...um der Menschheit dieses grandiose Album zu krädenzen. Ja, es war 1993 - Paradise Lost kurz vor ihrem Höhepunkt, den sie nie erreichten (der liegt nämlich irgendwo zwischen Icon und Draconian Times. Da zwischen den beiden Alben aber keines lag, gab's wohl nur einen Höhepunkt im stillen.)
Soll folgendes heissen: Paradise Lost fingen ihre Karriere als death Metal-Band an. (1.Album Lost Paradise). Dann wurden sie eine innovative Doom/Gothic Metal-Band (2.Album "Gothic" und 3."Shades Of God"). Beim vierten Album, Icon, waren sie kurz vor der Perfektion: Nick Holmes grunzte nicht mehr so derb, sondern gab eher eine leicht angegrunzte Hetfield-Imitation (übrigens sehr gut). Die Gitarren glichen sich auch immer mehr leicht schwerfälligeren Metallica an, zusammen jedoch mit ihrem Markenzeichen, der melodiösem Lead Gitarre, leicht in Richtung depressive und phlegmatische Iron Maiden und Sisters Of Mercy in laut. Lieder, wie "True Belief" sind schon nahezu perfekt. Also, beim Versuch, zu beschreiben, WIE geil dieses Lied ist, würden sogar Goethe und Shakespear die Worte fehlen. Das ist einfach nur... also... das muss man gehört haben! Auf diesem Album gibt es auch positiverweise keine wirklich schwachen oder belanglosen Songs. Ein wundervoll melancholisches (Doom+Mainstream)-Metal/Goth Rock-Gemisch, vom Riffing noch recht heavy gehalten, aber sehr melodiös und kreativ. Paradise Lost wagen es wieder einmal, zu experimentieren, und es gelingt. Sofort ins Ohr gehen dabei wenige Lieder, doch die eingehendere Beschäftigung mit dem gesamten Album zahlt sich sehr schnell aus. Die Singles aus diesem Album sind zu Klassikern geworden. "Embers Fire", "Widow" und "True Belief" mitsingen zu können gehört in der Metal-Szene weltweit zur Allgemeinbildung. Aber dieses Album besitzt noch viel mehr Lieder dieser Kathegorie, Rememberance, Joys Of Emptiness, Dying Freedom, Colossal Rains, Christendom - ach, komm. Hier ist kein schlechter Song drauf, und die Besten haben absolutes Weltklasseniveau. Teilweise kann es manchem vielleicht zu düster, melancholisch und schwerfällig werden. Wer aber eine Vorliebe für die Kombination aus Metal und Melancholie hat, wird dieses Album lieben.