wie durch (technische) Bilder Unsichtbares sichtbar wird, gerade für exakte Wis-senschaften von Physik bis Medizin eine ungeahnte empirische Expansion, zudem voller „Ästhetik" und „Gestalt"
 Wie neue visuelle Techniken Bildwahrnehmung und das Sehen verändern auf dem Weg zur „Telegesellschaft" (Friedrich Kittler, Peter Weibel u.a.)
 Wie die Künstler Bildwelten entwerfen und bearbeiten (Norman Foster, Bill Viola, Wim Wenders u.a.)
 Zur Historie der Bilder und ihrer Wahrnehmung (Bazon Brock, Peter Sloterdijk u.a.)
 Und ob, wie, warum sich die Kunstgeschichte zur Bildwissenschaft mausert bzw. erweitern sollte (Hans Belting, Martin Kemp u.a.)
Eine illustre und prominente Gesellschaft also hat zwei Jahre lang in München den „iconic turn", die Wende zu den bildhaft-visuellen Zeichen, Botschaften, Informationen interdiszi-plinär durchdekliniert - der Befund ist eindeutig und profund: Die Kultur und Ästhetik der Bilder ist auf dem Vormarsch, und „Bildung" muss sich notwendigerweise neu bzw. wieder darauf besinnen, was in ihrem Wortstamm enthalten ist: „Mach dir ein Bild von der Welt" als bildender Prozess. Oder wie es der französische postmoderne Philosoph Jaque Derri-da locker formuliert, auch als ein Abgesang an das wortdominante glaubensmäßige christ-liche Credo: „Das Bild hat doch immer das letzte Wort".
Gottfried Boehm, Protagonist einer zur Bildwissenschaft erweiterten Kunstgeschichte, be-schreibt, was kulturpädagogisch schulisch wie außerschulisch im Rahmen kultureller Bil-dung angesagt ist: „Die Bilder repräsentieren kein abgeschlossenes Reich. Aber ihre Kul-tur lebt davon, dass sie die ihr innewohnende Fremdheit, ihr dichtes Schweigen und ihre anschauliche Fülle gegenüber dem fortwährenden Gemurmel der Diskurse und dem Lärm der Debatten behaupten. Jenseits der Sprache existieren gewaltige Räume von Sinn, un-geahnte Räume der Visualität, des Klanges, der Geste, der Mimik und der Bewegung. Sie benötigen keine Nachbesserung oder nachträgliche Rechtfertigung durch das Wort. Der Logos ist eben nicht nur die Prädikation, die Verbalität und die Sprache. Sein Umkreis ist bedeutend weiter. Es gilt ihn zu kultivieren." (S.43)
Eben darin steckt Zukunft und Mehrwert kultureller Bildung gegenüber nur kognitivem Wissen bzw. analytischer Empirie, und dessen nützlichkeitsorientierter Anwendung - als Lebenskunst und entsprechend eines ganzheitlichen Menschenbildes, dem auch das Äs-thetische, Anschauliche, Künstlerische, Sinnliche, Symbolische, Emotionale, Soziale, Ima-ginäre, Fiktive, Phantastische angehört. Das ist eine, die durchaus anthropologische Di-mension dieses „iconic turns" nach 2000.
Das Buch und seine vielen Einzeltexte empfiehlt sich als aktuelle kulturpädagogische Ba-sisinformation nicht nur für Kunst-/ Bild-/ Medienvermittler, sondern für alle, die im Bil-dungsgeschäft sind und mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben - diese leben in die-sen Bilderwelten, es ist entscheidender Teil ihrer „Kultur des Aufwachsens" ihrer Bühnen symbolischer Werteverhandlung. Das buch beschreibt eine jetzt schon real existente Welt, die als mediale sich weiter in diese Richtung entwickeln wird. Und eins in kritischer Absicht angemerkt: Macht über Bilder bedeutet auch zunehmend Macht über Menschen. Die selbst-bewusste, partizipative Kompetenz von Bildwahrnehmung und Bildgestaltung wird zum fundamentalen Bildungskanon gehören - müssen. Das ist auch die soziale und politi-sche Dimension des iconic turns.
Welche unabsehbare Aktualität in durchaus globalisiert-weltpolitischen Dimensionen, die Dynamik einer entfesselten „Macht der Bilder" auch als „Krieg der Bilder" im Mai 2004 be-kommen hat, erleben wir rund um die Grausamkeiten im Nachkriegs-Irak und zwischen US-Militär und Widerstands-Terrorismus. Es sind die weltenweiten hoch emotionalisieren-den und symbolträchtigen Bilder, die wirken. Und immer wieder die Frage aufwerfen: Was ist wirklich wirklich - welche Bilder lügen und welche nicht? Und was ist „wahr-nehmen"? Der kompetente Umgang damit wird eine entscheidende Schlüsselkompetenz von Kultur und Bildung des 21. Jahrhunderts werden, kein Zweifel, und mit und ohne Kunstbezug.
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