Klingen Wetton/Downes wie Asia oder Asia wie Wetton/Downes? Die Antwort erübrigt sich mittlerweile, denn was letztendlich auf dem Cover steht ist egal, es kommt auf das Gleiche heraus. Die neue Scheibe "Icon 3" klingt genau wie die Vorgänger; die gleiche Instrumentierung, die gleiche Stimmung und auch so manche Songpassage kling wie schon tausendmal gehört. Der Unterschied zu den ersten beiden Longplayern liegt darin, dass die Songs, vor allem die Hooklines, auf der neuen CD deutlich schwächer sind als gewohnt. Auch hier hat es wieder nur zwei Songs die man mit etwas gutem Willen als uptempo bezeichnen könnte; mein Favorit ist "Don´t Go Out Tonight", das mit netten Synthie-Fanfaren zumindest einen kleinen Asia-Touch aus den Boxen haut. Das Album fängt mit "Twice The Man I Was" und "Destiny" gut an und hat mit "Don´t Go Out Tonight" und dem Midtempo-Song "Never Thought I´d See You Again" gegen Ende nochmals starke Momente. Dazwischen regiert die gepflegte Langeweile: Balladen, Balladen und Balladen; halt die typischen austauschbaren John-Wetton-Jammernummern, die leider zumeist ohne eingängigen Refrain dahinplätschern. Die beiden liefern haargenau das ab, was bei "Phoenix" der Kritikpunkt der meisten Fans war, denn die Stärken liegen eigentlich bei den schnellen, rockigen Nummern wie sie auf "Rubicon" noch mit "The Die Is Cast" und "Finger On The Trigger" vorhanden waren. Einen netten Effekt hats noch in "Green Lights And Blue Skies", denn für diesen Song hat man die Vocoder-Stimme aus ELOs "Mr Blue Sky", ähem, ausgeliehen. Das ist nett, der Song trotzdem langweilig. Nicht falsch verstehen, die Scheibe ist nicht wirklich schlecht, doch im Vergleich zu dem bisher abgelieferten kann man hier einfach keine Höchstnoten verteilen. Das Ganze klingt zu sehr nach Schnellschuss zwischen den ASIA-Touren. Für mich deckt der ganze Synthie-Kleister einfach zu, dass man das Album nicht konsequent zufriedenstellend produziert hat.